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„Das Gewicht der Welt“ – Film und Filmgespräch im Cineplex.
Die Uni Bayreuth und das Bündnis für Klima- und Artenschutz laden zur Dokumentation „Das Gewicht der Welt“ mit anschließendem Filmgespräch Cineplex Bayreuth ein.
Die Uni Bayreuth lädt in Kooperation mit dem Bündnis für Klima- und Artenschutz Bayreuth am Dienstag, 9. Juni um 19:30 Uhr zum Kinofilm „Das Gewicht der Welt“ mit anschließendem Filmgespräch ins Cineplex Bayreuth ein.
Der nachhaltig als beeindruckend bezeichnete Film begleitet drei WissenschaftlerInnen, die erkennen, dass ihre Forschung zum Klimawandel allein nicht mehr ausreicht. Der Film stellt eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen?
Um was geht es in „Das Gewicht der Welt“?
Wissenschaft soll sachlich sein: Fakten statt Gefühle. Aber eine neue Generation NaturwissenschaftlerInnen erlebt, wie ihre Forschung durch den Klimawandel aus den Fugen gerät. Statt die Wunder der Natur zu entdecken, sind Maria, Doktorin der Glaziologie, Sebastian, Professor für Physikalische Chemie, und Nana, Molekularbiologin, Chronisten einer untergehenden Welt. Aber niemand hört auf sie. Was tun? Statt sich frustriert in den Elfenbeinturm ihrer Forschung zurückzuziehen, verlassen Maria, Sebastian und Nana das Labor und werden zu Aktivist:innen, denn sie tragen auf ihren Schultern das Gewicht der Welt.
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Regisseur Florian Heinzen-Ziob über seinen Film
In seinen bisherigen drei Kino-Dokumentarfilmen (unter anderem „Dancing Pina“) habe er einen beobachtenden Stil entwickelt. Es gehe nicht um nicht um das Erklären, sondern um das Erzählen. Es seien die Protagonisten in seinen Filmen, die ihre Geschichten erzählen und den Zuschauer in eine fremde Welt mitnehmen.
Bei diesem Projekt sei er nicht länger nur interessierter Beobachter, sondern auch Betroffener. Ihre Krise sei auch seine Krise. Dass niemand auf ihre wissenschaftliche Expertise höre, sei auch sein Problem. Dass sie ihre Rolle neu definieren, mache auch ihm Hoffnung. Dass sie die Welt zwar nicht retten und trotzdem nicht verzweifeln, habe ihn berührt.
Eine Arbeit über zwei Jahre
Für „Das Gewicht der Welt“ hat Florian Heinzen-Ziob die Wissenschaftler Nana, Maria und Sebastian über zwei Jahre begleitet. Es sei oft eine schmerzhafte Reise gewesen, in welcher er Deutschland erlebt habe, so der Regisseur.
„Wir haben die Klimakrise trotz aller Warnun- gen der Wissenschaft nicht abgewendet. Weshalb ein Film über den Klimawandel im Jahr 2026 davon handeln muss, wie wir mit diesem Scheitern umgehen. Wie wir trauern, wie wir Abschied nehmen und trotzdem hoffnungsvoll bleiben und Verantwortung übernehmen.“
Am Ende seiner Reise sei die Welt zwar nicht gerettet, aber er hätte eine Antwort, wenn seine Kinder ihn 2050 fragen würden: „Was hast du damals eigentlich gemacht, Papa?“ Dann würde er ihnen „Das Gewicht der Welt“ zeigen.
Dr. Nana-Maria Grüning, Stimme der Klimakrise
Die Molekularbiologin arbeitet am Institut für Biochemie der Berliner Charité und nutzt ihren wissenschaftlichen Hintergrund um als prominente Vertreterin der Klimaschutzbewegung eine Stimme zu geben. Sie tut dies vor allem als Mitbegründerin der Organisation „Scientist Rebellion“.
Scientist Rebellion möchte mobilisieren, angemessen auf die bedrohliche Realität zu reagieren. Man möchte möglichst viele WissenschaftlerInnen und AkademikerInnen für verschiedene Aktionen des friedlichen zivilen Ungehorsams gewinnen.
„Wenn wir aus unserer alltäglichen Komfortzone heraustreten, können wir besser verdeutlichen, wie wichtig es uns ist, dass die BürgerInnen den Ernst der Lage begreifen“, so Dr. Nana-Maria Grüning.
Filmgespräch in Bayreuth mit den Protagonisten
Die Uni Bayreuth lädt in Kooperation mit dem Bündnis für Klima- und Artenschutz Bayreuth im Anschluss an die Filmvorführung zu einer Diskussionsrunde ein. Teilnehmende werden sein:
- Dr. Nana-Maria Grüning, Molekularbiologin, hat Scientist Rebellion Deutschland mit aufgebaut
- Prof. Dr. Sebastian Seiffert, Professor für physikalische Chemie an der Uni Mainz, Scientists for Future
- Florian Heinzen-Ziob, Regisseur, bekannt für seinen preisgekrönten Dokumentarfilm „Dancing Pina“
- Prof. Dr. Susanne Tittlbach, Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit der Uni Bayreuth
FAQ
Wann und wo kann man „Das Gewicht der Welt“ sehen?
Die Vorführung findet am Dienstag, 09. Juni um 19:30 Uhr im Cineplex in Bayreuth statt.
Wo kann man Tickets für den Film vorbestellen?
Tickets gibt es unter www.cineplex.de
Welchen Inhalt hat „Das Gewicht der Welt“?
Eine ausführliche Filmkritik kann man hier nachlesen:












An der Kreuzung Nordring/Hindenburgstraße kollidierte das Auto des Flüchtigen mit einem Streifenwagen. Foto: Stefanie Schweinstetter
Am Fenster des Wohnhauses hängt eine Regenbogenflagge. Sie gilt weltweit als Symbol für die LGBTQ+-Community und steht für Vielfalt, Akzeptanz und die Gleichberechtigung unterschiedlicher sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. Foto: Fabien Popp