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11 Jahre FABRIK: Was plant Ahmad wohl jetzt wieder?
Die FABRIK feiert ihr 11-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumswochenende am Freitag, 20. März, und Samstag, 21. März. Gleichzeitig deutet Besitzer Ahmad Kordbacheh grundlegende Veränderungen an.
„Elf Jahre FABRIK sind auf jeden Fall eine ziemlich lange Zeit für einen Club“, sagt er rückblickend. Gleichzeitig wirke alles „sehr surreal“, da die Zeit „sehr, sehr schnell vorbeiging“. In dieser Zeit hat sich die FABRIK stetig weiterentwickelt und das Nachtleben in Bayreuth maßgeblich mitgeprägt.
Flexibilität als Erfolgsfaktor im Nachtleben
Für ihn sei entscheidend, im Nachtleben flexibel zu bleiben und „extrem am Puls der Zeit“ zu arbeiten. Trends müssten früh erkannt werden, zugleich dürfe man ihnen nicht blind folgen. „Nur weil etwas irgendwo auf der Welt funktioniert, heißt das nicht, dass es in Bayreuth funktionieren muss.“ Timing, Standortbewusstsein und klare Entscheidungen seien zentrale Faktoren für den langfristigen Erfolg gewesen.
Große Künstler und starke Markenentwicklung
Zu den Meilensteinen zählen, nennt Kordbacheh aus dem Stegreif, zahlreiche Auftritte namhafter Künstler, darunter Kay One, Alle Farben, Oliver Koletzki, Gregor Tresher und Felix Kröcher. Solche Namen haben zur festen Etablierung und Langlebigkeit der FABRIK beigetragen – Namen, die aufgrund seines über Jahrzehnte aufgebauten Netzwerks und seiner Erfahrung überhaupt möglich waren.
Darüber hinaus entwickelte sich die FABRIK zu einer Marke mit Aktivitäten über den klassischen Clubbetrieb hinaus: etwa bei Veranstaltungen wie dem Bürgerfest im Ehrenhof, dem CABRIO Open Air am Herzogkeller sowie bei eigenen Projekten und Festivals, die über den Raum Bayreuth hinausgehen, wie „Kindheitstraum“ oder „Berlin Beats & Boats“ – um nur einige zu nennen.
Großevents mit internationaler Strahlkraft
Ein besonderer Meilenstein für die FABRIK als Veranstaltungsmarke war 2024 die Einladung von Paul Kalkbrenner, die rund 18.000 Menschen nach Bayreuth brachte. Mit dem kommenden Großevent „Kreuzer Open Air“ mit Sven Väth wird erneut gezeigt, dass hochkarätige Techno-Events in der Region möglich sind. Dabei wird nicht nur ein Techno-Papst nach Bayreuth geholt, sondern zugleich mit dem beliebten Kreuzsteinbad ein neuer Veranstaltungsort erschlossen und zusätzliche Impulse für die lokale Szene gesetzt – ein weiterer Maßstab des FABRIK-Chefs.
Kordbacheh betont, dass diese Entwicklung ohne sein Team nicht möglich gewesen wäre. Die gemeinsame Arbeit an der Vision habe die Grundlage für den bisherigen Erfolg und die weitere Ausrichtung geschaffen. Ein besonderer Dank gilt den Gästen: „Im Endeffekt bin ich ein Gastgeber, alles dreht sich um die Gäste.“
Jubiläumswochenende in der FABRIK
Die erfolgreichen vergangenen elf Jahre sollen gebührend gefeiert werden, betont Kordbacheh. Das Jubiläumswochenende startet am Freitag, 20. März, in der FABRIK.
Zum Auftakt legt DJ C-Lane unter dem Motto „Non-Stop-Bangers“ auf. Von 23 bis 24 Uhr ist der Eintritt frei.
Am Samstag folgt eine gemeinsame Veranstaltung mit Spicey Events. Auf dem Programm stehen DJ Izzy, DJ 2Fly, Robin Stöhr sowie als Headliner DJ Dollar Bill. Der Abend beginnt um 22 Uhr.
Zusätzlich sind Gewinnspiele angekündigt, darunter Gästelistenplätze, eine Übernachtung in einer Suite von Alexander Herrmann im Posthotel sowie ein Gutschein für das Loft über der FABRIK. Die Teilnahme erfolgt über die Social-Media-Kanäle (Facebook | Instagram) der FABRIK.
Zur Zukunft zurückhaltend
Zum weiteren Weg äußert sich Kordbacheh zurückhaltend. Seine Haltung verändert sich merklich. Er beschreibt die „deutlichen Veränderungen“ in der Clubkultur:
„Jüngere Generationen feiern anders, Alkohol spielt eine geringere Rolle, Trends wechseln schneller“, sagt er.
Gefordert seien Anpassungsfähigkeit, klare Positionierung und ein Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen.
Was bedeutet das konkret? Nach einer kurzen Pause sagt er:
„Es wird auf jeden Fall große Veränderungen geben, es muss.“
Mit neuen Projekten wie dem LOFT und geplanten Großveranstaltungen sei man stark ausgelastet. Es gebe jedoch viele Ideen und intensive Überlegungen zur Zukunft. Weiter möchte er sich nicht äußern.
Jubiläum als möglicher Wendepunkt?
Das Jubiläum steht damit nicht nur für elf erfolgreiche Jahre, sondern möglicherweise auch für einen strategischen Neuanfang. Ob konzeptionelle Anpassungen, strukturelle Veränderungen oder weitergehende Schritte folgen, bleibt offen. Die langfristige Zukunft der FABRIK bleibt vorerst ungewiss.
Wer die FABRIK so liebt, wie sie ist, hat noch Zeit, sie in dieser Form zu genießen. Wer den Chef jedoch kennt, weiß: Hat er eine Vision, bleibt bis zur Umsetzung nicht viel Zeit.














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