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Bayreuther Brauhaus auf Expansionskurs: Oskar-Erfolgsrezept erobert Frankfurt
Das Bayreuther Brauhaus wächst über die Region hinaus: Seit Anfang Mai ist das neue Brauhaus an der Frankfurter Hauptwache eröffnet. Hinter dem Projekt steckt kein klassisches Franchise-Modell, sondern eine Partnerschaft, die die Bayreuther Bierkultur in andere Städte bringen soll.
Vom Oskar zur neuen Marke Bayreuther Brauhaus
Die Idee für das neue Bayreuther Brauhaus in Frankfurt entstand nach dem erfolgreichen Umbau und Relaunch des Oskars in Bayreuth. Michael Feuerstein, Jonas Lerch und Sebastian Wenk sahen in der starken Resonanz auf das modernisierte Wirtshauskonzept die Chance, die Kombination aus Gastlichkeit, Bierkultur und moderner Atmosphäre auch außerhalb Oberfrankens zu etablieren und gründeten die Gastro Solutions GmbH.
Das Ziel: Die Marke Bayreuther Brauhaus soll bundesweit für ein besonderes Wirtshauserlebnis stehen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur bayerische Klassiker auf der Speisekarte, sondern vor allem das Bier und die Art, wie es ausgeschenkt wird.
Warum ausgerechnet Frankfurt?
Die Wahl fiel nicht zufällig auf Frankfurt. Das neue Bayreuther Brauhaus befindet sich an der Hauptwache, einem der bekanntesten und meistfrequentierten Plätze der Mainmetropole und hat dort vor wenigen Wochen eröffnet. Der Standort belegt mit über 1.200 Quadratmetern die Räume des ehemaligen Maredo-Steakhauses und bietet auf zwei Etagen die passende Bühne für das Konzept aus Bayreuth: eine gemütliche Wirtsstube, einen unkomplizierten Stehausschank für alle, die spontan auf ein Bier vorbeischauen möchten, sowie einen Biergarten mit Blick auf die Hauptwache.
Mit der Betreibergruppe Foodlover Group GmbH entstand eine Partnerschaft, die den Einstieg in den Frankfurter Markt ermöglichte. Das Brauhaus soll dort sowohl Mittagsgäste als auch Feierabendbesucher ansprechen.
Lizenz statt Franchise – eine wichtige Unterscheidung
Das Team legt Wert auf eine klare Abgrenzung zum klassischen Franchise-System. Zwar wird das erfolgreiche Konzept des Oskars als Vorlage genutzt und in der Fachpresse wird das Modell gelegentlich als Franchise bezeichnet – die Macher selbst weisen dieses Label jedoch zurück. Die eigens gegründete Gastro Solutions GmbH fungiert als Lizenzgeber: Sie stellt Marke, Corporate Design und Bier-Infrastruktur zur Verfügung, während die Betreiber vor Ort als eigenständige Gastronomen mit erheblicher operativer Freiheit agieren. Das Frankfurter Brauhaus wurde gemeinsam mit der Foodlover Group auf den konkreten Standort zugeschnitten – ein Ansatz, den die Verantwortlichen bewusst von einem starren Systemgastro-Modell abgrenzen.
Das Oskar bleibt dabei das kreative Vorbild und die Ideenschmiede für künftige Standorte.
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Das Bier steht im Mittelpunkt
Der rote Faden des Konzepts ist klar: das Bayreuther Hell. Die Verantwortlichen stellen die Bierkultur und die Qualität des fränkischen Brauhandwerks in den Vordergrund. Perspektivisch soll das Konzept deshalb auch an weiteren Standorten verfügbar werden.
Die Zapftechnik macht den Unterschied
Das zentrale Element ist das sogenannte Tankbier-Konzept. Das Bier wird in Bayreuth bei minus einem Grad filtriert, anschließend bei drei Grad gelagert und unter konstant gekühlten Bedingungen direkt an die Standorte transportiert. Dort gelangt es ohne Umwege in die Tanks der Gastronomie. Die Tanks sind dabei bewusst sichtbar im Thekenbereich platziert – sie sind nicht nur funktional, sondern auch ein optisches Markenzeichen des Konzepts.
Gezapft wird mit einem speziellen Side-Pull-Hahn, der sich an der tschechischen Brautradition orientiert. Dabei entsteht ein besonders feinporiger Schaum, der das Bier wie eine Schutzschicht bedeckt.
Zusätzlich werden vorgekühlte Gläser verwendet, damit die Kühlkette vom Braukessel bis zum Gast möglichst lückenlos erhalten bleibt. Laut Feuerstein gehört dieses Verfahren zu den frischesten Formen des Bierausschanks in der Gastronomie.
Weitere Standorte bereits im Blick
Feuerstein, Wenk und Lerch sehen Frankfurt als ersten Schritt einer größeren Entwicklung. Wenn sich das Konzept bewährt, sollen weitere Bayreuther Brauhäuser folgen. Dabei bleibt die Grundidee unverändert: authentische Wirtshausatmosphäre, hohe Qualitätsstandards und das Bayreuther Bier als Herzstück des gesamten Konzepts.
FAQ
Ist das Bayreuther Brauhaus ein Franchise-System?
Nein. Die Verantwortlichen sprechen von einer Partnerschaft mit eigenständigen Gastronomen, nicht von einem klassischen Franchise-Modell. Es ist ein Lizenz-System.
Warum wurde Frankfurt als erster Standort gewählt?
Die Hauptwache gilt als traditionsreicher und stark frequentierter Gastronomiestandort. Zudem entstand dort die passende Partnerschaft für die Umsetzung.
Was macht das Tankbier besonders?
Das Bier wird direkt aus Bayreuth in Tanks transportiert, durchgehend gekühlt gelagert und mit einem speziellen Side-Pull-Hahn gezapft. Dadurch bleibt es besonders frisch und entwickelt einen cremigen Schaum.












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