Auftaktpleite gegen Bamberg: Raoul Korners Fazit

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Die BBL-Saison 2019/20 ist für medi bayreuth mit einer Niederlage gestartet. Im 79. Oberfrankenderby setzte es gegen Brose Bamberg eine 75:88-Niederlage. Nach dem Spiel analysierte medi-Headcoach Raoul Korner die Partie. Hier gibt’s seine wichtigsten Aussagen.

Verschlafener Start

Die Partie begann für die Heroes of Tomorrow denkbar ungünstig. Denn während die Bamberger souverän punkteten, fielen die Würfe bei medi bayreuth nicht. Dazu kam, dass das Team in der Defensive nicht den Druck entwickeln habe, den es sich vorgenommen hatte, so Raoul Korner.

Wir waren in der ersten Halbzeit extrem nervös und haben viele Würfe liegen lassen.

(Raoul Korner über die Anfangsphase)

James Woodard gegen Bamberg an der Freiwurflinie. Foto: Frederik Eichstädt.

Hohe Nervosität

Als Grund macht der medi-Coach insbesondere die hohe Nervosität seines Teams in der Anfangsphase aus, die erst nach der Halbzeit abgelegt werden konnte. Diese komme vor allem daher, dass viele der Heroes of Tomorrow diese Saison zum ersten Mal auf diesem Level spielen würden. Für zwei davon, Bryce Alford und Reid Travis, wäre diese Spielzeit sogar die erste in Europa überhaupt. Da würden die meisten Spieler Eingewöhnungszeit brauchen.

Bei einem hat man es nicht gemerkt, beim anderen extrem.

(Korner über Reid Travis und Bryce Alford)

Bryce Alford im Angriff gegen zwei Bamberger. Foto: Frederik Eichstädt.

Das beweisen auch Zahlen. Während Bryce Alford mit 22 Punkten bester Werfer im medi-Team war, standen bei Reid Travis am Ende der Partie 0 Punkte auf dem Konto. Nachdem Alford sich bereits im Rahmen der Vorbereitung an seine neue Rolle gewöhnen konnte, war Travis erst später nach Bayreuth gekommen und verpasste Teile der Vorbereitung.

Die zweite Halbzeit gewonnen

Doch medi kämpfte sich ran, gegen Bamberg. Der Vorsprung der Gäste, der zeitweise auf über 20 Punkte angewachsen war, schrumpfte. Bis auf acht Punkte kämpften sich die Bayreuther an den Konkurrenten heran.

Wir hatten die Chance das Spiel zu kippen und das Momentum komplett auf unsere Seite zu ziehen. Das ist uns leider nicht ganz gelungen.

James Woodard im Dribbling. Foto: Frederik Eichstädt.

Dennoch ist Raoul Korner mit dem zweiten Durchgang. Sein Team habe dabei gut gekämpft und die zweite Hälfte auch nach Punkten gewonnen. Unter dem Strich war es aber dann dennoch, gegen diesen Gegner, zu wenig.

Dass Bamberg physischer ist als wir, war schon vor dem Spiel kein Geheimnis.

(Korner über die Qualitäten des Lokalrivalen)

Bastian Doreth in der Defensive gegen Brose Bamberg. Foto: Frederik Eichstädt.

“Do or die” gegen den MBC

Am Samstag steht für medi bayreuth die nächste Aufgabe auf dem Plan. Im BBL-Pokal gastieren die Heroes of Tomorrow in Weißenfels beim SYNTAINICS MBC. Dort heißt es siegen oder fliegen, denn bei einer Niederlage wäre die nationale Pokalsaison direkt vorbei.

Korner erwartet dort eine extrem starke Mannschaft. Der MBC habe dabei sehr von der Einführung des Minimum-Etats in der BBL profitiert, da das Team dadurch seinen Etat deutlich erhöhen musste. Diese neuen finanziellen Mittel seien alle in den Kader geflossen.

Ihr kanadischer Neuzugang Keane hat im ersten Vorbereitungsspiel 25 Punkte rausgehauen und auch bei der WM eine gute Figur gemacht.

(Korner über den MBC)

Das medi-Team berät sich. Foto: Frederik Eichstädt.

Von Anfang an da sein

Um die Auswärtsaufgabe lösen zu können hofft der Headcoach darauf, dass sein Team in Weißenfels schneller in die Partie finde. Nur so könne sein Team von Anfang an präsent sein und würde eine Chance haben, das Spiel zu gewinnen.

Dass es auswärts beim MBC schwer werden kann, haben wir ja in der letzten Saison gesehen.

(Raoul Korner über das 90:108 gegen den MBC im April 2019)

Justin Raffington im Duell unter dem Korb. Foto: Frederik Eichstädt.