Abschiedsspiel für Wachalski: “Steve”-Rufe etwas ganz besonderes

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Am Freitag, den 30. August empfangen die Heroes of Tomorrow in der Oberfrankenhalle die MLP Academics Heidelberg Im Rahmen der Partie wird der scheidende medi-Publikumsliebling Steve Wachalski verabschiedet. bt-Redakteur Frederik Eichstädt hat im Zuge des medi bayreuth Fanfestes zum Saisonabschluss der letzten Saison mit dem Fan-Favoriten gesprochen. Das Videointerview aus dem Mai finden Sie über dem Text.

Ein inniges und familiäres Verhältnis

Im Interview spricht Wachalski über seine Zeit in der Wagnerstadt. Zum Gespräch lässt sich der Publikumsliebling mit bt-Redakteur Frederik Eichstädt vor dem Herzogkeller auf einer Stufe nieder. Er erzählt davon, viele tolle Leute kennengelernt zu haben. Einige davon sind Freude geworden. Sein Verhältnis zu den medi-Fans beschreibt der 36-Jährige als innig und familiär. Deshalb ist es für den Forward auch etwas ganz besonderes, wenn die “Steve”-Rufe durch die Halle schallen.

Ich habe viele Fans kennengelernt, man kann fast schon sagen alle.

Steve Wachalski auf der Bühne des Herzogkellers. Foto: Frederik Eichstädt.

Erfolge mit medi

Sportlich blickt er stolz auf die letzten Jahre zurück. Bereits in seinem ersten Jahr in Bayreuth wurde Wachalski direkt ins All Star Team berufen. Auch wenn er die Nominierung, aufgrund der Geburt seines Sohnes, nicht wahrnehmen konnte, macht ihn die Tatsache stolz. Daneben hebt er die letzte Champions League Saison besonders hervor, als medi fast das Top Four erreicht hat.

Auf seine Zukunft angesprochen, ist der Flügelspieler weniger konkret. Sein Rücken bereitete Wachalski in der abgelaufenen Saison stets Probleme. Zum Abschluss des Gesprächs darf natürlich ein Foto Wachalskis nicht fehlen. Selbstverständlich legt der medi-Star dem bt-Reporter Frederik Eichstädt den Arm um die Schulter und grinst in die Kamera.

medi bayreuth

Steve Wachalski mit bt-Redakteur Frederik Eichstädt. Foto: Susanne Jagodzik

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Ein Abschiedsspiel für Wachalski

Der Abschied Wachalskis aus Bayreuth verlief nicht wie geplant. Gerne hätte Raoul Korner den Forward im letzten Heimspiel der Saison der vergangenen Saison gegen Brose Bamberg nochmal eingesetzt. Eine Verletzung machte diesem Plan allerdings einen Strich durch die Rechnung. So blieb dem Publikumsliebling wieder nur die Rolle als Zuschauer. Nach dem Spiel richtete er dennoch nochmals seine Worte an den Fans in der Oberfrankenhalle.

Doch Wachalski bekommt sein Abschiedsspiel für die Heroes of Tomorrow. Beim Fanfest kündigte medi-Coach Raoul Korner an, dass eines der Vorbereitungsspiele für die kommende Saison als Abschiedsspiel für den scheidenden Forward fungieren wird. Am 30. August ist es nun so weit: In der Oberfrankenhalle empfängt medi bayreuth die MLP Academics Heidelberg. Jump ist um 18 Uhr.

Wachalskis letzte Saison für medi

In seiner letzten Spielzeit für medi bayreuth machte der Forward 18 Partien für die Heroes of Tomorrow. Dabei stand er acht mal in der Champions League und zehn mal in der Bundesliga auf dem Feld. Sportlich war sein Wert in den Vorjahren größer gewesen, für den Teamgeist und die Fans war medis Nummer 14 nach wie vor ein entscheidender Mann. Nicht umsonst lobte Raoul Korner den 36-Jährigen nach dem letzten Heimspiel des Jahres in den höchsten Tönen.

Steve Wachalski kämpft gegen Michalis Tsairelis um den Ball. Foto: Redaktion.

Das sagt Raoul Korner über Steve Wachalski

Raoul Korner. Foto: medi bayreuth

Steve ist ein ganz ein Großer. Man hat auch gemerkt, wie sehr ihr (d.h. das Publikum) ihn schätzt. Und ich kann an der Stelle nur noch einmal betonen, wie sehr ich ihn auch schätze und wie sehr die Mannschaft ihn schätzt. Ich glaube jeder, der mit Steve zu tun gehabt hat, weiß, was er nicht nur für ein großartiger Basketballer ist, sondern was er auch für ein großartiger Mensch er ist. Da wird in Bayreuth ohne Frage eine Lücke entstehen. Aber in Gedanken bleibt er hier. Steve ist einer dieser Spieler, bei dem eine Organisation ganz gut daran tut, diese Spieler auch zu huldigen und entsprechend zu würdigen, weil davon gibt es nicht mehr viele.

Steve Wachalski und Raoul Korner auf der Bühne beim medi bayreuth Fanfest. Foto: Frederik Eichstädt.

Mir fällt es ganz schwer in Worte zu fassen, was Steve für die Mannschaft bedeutet. Ich glaube auch, dass man diese Saison gemerkt hat, dass ein fitter Steve uns massiv gefehlt hat. Nicht nur durch die Dreier die er trifft, nicht nur, dass er Spiele, wenn er heiß rennt, im Alleingang entscheidet, sondern auch alleine durch seine Präsenz, durch sein angenehmes Wesen und seine Teamfähigkeit. Dadurch, dass er sich selbst egal ist. Jemand, dem es primär ums Team geht. Das ist heutzutage ganz selten zu finden im Sport. Daher von mir eine ganz große Verneigung vor dem Sportler Steve Wachalski, aber auch vor dem Menschen Steve Wachalski.

(Head Coach Raoul Korner im Mai über Steve Wachalski)

Das sagen die Bats

Sebastian Oppel. Foto: Privat.

Steve hat einen besonderen Stellenwert in Bayreuth. Er ist immer ein Mensch geblieben. Als Fan konnte man jederzeit auf ihn zugehen und mit ihm reden. Das Verhältnis zwischen ihm und den Fans war sehr eng. Für uns war es ganz toll, so einen Menschen und Spieler in Bayreuth gehabt zu haben.

(Sebastian Oppel, Mitglied der Bayreuth Bats)