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Spargelzeit: Ernte-Startschuss fällt Mitte März
Nach einem frostigen Winter kündigt sich das erste heimische Edelgemüse an. Dank der aktuellen Wärmewelle dürfen sich Feinschmecker in der Region bereits ab Mitte März auf die ersten Stangen freuen. Zum Osterfest versprechen Experten volle Körbe und beste Qualität.
Der Winter in Oberfranken war knackig. Der trockene Herbst und die frostigen Tage waren für den heimischen Spargel die perfekte Ruhephase. Jetzt, wo die Sonne die Dämme erwärmt, steht ein regelrechter „Turbostart“ bevor.
Turbo-Wachstum durch Temperatursprung
Laut dem Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE) haben die Pflanzen durch den schnellen Wechsel von kalten Februartagen zu sonnigem Vorfrühlingswetter einen enormen Wachstumsimpuls erhalten.
„Mit der unerwartet schnellen Erwärmung des Damms können wir mit einem Turbostart rechnen“, erklärt Spargelanbauberater Ludger Aldenhoff.
Während erste kleine Mengen bereits Mitte März gestochen werden, ist pünktlich zum kalendarischen Frühlingsbeginn am 20. März mit nennenswerten Erntemengen zu rechnen.
Pünktlich zu Ostern: Genuss aus dem Vollen
Für das Osterfest geben die Experten Entwarnung: Die Versorgung der lokalen Märkte und Hofläden ist gesichert. Da die Qualität der Stangen aufgrund der Witterung als exzellent eingeschätzt wird, steht dem klassischen Festessen mit Sauce Hollandaise oder frischer Butter nichts im Wege.
Tipp für Bayreuther: Achten Sie beim Kauf auf die Regionalität. Heimischen und damit frischen Spargel erkennt man an den geschlossenen Köpfen und dem quietschen Geräusch, wenn man die Stangen aneinanderreibt.
Regionalität schlägt Import: Ein massiver Klima-Vorteil
Der Griff zum regionalen Produkt (zum Beispiel aus Rothwind) lohnt sich voraussichtlich in diesem Jahr mehr denn je: nicht nur für den Geschmack, sondern auch für die Umweltbilanz. Ein direkter Vergleich zeigt die drastischen Unterschiede:
- Heimischer Spargel: Verursacht nur ca. 0,4 kg CO₂ pro Kilogramm.
- Import-Spargel (z.B. aus Peru): Schlägt mit rund 11 kg CO₂ zu Buche.
Wer lokal kauft, spart also fast das 27-fache an Emissionen ein. Da Deutschland einen Selbstversorgungsgrad von stolzen 82 Prozent erreicht, ist es so einfach wie bei kaum einem anderen Gemüse, bewusst und nachhaltig zu genießen.
Termine zum Vormerken: Tag des Deutschen Spargels
Auch in diesem Jahr wird die Saison gebührend gefeiert. Am Dienstag, den 5. Mai 2026, findet bundesweit der vierte „Tag des Deutschen Spargels“ statt. An vielen Verkaufsständen und in Hofläden rund um Bayreuth warten an diesem Tag kleine Überraschungen auf die Kunden.
Markt-Check: Branche stabilisiert sich
Nach einem leichten Rückgang der Erntemengen im Vorjahr (2025 wurden deutschlandweit ca. 104.920 Tonnen geerntet), deutet der Trend für 2026 auf eine Stabilisierung hin. Die Anbauflächen haben sich zwar leicht verkleinert, doch die Professionalität der Betriebe sorgt für konstant hohe Erträge pro Hektar.












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Landrat Florian Wiedemann wartet mit seiner Partnerin Sandra Meister gespannt auf das Ergebnis. ©Katharina Müller-Sanke