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Gesünder leben: Mit diesen Lebensmitteln aus der Region klappt’s!

Um gesund zu bleiben, brauchen wir eines: Superfood – stetig hört man von Acaibeeren, Hanf-Samen oder Avocados. Und davon, welche positiven Auswirkungen deren Vitamine und Mineralstoffe haben. Doch Superfood muss nicht immer von Übersee kommen. Auch hier in Bayreuth und Umgebung wachsen Produkte, die unserem Körper gut tun.

Das sind drei regionale Superfood-Sorten im Juni

bt-Redakteurin Carolin Richter stellt drei Superfoods aus Franken vor, die Sie im Juni auf dem Bayreuther Wochenmarkt kaufen können. Dort hat bt-Redakteurin Carolin Richter mit Jürgen Schmidt, dem Inhaber der Gärtnerei Schmidt aus Bayreuth in dritter Generation, gesprochen. Gemeinsam mit seinem Sohn Florian ist er mittwochs und samstags auf dem Wochenmarkt an der Rotmainhalle, mit tagesfrisch geerntetem Obst und Gemüse.

Tomaten: können Krebserkrankungen und Herzinfarkten vorbeugen

Ochsenherz-Tomate

Datteltomate

Tomate "Cockie"

Tomate "Bolzano" in Gelb und Tomate "San Marzano" in Rot

Tomate "Panovy"

Eiertomate

Tomate "Previa"
Da eine Tomate zu etwa 95 Prozent aus Wasser besteht, ist sie eine recht kalorienarme Snack-Variante. Dazu enthält sie aber auch das wertvolle Vitamin A, das das Zellwachstum unterstützt und die Schleimhäute gesund hält, Außerdem beinhaltet sie Vitamin B1, das als Co-Enzym bei der Gewinnung von Energie aus Kohlenhydraten notwendig ist und somit essentiell für eine intakte Herzmuskulatur und das Gehirn ist. Das Carotinoid „Lycopin“, das für die rote Farbe der Tomaten sorgt, wirkt antioxidativ im Körper und kann so Krebserkrankungen oder Herzinfarkten vorbeugen. (Quelle: gesundheitswissen.de)

Am Stand der Gärtnerei Schmidt gibt es die Tomaten in zahlreichen Farbvariationen und Formen. „Die gelben Tomaten sind zum Beispiel besonders mild und damit magenschonend“, sagt Jürgen Schmidt. Die dunkle Sorte „Cockie“ dagegen, sei eher süß-säuerlich im Geschmack und die Datteltomaten von Haus aus etwas fester.

Die Tomaten stammen aus Eigenanbau und werden nur vollreif, also immer lose statt als ganze Rispe, geerntet. Bis zu 18 Sorten bieten wir im Sommer an. Das besondere ist, dass wir unsere Stauden nicht spritzen und sie zudem noch direkt auf der Erde anbauen. Das gibt den Tomaten einen besseren Geschmack. Für Caprese ist die Sorte Ochsenherz mein Favorit. Sie ist besonders weichfleischig und harmoniert so gut mit dem Mozzarella.

(Jürgen Schmidt, Inhaber der Gärtnerei Schmidt in Bayreuth)

Blumenkohl: enthält mehr Vitamin C als Orangen!

Blumenkohl
Foto: Carolin Richter

Frischen Blumenkohl aus Deutschland gibt’s von Juni bis Oktober. Was die wenigsten wissen: Mit durchschnittlich 70 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm Kohl, enthält er sogar 20 Gramm mehr Vitamin C als Orangen. Inzwischen gibt es sogar spezielle Züchtungen von gelbem oder violettem Blumenkohl. Hier liegt der Vitamin C-Anteil sogar bei über 80 Gramm und auch der Vitamin A-Anteil, der die Gesundheit unserer Augen unterstützt, ist bei den neuen Sorten sehr hoch. Unserem Bauch tut der Blumenkohl ebenso gut: Wer unter Magenbeschwerden oder einem Reizdarm leidet, kann hier beruhigt zugreifen, da er sehr leicht verdaulich ist. (Quelle: eatsmarter.de)

Unser Blumenkohl ist ein Freilandgemüse und kommt aus Franken. Er wird bereits im März gepflanzt und ist ziemlich resistent gegen Frost. Meist wird im Winter aber trotzdem noch ein Flies darüber gelegt. Besonders lecker ist es, wenn man die Röschen mit Semmelbröseln paniert oder ihn als ganzen Kopf in Salzwasser kocht, und im Anschluss zusammen mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln isst.

(Jürgen Schmidt, Inhaber der Gärtnerei Schmidt in Bayreuth)

Bohnen: Cellulite adieu!

Bohnen
Foto: Carolin Richter

Bohnen gehören zur Gruppe der Hülsenfrüchte und bieten so vor allem vor Vegetariern oder Veganern eine gute Quelle für Eiweiß. Ebenso ein Vorteil für Diabetiker: Hülsenfrüchte geben die enthaltenen Kohlenhydrate nur langsam ins Blut ab und halten den Blutzuckerspiegel so für längere Zeit konstant.

Grüne Bohnen haben einen hohen Anteil an Kalium. Das wiederum verbessert die Lernfähigkeit und unterstützt das Gedächtnis. Sportler profitieren davon, dass durch das Kalium seltener Muskelkrämpfe oder Muskelschmerzen auftreten. Und auch fiese Cellulite können reduziert werden, wenn man öfter mal grüne Bohnen auf den Speiseplan packt, da Kalium den Abtransport von Abfallprodukten aus den Zellen unterstützt. (Quelle: eatmovefeel.de)

Die Bohnen wurden anfangs in Kisten angepflanzt und wachsen gerade im heimischen Gewächshaus weiter. Frühestens nach den sogenannten Eisheiligen im Mai können sie ins Freiland umziehen. Schmecken tun sie besonders gut mit einer Sahnesoße – die vegetarische Option – oder ansonsten mit krossem Tiroler Speck umwickelt.

(Jürgen Schmidt, Inhaber der Gärtnerei Schmidt in Bayreuth)


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