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Asiatische Hornisse auf dem Vormarsch: kommt sie auch nach Bayreuth?
Die Asiatische Hornisse Vespa velutina breitet sich zunehmend in Europa aus. Sie gilt in Deutschland inzwischen als verbreitet und wurde nun auch in Unterfranken gesichtet. Der Bayreuther Imkerverein gibt sich noch entspannt, aber wachsam.
Keine Panik vor der Hornisse!
Monsterhornissen, Bienenkiller oder Killerbienen: In den letzten Jahren gab es immer wieder Schlagzeilen aus den USA über die Asiatische Riesenhornisse. Sind die gefährlichen Insekten jetzt auch in Deutschland? Nein. Der Naturschutzbund Deutschland e.V. gibt Entwarnung.
Achtung Verwechslungsgefahr! Asiatische Hornisse und Asiatische Riesenhornisse
Die Asiatische Hornisse breitet sich zunehmend in Europa aus, aber sie ist nicht die Asiatische RIESENhornisse Vespa mandarinia. Diese Art ist ist für die reißerischen Schlagzeilen verantwortlich und kann auch für Menschen gefährlich werden. Die Asiatische Riesenhornisse kommt in Deutschland bislang nicht vor!
Vor der Asiatischen Hornisse muss man sich auch nicht fürchten. Sie ist nicht aggressiver als die heimische Art und greift Menschen nur an, wenn diese sich ihrem Nest nähern. Vereinzelt sind allerdings Meldungen über allergische Reaktionen bekannt.
Invasion mit gelben Füßen
Zu erkennen ist die invasive Art an den gelben Füßen und einem dunkleren, kleineren Körper im Gegensatz zur heimischen rotbraunen Europäischen Hornisse. Ähnlich wie heimische Wespen baut die Asiatische Hornisse ihre Nester in Schuppen, Rolladenkästen oder an Bäumen. Ungewöhnlich ist dabei, dass der ganze Staat im Hochsommer in ein zweites, höher gelegenes Nest umzieht. Im Winter sterben Hornissen- und Wespenvölker in der Regel, bis auf die Königin. Nicht so bei der Asiatischen Hornisse. Ein Volk kann den Winter überleben, wenn die Temperaturen nicht zu extrem werden.
Gefahr für Natur und Bienen
Problematisch ist die Asiatische Hornisse zwar nicht für den Menschen, aber für die deutsche Natur und Biodiversität. Die Asiatische Hornisse verbreitet sich wesentlich schneller als heimische Bienen- und Wespenarten und tritt auch viel zahlreicher auf. Heimische Hornissenstaaten zählen bis zu 700 Insekten, dagegen werden die Nester der Asiatischen Hornisse von bis zu 2.000 Tieren bewohnt! Die räuberischen Insekten machen Jagd auf Spinnen, andere Insekten und auch Honigbienen, wodurch sie bei deutschen Imkern große Schäden anrichten können. Auch für Obstgärtner können sie zum Problem werden, da sie Früchte anknabbern.
Es gibt einen Plan gegen die Hornissen
Nachdem die Bayerische Staatsregierung die Asiatische Hornisse als etablierte Art eingestuft hat, gelten für sie nicht mehr die Bestimmungen zur Bekämpfung der Ausbreitung. Somit fällt die Bekämpfungspflicht der Naturschutzbehörden weg und muss nun von den Imkern und Obstgärtnern selbst getragen werden. Allerdings wurde im Juli der „Bayerische Aktionsplan Vespa velutina“ beschlossen, mit dem koordiniert gegen die Ausbreitung der Art vorgegangen wird, und auch staatliche Geldmittel für die Betroffenen bereitgestellt werden, um bei der Beseitigung von Nestern zu helfen.
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Bayreuther Imker entspannt aber wachsam
Der Imkerverein Bayreuth betrachtet die Lage zunächst entspannt aber vorsichtig und wachsam. Im Kreis Bayreuth und ganz Oberfranken sind bisher keine Sichtungen zu verzeichnen. Dass diese kommen werden, steht aber fest. Vorbeugend haben die entsprechenden Stellen bereits ein beeindruckendes Netzwerk aufgebaut, um beim Auftauchen der invasiven Art reagieren zu können. Spezial-Schutzanzüge, gute Kontakte zu Kranfirmen und eine funktionierende Alarm- und Meldekette sind die Werkzeuge mit denen der Ausbreitung der Insekten beigekommen werden soll.
Richtiges Handeln
Asiatische Hornissen sind in Bayern meldepflichtig und müssen mit Fotos über die Plattform beewarned.de verifiziert werden. Alternativ kann eine Meldung auch beim örtlichen Imkerverein oder dem Institut für Bienenkunde gemacht werden. Somit wird verhindert, dass die heimischen, unter Naturschutz stehenden Hornissen in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Naturschutzbund warnt außerdem vor der eigenständigen Bekämpfung von Nestern. Dazu sollten stets Experten kontaktiert werden.











Die Leiterin der Arbeitsgruppe Versicherungsangelegenheiten im Amt für Soziales, Integration, Wohnen und Inklusion, Sabrina Bär (vorne), hilft mit ihren Kolleginnen Janina Türk (links) und Anastasia Frankenberger Ratsuchenden bei der Klärung von Versicherungs- beziehungsweise Rentenkonten und ist bei der Rentenantragstellung behilflich. | Foto: Stadt Bayreuth
Wasserhahn Symbolfoto: Pixabay