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Vandalismus

Eckersdorfer Siegesturm wieder geöffnet – doch es gibt ein großes „Aber“

Der Siegesturm am Waldfriedhof ist für viele Einheimische und Besucher seit jeher ein Geheimtipp: Nach dem Aufstieg bietet sich ein herrlicher Panoramablick auf das Schloss Fantaisie und die umliegende Natur. Doch in den vergangenen Monaten blieb das Tor zum Turm verschlossen. Der Grund waren massive Vandalismusschäden im Inneren und an der Fassade.

Vandalismus führt zur Sperrung

Immer wieder sind am Siegesturm neue Schmierereien und Beschädigungen entdeckt worden. „Es ist wirklich ärgerlich und schade, dass solche Idioten und Trottel (m/w/d) den schönen Turm innen wie außen derart verunstalten“, ärgert sich die Bürgermeisterin. Die Reinigung und Wiederherstellung des historischen Bauwerks hat die Gemeinde bereits mehrere tausend Euro an Steuergeldern gekostet und eine vollständige Reinigung des Sandsteins könnte laut Verwaltung einen fünfstelligen Betrag verschlingen.

„In unserem Land und dieser Zeit ist es ohnehin schwierig genug für die Gemeinden, da braucht es sowas nicht wirklich. Seid vernünftig…“, so die Bürgermeisterin weiter.

Abgeschiedene Lage begünstigt die Schmierfinken

Ein Problem sei die abgelegene Lage des Siegesturms am Waldrand. Hier haben die Täter freie Hand – im wahrsten Sinne des Wortes ist Tür und Tor geöffnet, heißt es von Seite der Gemeinde. Ob die Gemeinde den Turm im kommenden Jahr komplett sanieren lässt, soll im Rahmen der nächsten Haushaltsberatungen entschieden werden.

Turm wieder zugänglich, aber mit Einschränkungen

Trotz der Schäden ist der Siegesturm nun wieder geöffnet, allerdings mit einem deutlichen Warnhinweis. „Wer den Turm besucht, auch mit Kindern, darf sich an den Schmierereien nicht stören“, erklärt die Gemeindechefin. Die Schäden seien bekannt, man werde über das weitere Vorgehen beraten. Damit reagierte die Gemeinde auf zahlreiche Bürgeranfragen und Anträge aus dem Gemeinderat, den Aussichtspunkt wieder zugänglich zu machen.

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Vandalismus ist eine Straftat

Die Bürgermeisterin stellt klar: „Bei diesen Verunstaltungen handelt es sich um vorsätzliche Sachbeschädigung öffentlichen Eigentums, also um eine Straftat.“ Die Gemeinde wird künftig unverzüglich Strafanzeige erstatten, sobald Hinweise auf die Täter vorliegen.

Daher appelliert sie eindringlich an die Bevölkerung: „Seien Sie wachsam und melden Sie uns Beobachtungen, die auf die Verursacher hinweisen könnten. Bitte gehen Sie sorgsam mit öffentlichem Eigentum um. In Zeiten wie diesen ist es ohnehin schwer genug für die Gemeinden, da braucht es sowas wirklich nicht.“

Fazit: Ein Turm mit Aussicht und Nachdenkpotenzial

Der wieder geöffnete Siegesturm bei Schloss Fantaisie bleibt ein lohnendes Ausflugsziel, aber auch ein Mahnmal gegen Vandalismus und Respektlosigkeit gegenüber öffentlichem Eigentum. Ob die Gemeinde die Mittel für eine aufwendige Sanierung bereitstellen kann, entscheidet sich im nächsten Jahr. Bis dahin bleibt der Turm offen und das „Aber“ unübersehbar.