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Bayreuth blüht auf: Profi-Tipps vom Stadtgartenamt für Balkon und Beet
Die Sonne lockt, doch der Frost lauert noch. Was darf jetzt schon in die Erde und worauf warten wir lieber bis nach den Eisheiligen? Robert Pfeifer und Harald Gräbner vom Stadtgartenamt Bayreuth verraten im Exklusiv-Interview, welche Farbtupfer den Luitpoldplatz verschönern und wie der heimische Garten zur Ernte-Oase wird.
Balkon statt Garten? Frühling geht auch im Kleinen
Wer keinen Garten hat, kann trotzdem loslegen. Für Balkone empfiehlt Pfeifer zunächst robuste Frühlingsblüher:
„Für Sommerblumen ist es jetzt noch zu früh. Aber Primeln, Bellis oder Vergissmeinnicht bringen schon Farbe auf den Balkon – und das ganz ohne Frostsorgen.“
Auch mehrjährige Stauden können bereits gesetzt werden. Bei Gemüse ist jedoch Vorsicht geboten: Tomaten, Gurken oder Paprika sollten noch warten. Erst ab Mitte Mai kann man sie guten Gewissens rausstellen, da sie bei den Eisheiligen schnell erfrieren. Für kleine Balkone eignen sich besonders:
- Pflücksalate
- Buschtomaten
- Hängegurken
Dieses Gemüse darf jetzt schon ins Freiland
Im Garten sieht es anders aus: Viele robuste Sorten können bereits in die Erde. Harald Gräbner zählt auf:
- Radieschen, Rettich und Karotten
- Salate (am besten unter Schutzvlies)
- Kohlrabi, Kohl, Blumenkohl und Brokkoli
- Rote Bete, Pastinaken und Mangold
- Erbsen und Rucola
Karotten sind laut Gräbner allerdings eher etwas für größere Gärten, da sie einen besonders lockeren Boden und viel Platz benötigen.
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Hochbeet oder Boden? Was in Bayreuth sinnvoll ist
Viele Hobbygärtner stehen vor der Frage: Klassisches Beet oder Hochbeet? Die Experten des Stadtgartenamts sehen deutliche Vorteile in der erhöhten Variante. „Hochbeete sind einfach angenehmer, weil man sich nicht bücken muss“, erklärt Harald Gräbner. Zudem bieten sie eine optimale Wachstumsumgebung. An den Seiten können sogar Erdbeeren, Gurken oder Kürbisse nach unten ranken. Wer flexibel bleiben möchte, kann natürlich weiterhin bodengleich pflanzen – beide Varianten haben je nach Bedarf ihre Berechtigung.
Farbakzente für die Stadt: Was bald am Luitpoldplatz blüht
Bevor die Sommerbepflanzung beginnt, sorgt der April in Bayreuth für die ersten kräftigen Farbtupfer. In der Innenstadt laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Für den heimischen Garten eignen sich jetzt besonders:
- Gladiolen, Ranunkeln und Anemonen
- Lavendel
- Frühblühende Stauden
Und was passiert in der Bayreuther City? Gräbner verrät: „Am Luitpoldplatz pflanzen wir Sonnenblumen, blauen Salbei, orangefarbene Ringelblumen und lila Fächerblumen. Das wirkt ein bisschen ländlich, aber sehr stimmungsvoll.“
Mischkultur: Die Leibwächter im Gemüsebeet
Bei Gemüse lohnt sich eine kluge Kombination, um Schädlinge natürlich fernzuhalten:
- Knoblauch zwischen dem Gemüse vertreibt ungebetene Gäste.
- Rosmarin wirkt ebenfalls abschreckend auf viele Schädlinge.
- Tagetes (Studentenblumen) helfen effektiv gegen Fadenwürmer im Boden.
Bei Blumen entscheidet meist der persönliche Geschmack – ob Ton-in-Ton oder starke Kontraste. Nur eine Kombination sieht Experte Pfeifer kritisch: „Rosa und Orange ist nicht so ideal“, merkt er schmunzelnd an.
Fazit: Bayreuth ist bereit für den Frühling
Ob Balkon, Hochbeet oder Garten; jetzt beginnt die wichtigste Phase der Saison. Wer robuste Sorten wählt, die Eisheiligen im Blick behält und auf kluge Kombinationen setzt, kann sich schon bald über üppige Beete und eine reiche Ernte freuen.
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