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2025 ist ein reiches Apfeljahr, doch was soll mit dem vielen Obst geschehen?
In Bayreuth gibt es so viele Äpfel wie seit Jahren nicht mehr. Was Hobbyobstgärtner mit der reichen Ernte anstellen können: Wir haben die besten Ideen für die Region zusammengetragen.
Ertragreiches Apfeljahr
1 Million Tonnen Äpfel werden dieses Jahr bundesweit geerntet. Das offenbart eine Schätzung des Statistischen Bundesamtes Sie ist damit 15,7% höher als im letzten Jahr. Wer selbst eigene Obstbäume im Garten stehen hat oder eine Streuobstwiese besitzt, glaubt diesen Zahlen sicher gerne. Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Quittenbäume hängen so voll, dass sich die Äste biegen und hier und da sogar abbrechen.
Lagerplätze dringend gesucht
Die Streuobstallianz im Bayreuther Land treibt derzeit eine Initiative voran, um Felsenkeller ausfindig und nutzbar zu machen, sodass die überreiche Ernte in diesem Jahr nicht verkommt und lange gelagert werden kann. Dabei können sich Kellerbesitzer, Hobbygärtner und Streuobstwieseninhaber über Deren Plattform informieren, austauschen und gegenseitig helfen.
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Was mach ich mit den vielen Äpfeln?
- Lagern: Wer die passenden Gegebenheiten dafür hat, sollte die Früchte auf jeden Fall einlagern. Bei richtiger Lagerung, mit ausreichender Belüftung und entsprechender Temperatur, lassen sich bestimmte Apfelsorten bis in den Frühling hinein aufheben und liefern so eine natürliche Vitaminquelle über die Wintermonate. Doch was kann außer Einlagerung noch mit dem vielen Obst gemacht werden?
- Verschenken: Ist immer eine gute Idee. In Bayreuth gibt es bereits ein reges Angebot für Foodsharing, mit etlichen aktiven „Foodsavern„. Dadurch können Lebensmittel geteilt und das Wegwerfen von Überschuss verhindert werden. Wo und wie die Lebensmittel geteilt werden können, erfährt man auf der Website des Bayreuther Transition-House.
- Eigenen Saft pressen: Bei lokalen Angeboten wie zum Beispiel der Obstkelterei Neudrossenfeld kann das eigene Obst, nach vorheriger Anmeldung abgeliefert und zu Saft verarbeitet werden. Die meisten Keltereien verarbeiten Äpfel, Birnen und Quitten. Bei der Anmeldung ist es wichtig das Gewicht der Ernte so gut wie möglich anzugeben, um eine reibungslose Abfolge der Termine zu gewährleisten. Auch sollte man sich so bald wie möglich anmelden, denn die Keltersaison ist kurz und die Termine sind schnell belegt.
- Einkochen/Fermentieren/Einlegen: Aus Obst lässt sich so einiges herstellen. Je nach Geschmack kann man mit etwas googeln Rezepte oder Workshops finden, mit denen man das Einkochen, Fermentieren oder Einlegen richtig lernen kann. Da die uralten Künste des Haltbar-Machens ohnehin gerade eine kleine Renaissance, ist das Jahr 2025 mit seiner starken Obst-Ernte ein passender Zeitpunkt, etwas Neues zu lernen und eventuell unbekannte Genüsse zu entdecken.











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