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Nachrichten

Bayreuther Restaurants bieten kostenlose Mahlzeiten für Pflegekräfte, Feuerwehr und Co.

Auch in Zeiten des Coronavirus gibt es immer wieder schöne Nachrichten – wie aus Bayreuth. Das griechische Restaurant Poseidon hat sich entschlossen, für alle systemrelevanten Berufe kostenlos zu kochen, erklärt der Inhaber, Niko Kalianidis. Das Essen kann dann im Restaurant abgeholt werden. Auch das Dubliner hat sich der Aktion angeschlossen.

Außerdem haben Bayreuther Studenten eine Organisation gegründet, bei dem Freiwillige für Risikopatienten beispielsweise einkaufen gehen, um diese zu unterstützen. 

Update vom 23. März 2020, 12 Uhr: Dubliner bietet kostenloses Essen für Hilfskräfte an

Auch das irische Pub Dubliner in Bayreuth hat sich der Aktion von Niko Kalianidis angeschlossen. Das gab der Betreiber auf seiner Facebook-Seite bekannt.

Die Aktion war ein voller Erfolg, denn nur wenige Stunden später gab es eine neue Meldung. In dieser heißt es, das Angebot sei so gut angekommen, dass das Lager leer sei. Doch das Team habe beschlossen, das erhaltene Trinkgeld dafür zu nutzen, die Vorräte wieder aufzufüllen, um diesen Service weiterhin anbieten zu können.

Bayreuther Restaurant während der Coronakrise

“Schon über 100 Essen wurden seit gestern abgeholt”, sagt Inhaber Kalianidis auf Nachfrage des bt. Auf Facebook hat er seine Idee verbreitet. Er möchte den Menschen, die aktuell für alle anderen Menschen da sind, etwas Gutes tun.

Bayreuth: Kostenloses Essen

Polizisten, Feuerwehrleute, Pfleger, Krankenschwestern oder Rettungsdienst – alle können im Bayreuther Restaurant Poseidon Essen bestellen und bekommen dieses geschenkt. “Wenn ich jetzt ans Geld denke, hilft das Keinem”, erklärt Inhaber Kalianidis. Denn auch die Helfer brauchen Hilfe. “Manche erzählen, dass sie gerade 14 bis 15 Stunden gearbeitet haben”, erzählt Kalianidis.

Außerdem würden all seine Lebensmittel schlecht werden, wenn sie nicht verarbeitet würden, erläutert der Inhaber. Mindestens zwei Wochen will er kostenloses Essen an die Helfer ausgeben. “Nächste Woche werde ich einkaufen müssen”, sagt Kalianidis, da die Anfrage bisher so groß war.

Außerdem ist er froh über einige seiner Lieferanten, die ihn unterstützen: Er habe beispielsweise 600 Boxteller oder das Fleisch geschenkt bekommen.

Dass die Helfer alle Hände voll zu tun haben, zeigt die Entwicklung der Corona-Infizierten in Franken. Mittlerweile gibt es mehr als 1.000 Infizierte.