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Endlich wieder drüber: Ölschnitz-Brücke in Bad Berneck freigegeben
von bt-Redaktion veröffentlicht am 13. Juni 2025, Update am 12. September 2025, am 28. Oktober, und am 31. Oktober 2025
Das Staatliche Bauamt Bayreuth teilt mit, dass die Instandsetzungsarbeiten an der Brücke über die Ölschnitz bei Bad Berneck abgeschlossen sind. Ab dem heutigen Nachmittag ist die Brücke auf der Bundesstraße 303 wieder vollständig für den Verkehr freigegeben.
Eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen in Bad Berneck ist wieder befahrbar. „Es freut mich sehr, dass die Brücke ab heute wieder befahrbar ist und der Verkehr fließen kann“, sagte Uwe Zeuschel, Leiter des Staatlichen Bauamts Bayreuth. Nach mehreren Monaten Bauzeit wurde die Brücke über die Ölschnitz am Freitag offiziell freigegeben.
Vollsperrung seit Mai 2025
Die Arbeiten zur Instandsetzung der Brücke begannen am 26. Mai 2025. Dafür musste die B303 an dieser Stelle vollständig gesperrt werden – eine lange Zeit für Anwohnerinnen, Anwohner und Pendler.
„Mein besonderer Dank gilt allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern sowie den Anwohnern für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauzeit“, betonte Zeuschel.
Nach dem Aufbringen der neuen Fahrbahnmarkierungen und dem Rückbau der Baustelleneinrichtung konnte das Projekt planmäßig abgeschlossen werden.
Die Umleitungsbeschilderung wird nun schrittweise entfernt. Da zahlreiche Schilder betroffen sind, kann dieser Vorgang noch einige Tage dauern.
Update am 28. Oktober
Die Brücke über die Ölschnitz bei Bad Berneck soll ab Freitag, den 31. Oktober, wieder befahrbar sein. De Brücke wurde über die vergangenen Monate hinweg erneuert worden.
Neuer Asphalt und Geländer
In der vergangenen Woche hat die Brücke eine neue Asphalttrag- und Deckschicht bekommen. Außerdem haben die Arbeiter auf beiden Seiten neue Brückengeländer montiert.
Letzte Arbeiten witterungsabhängig
Diese Woche stehen der Abbau der Gerüste und neue Fahrbahnmarkierungen auf dem Plan. Im Laufe des Freitags, 31. Oktober 2025, soll die Brücke wieder befahrbar sein. Das Staatliche Bauamt weist aber darauf hin: Weil die letzten Arbeiten witterungsabhängig sind, können sie nur unter Vorbehalt geplant werden. Die Umleitungsschilderung soll nach der Freigabe schrittweise abgebaut werden, was aufgrund des Umfangs ein paar Tage dauern kann.
Uwe Zeuschel, Leiter des Staatlichen Bauamts Bayreuth, bedankt sich für die Geduld der Verkehrsteilnehmer: „Uns ist bewusst, dass die Sperrung einer so wichtigen und stark befahrenen Strecke eine erhebliche Belastung darstellt. Umso mehr freut es mich, dass die Arbeiten planmäßig umgesetzt werden konnten.“
Update vom 12. September 2025
Mit dem Einbau der Übergangskonstruktion in der vergangenen Woche wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Sanierung der Brücke über die Ölschnitz in Bad Berneck erreicht.
Die Übergangskonstruktion ist ein speziell angefertigtes Stahlbauteil, das die Bewegungen zwischen dem Brückenüberbau und dem Brückenende aufnehmen soll. Das Bauteil wurde über die gesamte Breite der Brücke eingebaut und anschließend einbetoniert.
Bewehrung und Granitbordsteine: Aktueller Baufortschritt
Derzeit wird die Bewehrung der beiden Brückenkappen montiert, um die Tragfähigkeit der Betonbauteile zu erhöhen. Die Granitbordsteine als seitlicher Abschluss zur Fahrbahn sind bereits gesetzt. Anschließend erfolgen die Abdichtung der Brückenoberseite und die Ergänzung der Bewehrung. Diese Arbeiten sollen in der nächsten Woche abgeschlossen sein, sodass die Brückenkappen in der darauffolgenden Woche betoniert werden können.
Umfang der Sperrung
Die Bundesstraße 303 wird im Bereich der Brücke vollständig gesperrt. Weiterhin befahrbar bleiben jedoch die Abzweigungen zur Bahnhofstraße und Maintalstraße in Bad Berneck.
Umleitungen während der Bauzeit
Verkehr Richtung A9/Kronach (von Marktredwitz kommend):
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Umleitung ab Bischofsgrün/Glasermühle über die Staatsstraße 2464 nach Gefrees, anschließend über die Autobahn A9.
Verkehr Richtung Marktredwitz:
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Ab Bad Berneck über St 2460 nach Bayreuth, dann über Kreisstraße BT 12 nach Untersteinach, Weidenberg, St 2181, Warmensteinach und Fichtelberg auf die B 303 zurück.
Die für die Arbeiten notwendige Vollsperrung bleibt nach aktuellem Stand bis Ende Oktober 2025 bestehen.
Das Staatliche Bauamt Bayreuth bittet um Verständnis für mögliche Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit. Die ausgeschilderten Umleitungen sollen für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen.
Warum ist die Baumaßnahme an der Ölschnitzbrücke notwendig?
Die Ölschnitzbrücke ist in die Jahre gekommen. Wie jede Brücke wird auch sie durch eine spezielle Bauwerksabdichtung unter dem Asphaltbelag geschützt. Bei der Ölschnitzbrücke besteht diese Abdichtung aus Flüssigkunststoff. Bei turnusmäßigen Prüfungen im letzten Jahr wurde festgestellt, dass diese Abdichtung im Bereich der Fahrbahn undicht und teilweise lose ist. Im Herbst 2024 brachen bereits erste Stellen im Fahrbahnbelag auf, was kurzfristige Reparaturen zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit nötig machte. Eine grundlegende Instandsetzung ist daher unumgänglich, um die Brücke dauerhaft zu erhalten.
Was genau wird an der Brücke gemacht?
Die Bauarbeiten haben bereits am 2. Juni 2025 mit dem Aufbau eines Schutzgerüsts unter der Brücke begonnen. Die Baukosten für das Projekt belaufen sich auf rund 0,8 Millionen Euro. Die Arbeiten werden von der Firma Leonhard Weiss GmbH & Co. aus Göppingen durchgeführt. In den kommenden Monaten stehen folgende umfangreiche Arbeiten an:
- Abbruch: Der alte Fahrbahnbelag und die seitlichen Brückenkappen werden entfernt.
- Entfernung der alten Abdichtung: Die schadhafte Flüssigkunststoffabdichtung wird bis auf die Grundkonstruktion beseitigt.
- Übergangsbereiche: Der Übergang zwischen Brücke und Straße wird aus- und wiederhergestellt.
- Neue Abdichtung: Eine neue Abdichtung, die die Brücke dauerhaft vor aggressivem Streusalzwasser schützt, wird aufgebracht. Hierbei kommen witterungsempfindliche Materialien zum Einsatz.
- Betonarbeiten: Die neuen Brückenkappen werden betoniert.
- Geländer: Die Brückengeländer werden erneuert.
- Asphaltierung: Eine neue Asphaltdeckschicht auf der Brücke und den Fahrbahnanschlüssen sorgt für eine glatte Fahrbahn.
Aufgrund der hohen Anforderungen im Brückenbau, wie beispielsweise die einzuhaltenden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit bei den Abdichtungsarbeiten oder die Aushärtezeiten des Betons, kann es zu witterungsbedingten Verzögerungen kommen. Die gesamte Bauzeit wird auf rund fünf Monate geschätzt.
Warum ist eine Vollsperrung unvermeidlich?
Das Staatliche Bauamt Bayreuth betont, dass eine Vollsperrung der B303 aus mehreren Gründen zwingend erforderlich ist. Zum Einen müssen die strengen Richtlinien zur Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen eingehalten werden. Die Fahrbahnbreite der Ölschnitzbrücke ist nicht ausreichend, um sowohl einen sicheren Arbeitsraum für das Baustellenpersonal zu gewährleisten als auch den fließenden Verkehr gefahrlos an der Baustelle vorbeizuführen. Zum anderen würden bautechnische Aspekte, wie beispielsweise Rissbildung bei Betonarbeiten durch Erschütterungen oder Schwachstellen in der Abdichtung durch zusätzliche Übergänge bei einer halbseitigen Sperrung, die Lebensdauer der Brücke erheblich verkürzen. Daher ist die Vollsperrung aus Arbeitsschutz- und bautechnischen Gründen alternativlos.
Welche Straßen bleiben zugänglich?
Trotz der Vollsperrung der B303 bleiben einige wichtige Zufahrten offen:
- Die Abzweigung zur Bahnhofstraße (aus Richtung Himmelkron kommend) ist weiterhin befahrbar.
- Die Abzweigung zur Maintalstraße (aus Richtung Bischofsgrün kommend) ist ebenfalls zugänglich.
- Das Gewerbegebiet „Maintalstraße“ östlich der Baustelle ist für alle Verkehrsarten erreichbar.
Um den Verkehrsfluss zu optimieren und die Zufahrt für Rettungskräfte zu sichern, hat die Stadt Bad Berneck die Maintalstraße bis zur Blüchersruh als Einbahnstraße mit Fahrtrichtung stadtauswärts ausgewiesen.
Warum mehrere Baustellen gleichzeitig?
Mehrerer Baumaßnahmen im Umfeld (zum Beispiel die Straßensperrung Richtung Bischofsgrün) sind für die Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung. Das Staatliche Bauamt Bayreuth betont jedoch, dass die Arbeiten weder aufs nächste Jahr verschoben werden noch im Winter durchgeführt werden können.











Symbolbild, erstellt mit KI.
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