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Das steckt hinter der Baustelle in der Ludwig-Thoma-Straße
In Bayreuth laufen derzeit umfangreiche Bauarbeiten, die die lokale Energieversorgung nachhaltig verändern sollen. Die Stadtwerke Bayreuth verbinden ihre bestehende Energiezentrale in der Röntgenstraße mit einer neuen Zentrale in der Ludwig-Thoma-Straße.
Für die Verbindung zwischen den Energiezentralen werden sechs Fernwärmeleitungen mit einem Durchmesser von 45 Zentimetern verlegt. Die neue Energiezentrale in der Bayreuther Altstadt entsteht im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen markgräflichen Reitergarnison. Sie soll einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Wärmeversorgung der Stadt leisten.
Lösung für steigenden Wärmebedarf und Nachhaltigkeit
„Wir stoßen mit unserer bisherigen Anlage an Leistungsgrenzen. Gleichzeitig müssen wir unser Fernwärmenetz nachhaltiger gestalten. Die neue Energiezentrale löst beide Herausforderungen“, erklärt Markus Rützel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bayreuth.
Er weist darauf hin, dass Fernwärme in dicht bebauten Innenstadtlagen eine zentrale Rolle spielen wird. Alternative Heizsysteme wie Biomasse oder private Wärmepumpen stoßen hier an ihre Grenzen.
Das betroffene Fernwärmenetz erstreckt sich über rund 1,5 Kilometer und versorgt bislang ausschließlich mit fossiler Energie. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass bis 2030 mindestens 30 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Mit den geplanten Wärmepumpen soll dieser Wert laut den Stadtwerken bereits deutlich früher erreicht werden.
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Wärmepumpen mit großem Potenzial
In der neuen Energiezentrale werden zunächst drei Großwärmepumpen mit einer Leistung von 2 Megawatt installiert. Später ist ein Ausbau auf bis zu 15 Megawatt möglich. Die Pumpen erzeugen Wärme von mindestens 70 Grad und decken damit die gesetzlichen Vorgaben ab.
„Allein die erste Ausbaustufe entspricht der Leistung von rund 400 Wärmepumpen in Einfamilienhäusern“, betont Rützel. Damit wird nicht nur die Nachhaltigkeit gesteigert, sondern auch die Versorgungssicherheit verbessert. Durch die neue Leitungsverbindung lassen sich künftig doppelt so viele Kunden mit Fernwärme versorgen.
Baufortschritt und Investitionen
Die Verlegung der Leitungen soll bis Anfang November abgeschlossen sein. Anschließend konzentrieren sich die Arbeiten auf die Ausstattung der neuen Energiezentrale. Geplant sind neben den Wärmepumpen auch Rückkühler und zwei Wärmespeicher mit jeweils 15 Metern Höhe.
Die Investitionskosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Ein zweiter Bauabschnitt sieht vor, Abwärme der Firma Blaha in das Netz einzuspeisen.
„Bayreuth will bis 2040 klimaneutral sein. Die Wärmewende ist ein entscheidender Hebel, da der Energiebedarf hier besonders hoch ist. Mit der Investition in die neue Zentrale gehen unsere Stadtwerke einen wichtigen Schritt“, sagt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger.












"Die dicksten Eier der Welt". Dieses Lied hörte Werner M. vor der Tat so laut, dass es auch noch in der Nachbarwohnung zu hören war. © Stefanie Schweinstetter
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