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Warum die Ampel an der Rollwenzelei noch fehlt
Eigentlich ist sie längst beschlossene Sache. Aber die Ampel an der Kreuzung Rollwenzelei lässt weiter auf sich warten. Wir haben nachgefragt, woran das liegt.
Wer morgens auf dem Weg in die Stadt an der Rollwenzelei vorbeimuss, braucht nach wie vor oft Geduld. Gerade zu Stoßzeiten berichten Autofahrer von längeren Wartezeiten und stockendem Verkehr. Kein neues Problem. In den sozialen Netzwerken ist die Kreuzung immer wieder Thema – zuletzt verbunden mit der Frage, warum die längst beschlossene Ampel noch keine Entlastung bringt.
Ampel frühestens in der zweiten Jahreshälfte
Der Stadtrat hat den Umbau des Knotenpunkts bereits im Januar 2025 beschlossen. Auf Anfrage teilt das Rathaus mit, dass die Lichtsignalanlage frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2026 umgesetzt werden soll. Ein verbindlicher Starttermin hängt aber noch von Genehmigungen und Ausschreibungsergebnissen ab.
Ampel statt Kreisverkehr
Grundlage der Entscheidung für eine Ampel war ein Verkehrsgutachten, das sich unter anderem auf Unfalldaten aus den Jahren 2019 bis 2022 und 2022 bis 2024, Verkehrszählungen und Bebauungspläne stützte.
Die Ampelanlage, für die sich der Stadtrat schließlich entschieden hat, soll vollverkehrsabhängig gesteuert werden, eine ÖPNV-Beschleunigung erhalten und barrierefrei – unter anderem mit Blindensignalen – ausgestattet sein. Die bestehende Fußgängerampel soll dabei im Zuge der neuen Kreuzungsampel in Richtung der Kreuzung verschoben und in die neue Lichtsignalanlage integriert werden.
Diskutiert hatte das Gremium auch einen Kreisverkehr. Mit geschätzten Kosten von rund 755.000 Euro wäre diese Variante deutlich teurer gewesen als die Ampel mit derzeit kalkulierten 435.000 Euro. Zudem war damals die Sorge: Zu den Stoßzeiten könnte sich der Verkehr bis in den Kreisel zurückstauen, wenn Fußgänger die Straße queren.
Stadt nennt förderrechtliche Vorgaben als Grund
Wie die Stadt mitteilt, hängt der Zeitplan mit Vorgaben staatlicher Förderprogramme zusammen. Um die Maßnahme 2025 umzusetzen, hätte die Anmeldung für das Förderprogramm bereits bis 1. September 2024 erfolgen müssen. Da der Beschluss erst Anfang 2025 fiel, habe man die Förderung erst für 2026 beantragen können. Eine vorzeitige Umsetzung ohne Fördermittel wäre „förderschädlich“ gewesen – die Kommune hätte auf Zuschüsse verzichten müssen.
Für die Ampelanlage hat die Stadt Zuwendungen nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (BayGVFG) sowie dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz (BayFAG) beantragt. Die Maßnahme ist für 2026 zudem im oberfränkischen Förderkontingent vorgemerkt. Bayreuth hofft auf 70 Prozent Förderung, bei optimaler Bewilligung seien sogar bis zu 80 Prozent denkbar.
„Nach Abstimmung bzw. Zustimmung durch die Genehmigungsbehörde ist die Ausschreibung / Vergabe im II. Quartal 2026 und bauliche Umsetzung im III./IV-Quartal 2026 vorgesehen“, schreibt die Stadt auf die Frage nach einem verbindlichen Zeitplan. Ob dieser Plan eingehalten werden kann und ob die veranschlagten 435.000 Euro ausreichen, ist also noch nicht sicher.
Verbesserungen für Bus- und Radverkehr vorgesehen
Teil der Diskussion um die Kreuzung war auch die Fahrradsicherheit. Mehrere Stadträte bemängelten die unübersichtliche Wegeführung und den schmalen Radstreifen. Im Zuge des Umbaus ist nun ein „ausreichend breiter Schutzstreifen“ entlang der Königsallee bis zur Kreuzung Hasenweg vorgesehen, so die Stadt. Außerdem soll die stadteinwertige Bushaltestelle im Rahmen des Umbaus barrierefrei ausgebaut werden.












Der Mann wurde festgenommen, weil er sich bei der Feststellung seiner Personalien aggressiv verhielt, einen Polizisten schlug und sich weiterhin gegen die polizeiliche Maßnahme wehrte. Symbolbild erstellt durch KI.
Im Berufsinformationszentrum macht die Aktion Ausbildungsmöglichkeiten in der Region auch virtuell sichtbar. Von links nach rechts: Christoph Rauscher, Maja Dietel beim Ausprobieren der VR-Brille und BiZ-Ansprechpartnerin Olga Kreutz. © BiZ Bayreuth