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Bayreuther Persönlichkeiten

Ein Bayreuther in der A-Nationalmannschaft

von Stephan Müller

Wenn Deutschland heute in Luxemburg spielt, denken wir an den einzigen Einsatz eines Bayreuthers in der A-Nationalmannschaft zurück. Hans „Jumbo“ Zeitler erzielte beim 3:0 in Luxemburg am 20. April 1952 auch gleich ein Tor und wurde von Sepp Herberger in das Olympiateam 1952 (Juli 1952) berufen.

Beim olympischen Fußballturnier 1952 in Helsinki sorgte er mit seinem Treffer in der Verlängerung gegen Brasilien für den Einzug ins Halbfinale und 1956 in Melbourne gehörte Hans Zeitler (zusammen mit dem Bayreuther Fritz Semmelmann) ebenfalls dem deutschen Olympia-Aufgebot an.

Treue zu Bayreuth und Vereinskarriere

Insgesamt bestritt er elf Amateurländerspiele und schoss dabei sieben Tore. Trotz lukrativer Angebote blieb er Bayreuth immer treu. Es spielte vor allem für den VfB Bayreuth. Später stieg er mit der SpVgg Bayreuth in die damalige 2. Liga Süd auf.

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Verpasste WM-Nominierung und Titel in der Bayernliga

Sein Wunsch, in Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft 1954 aufgenommen zu werden, ging nicht in Erfüllung. In Bayreuth spielte er für den VfB, die SpVgg und den 1. FC. In den Reihen des VfB Bayreuth wurde der Mittelstürmer im Jahr 1954 mit 26 Treffern Torschützenkönig. 1956 konnte er mit den „Prellmühlern“ und 1959 mit der SpVgg die Bayernliga-Meisterschaft feiern. Mit den Altstädtern gelang ihm der Aufstieg in die zweite Division. Später wechselte er zum 1. FC Bayreuth, bei dem er nach seiner aktiven Zeit auch als erfolgreicher Jugend-Trainer tätig war.

Dreikampf um die Vorherrschaft im Bayreuther Fußball

In den 50er Jahren gab es in der 1. Amateurliga Bayern Nord einen ständigen Dreikampf um die Vorherrschaft im Bayreuther Fußball.

Die großen Jahre von VfB und SpVgg Bayreuth

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Im Jahr 1956 holte sich der VfB um Jumbo Zeitler den Nordbayern-Titel und setzte sich in den Endspielen um die Bayerische Meisterschaft gegen den Südmeister ESV Ingolstadt durch. Im Jahr 1959 gelang das selbe Kunststück der SpVgg Bayreuth (in der Tabelle vor dem 1. FC und dem VfB!).

Aufstieg der Altstädter in die zweite Liga

Die Altstädter siegten im Endspiel um die Bayerische Meisterschaft gegen Schwaben Augsburg und setzten sich auch in der Aufstiegsrunde zu zweiten Liga Süd durch. Im Gegensatz zum VfB drei Jahre vorher gelang den Altstädtern, für die neben Fritz Semmelmann nun auch Jumbo Zeitler spielte, in einer spannenden Qualifikationsrunde der Aufstieg in die zweite Liga. Drei Jahre spielten die Altstädter in der „zweiten Division“ gegen Traditionsvereine wie Darmstadt 98, Freiburger FC, SV Waldhof Mannheim oder Hessen Kassel.

Stephan Müller

Stephan Müller

Stephan Müller ist Stadtrat, Hobbyhistoriker, freiberuflicher Journalist und Autor zahlreicher Bücher zur Geschichte Bayreuths. Für das Bayreuther Tagblatt hat er sein Archiv geöffnet. Die besten Anekdoten gibt es immer wieder hier beim bt.