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„Blue Moon“ über Bayreuth: Seltenes Himmelsphänomen am Sonntagabend sichtbar
Am Sonntag erscheint über Bayreuth ein sogenannter „Blue Moon“ – der zweite Vollmond innerhalb eines Monats. Wo der seltene Vollmond besonders gut zu sehen ist, warum er gar nicht blau ist und was hinter seinem ungewöhnlichen Namen steckt.
Am Sonntagabend lohnt sich der Blick an den Himmel über Bayreuth: Dann erscheint ein sogenannter „Blue Moon“.
„Blue Moon“: Ein besonderes Ereignis
Wenn der Vollmond innerhalb eines Kalendermonats zweimal den Nachthimmel erhellt, nennt man dies einen Blue Moon (Blauer Mond). Dieses Ereignis dürfen wir in diesem Monat erleben, denn am 1. Mai war bereits Vollmond, und der nächste folgt am kommenden Sonntag, dem 31. Mai.
Der Mond benötigt etwa 29,5 Tage, um die Erde zu umrunden. Dass er zweimal in einem Kalendermonat als Vollmond erscheint, ist daher eine Seltenheit, die im Durchschnitt nur etwa alle zweieinhalb Jahre vorkommt. Der exakte Zeitpunkt des Vollmonds ist am Sonntag um 10:45 Uhr. Dann ist er von Bayreuth aus aber nicht sichtbar. Gegen 22 Uhr sollte er dann aber im Südosten aufgehen.
Wo der Blue Moon am Sonntag in und um Bayreuth zu sehen ist
Um 1:14 Uhr in der Nacht erreicht der Vollmond über Bayreuth seinen höchsten Stand. Grundsätzlich lässt sich der Blue Moon überall dort beobachten, wo der Blick Richtung Südosten möglichst frei ist. Allerdings könnte das angekündigte Regenwetter die Sicht auf das Himmelsschauspiel erschweren.
Wer den Vollmond dennoch bewusst beobachten möchte, findet auch in und um Bayreuth geeignete Orte mit wenig Lichtverschmutzung und freier Sicht. Dazu zählen etwa die Hohe Warte mit dem Siegesturm, die weitläufigen Wiesenflächen rund um die Eremitage oder die Höhenzüge oberhalb von Weidenberg. Besonders außerhalb der Stadt stehen die Chancen gut, den Mond ohne störendes künstliches Licht zu sehen.
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Ist der „Blue Moon“ wirklich blau?
Der Name führt allerdings leicht in die Irre: Tatsächlich erscheint ein Blue Moon normalerweise nicht blau. Die Bezeichnung beschreibt lediglich den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats.
Unter bestimmten Bedingungen kann der Mond allerdings tatsächlich bläulich wirken. Ursache dafür ist die sogenannte Mie-Streuung. Dabei gelangen feine Partikel – etwa nach Vulkanausbrüchen oder großen Waldbränden – in die Atmosphäre und verändern die Lichtstreuung. Dadurch kann der Mond zeitweise einen blauen Schimmer bekommen. Beobachtet wurde dieses seltene Phänomen beispielsweise nach Vulkanausbrüchen in Mexiko 1983 oder auf den Philippinen 1991.
Woher der Name?
Der Name „Blue Moon“ hat also nichts mit der tatsächlichen Farbe des Mondes zu tun. Woher die Bezeichnung genau stammt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.
Eine Theorie führt den Begriff auf das alte englische Wort „belewe“ zurück, das mit „verräterisch“ oder „betrügerisch“ übersetzt werden kann. Der zusätzliche Vollmond habe demnach den üblichen Mondkalender „verraten“, weil er nicht in den normalen Rhythmus passte. Sprachwissenschaftler bewerten diese Herleitung allerdings unterschiedlich.
Bekannt wurde der Begriff später vor allem durch die englische Redewendung „once in a blue moon“ – also „nur alle Jubeljahre“ – als Sinnbild für ein seltenes Ereignis.
Warum der Mond für Menschen seit Jahrhunderten wichtig ist
Der Mond begleitet den Alltag der Menschen seit Jahrtausenden – auch in Franken. Lange bevor es Kalender oder Wettervorhersagen gab, orientierten sich Bauern und Waldarbeiter an den Mondphasen. Der Vollmond spendete nachts Licht und galt als wichtiger Taktgeber für Aussaat, Ernte oder das Fällen von Holz.
Viele alte Bauernregeln und Bräuche rund um den Mond sind bis heute bekannt. Auch der Begriff „Mondholz“ stammt aus dieser Tradition: Holz, das zu bestimmten Mondphasen geschlagen wurde, sollte haltbarer sein und weniger reißen. Wissenschaftlich ist vieles davon umstritten – kulturell prägt der Mond die Menschen jedoch bis heute.
Hinzu kommt seine besondere Wirkung am Nachthimmel: Der Vollmond inspirierte seit jeher Geschichten, Mythen und Namen für die einzelnen Monate. Der Vollmond im Mai wird traditionell „Blumenmond“ genannt – ein Hinweis auf die Blütezeit des Frühlings.
Ausblick: Der nächste Blue Moon
Der nächste Blue Moon wird voraussichtlich im Dezember 2028 erwartet. Dann erscheint der sogenannte Kaltmond zweimal innerhalb eines Monats.
Ob der Himmel über Bayreuth am Sonntagabend tatsächlich wolkenfrei bleibt, entscheidet allerdings das Wetter. Selten bleibt ein Blue Moon dennoch allemal.
FAQs
Was ist ein Blue Moon?
Ein Blue Moon ist der zweite Vollmond innerhalb eines Kalendermonats.
Wie oft kommt ein Blue Moon vor?
Im Schnitt tritt er etwa alle zweieinhalb Jahre (2,72 Jahre) auf.
Ist der Blue Moon wirklich blau?
Nein, der Mond erscheint nicht tatsächlich blau. Eine seltene Blaufärbung kann nur unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen auftreten.
Wann ist der Blue Moon in Bayreuth genau sichtbar?
Der Mond geht gegen 22 Uhr im Südosten auf und erreicht seinen Höchststand gegen 1:14 Uhr in der Nacht.
Wann ist der nächste Blue Moon?
Der nächste Blue Moon wird im Dezember 2028 erwartet. Dann erscheint der Kaltmond zweimal innerhalb eines Monats.












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