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Bayreuth

Was kommt in die Kämmereigasse? Ehemalige Neuneinhalb-Immobilie wird verkauft

Nach langer Unklarheit steht nun fest: Die Stadt Bayreuth verkauft die Kämmereigasse 9 ½, die ehemalige Heimat des Kunst- und Kulturvereins „Neuneinhalb“. Das Erdgeschoss soll auch künftig der Öffentlichkeit offenstehen – für kulturelle Projekte, soziale Initiativen oder Cafés.

Der Kunst- und Kulturverein „Neuneinhalb“ ist längst im Gerberplatz 1 heimisch geworden, aus dem Kulturhaus Neuneinhalb in der Kämmereigasse ist der Verein ausgezogen. Lange war unklar, wie es mit der Immobilie weitergehen soll, die lange Zeit eng mit dem Verein verknüpft war. Nun ist klar: Die Stadt verkauft das Gebäude in der Kämmereigasse 9 ½.

Übergangslösung wird permanent

Ursprünglich sollte der Gerberplatz 1 nur eine Übergangslösung für „Neuneinhalb“ sein: Die Stadt wollte das stark sanierungsbedürftige Haus im Gassenviertel erneuern, der Verein sollte nach Abschluss der Arbeiten zurück in die Kämmereigasse ziehen. Doch die Sanierung erwies sich als deutlich teurer und langwieriger als gedacht. Parallel dazu hatte sich „Neuneinhalb“ am Gerberplatz etabliert. Im Frühjahr 2024 war dann klar: Der Verein bleibt dauerhaft in der Kämmereigasse.

Warum die Stadt verkauft

Weil die geplante Sanierung auf dem Nutzungskonzept des Vereins basierte, hat die Stadt in den letzten Jahre nur zur Bestandssicherung in das Gebäude investiert, wie die Stadt auf Anfrage schreibt. Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage hat der Haupt- und Finanzausschuss dann im Oktober diesen Jahres entschieden, die Immobilie zu verkaufen. Gleichzeitig betont die Verwaltung aber den besonderen Stellenwert des Hauses im historischen Gassenviertel.

Was kommt in die Kämmereigasse?

Um die öffentliche Nutzung des Gebäudes langfristig zu sichern, soll im Kaufvertrag festgeschrieben werden, dass das Erdgeschoss nicht zu Wohnzwecken genutzt werden darf. Stattdessen kommen kulturelle oder kreativ-gestalterische Angebote, Kleingewerbe, Handwerksbetriebe, soziale Nutzungen und insbesondere Cafés infrage.
Interessenten können bis zum 7. Januar 2026 ein Angebot samt Nutzungskonzept bei der Stadt einreichen. Zur Ausschreibung der Stadt kommen Sie hier.

Wir dürfen also weiter gespannt sein, was uns in Zukunft in der Kämmereigasse erwartet.