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Bayreuth Tigers gegen EV Landshut: Unterzahlspiel entschied über den Endstand

Nach der 4:0 Niederlage gegen den Tabellenführer aus Kassel mussten die Bayreuth Tigers am heutigen Sonntag (12. Januar 2020) im heimischen Tigerkäfig in Bayreuth gegen den EV Landshut ran. Zuhause gewannen die Tigers gegen Landshut mit 5:3.

Die Niederlage gegen Kassel ging vollkommen in Ordnung. „Wir haben das bekommen, was wir verdient haben“, hatte Trainer Petri Kujala nach dem Spiel in Kassel gesagt. Gegen einen direkten Tabellennachbarn (Bayreuth Tigers Platz 13 und Landshut EV auf Platz 12) waren die Tigers also gefordert: Kämpfen und Siegen prangte auf der Leinwand im Tigerkäfig.

Schlechter Start für Bayreuth Tigers

Es begann denkbar schlecht für die Bayreuther. Nach einem Scheibenverlust der Tigers im offensiven Drittel konterten die Landshuter: Maximilian Forster konnte die Scheibe nach rund 90 Sekunden an Timo Herden vorbeischieben. Unbeeindruckt kämpften sich die Tigers zurück und erzielten den Ausgleich nach einer gelungenen Kombination über die Eisfläche. Die Fans bejubelten den Treffer von Michal Bartosch zum 1:1.

Im Aufbauspiel und in der Defensive agierten die Bayreuther allerdings fahrig. Scheibenverluste, ungenaue Pässe, Stellungsspiel. Letzteres ermöglichte es den Landshutern zur erneuten Führung. In der 9. Minute erhöhte Alexander Ehl auf 1:2 für die Gäste. In Unterzahl fingen sich die Tigers – sie kreierten bei gegnerischem Powerplay Chancen. Als die Bayreuther wieder komplett waren schlugen sie zu: Juuso Rajala erzielte den 2:2 Ausgleich.

Zweites Drittel in Bayreuth

Genaues Gegenteil zum ersten Drittel! Die Tigers starteten im Powerplay und konnten die Überzahl nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff nutzen. Die erste Führung zum 3:2 besorgte Tyler Gron. Doch noch während der Stadionsprecher den Treffer bejubelte, ließ Maximilian Forster die Gesänge verstummen. Er netzte nach einem Abpraller zum 3:3 ein. Die Tigers spielten in der Folge teilweise in doppelter Unterzahl, kämpften aber um jeden Zentimeter auf dem Eis. Drew Melanson bekam sogar Szenenapplaus, als er mit einer Pirouette zwei Gegenspieler austanzte und einen Konter einleitete.

Danach kreierten die Tigers mehrere Chancen – in Unter- und überzahl. Doch die Scheibe fand den weg nicht ins Tor, blieb mehrmals wenige Zentimeter vor der Linie liegen. Mit 3:3 ging es deshalb ins letzte Drittel.

Unterzahl der Tigers entscheidend

Und weiter ging es mit Strafzeiten auf beiden Seiten. Als beide Mannschaften eine Strafzeit zu verbüßen hatten, nutzen die Bayreuther die Gelegenheit: Ivan Kolozvary brachte die Tigers mit 4:3 in Führung. Und weiter ging es nur wenige Sekunden später: In Unterzahl erhöhten die Bayreuther auf 5:3. Ville Järveläinen schob die Scheibe nach einem Alleingang am Landshuter Goalie vorbei. Die Gästefans kommentierten den Treffer mit dem Gesang: „Wir ham die Schnauze voll!“

In den letzten beiden Minuten nahmen die Landshuter ihren Goalie vom Feld, um mit Überzahl im Angriff zu spielen. Aber auch das brachte nichts und Bayreuth gewann mit 5:3.