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Feel U Free Festival – Musik und Naturnähe
Beim Feel U Free Festival im Schorgasttal wird drei Tage lang Gemeinschaft und Nähe zur Natur gefeiert.
Feel U Free – Festival im Grünen
Die Veranstalter vom KuKuMe e.V. erfüllen sich am Freitag den 05. September einen lang gehegten Traum: Sie stellen ihr erstes eigenes Festival auf die Beine: das Feel U Free Festival im Schorgasttal.
„Das FuF Festival verkörpert, was uns alle verbindet: Liebe, Freiheit & das unbeschwerte Sein.“ – Motto auf Instagram
Bei der Veranstaltung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm: Drei Tage lang steht der Steinbruch ganz im Zeichen von Kunst und Kultur, begleitet von einem viertägigen Campingangebot. Im idyllischen Grün des Schorgasttals, zwischen Bäumen, Felsen und dem Fluss, können sich die Gäste ganz naturverbunden fühlen. Auf zwei Bühnen treten rund 50 Künstler auf und sorgen insgesamt für etwa 80 Stunden Livemusik. Ergänzt wird das musikalische Programm durch Workshops, DIY-Upcycling-Angebote, visuelle Installationen und Performances.
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Naturverbundenheit steht im Fokus
Nach Aussage der Veranstaltenden ist das Festival bewusst klein und überschaubar mit etwa 350 Gästen geplant. Zum Vergleich, das Bayreuther Eisstadion fasst eine Zuschauermenge von 4.555 Besuchern. Das FUF richtet sich an ein vielfältiges, generationenübergreifendes Publikum und legt Wert auf Barrierefreiheit sowie eine naturverbundene Atmosphäre. Achtsamkeit, Kunst und Gespräche zu nachhaltigen Themen sind Kernelemente der Veranstaltung. Ziel ist ein respektvolles Miteinander und Raum für persönliche Entwicklung in Verbindung mit der Natur.
Wann: 5.-7. September
Wo: Schorgasttal 60, 95339 Wirsberg
Preise: 3-Tages-Ticket für 98,61 Euro
1 Tages-Ticket zwischen 25 und 49 Euro
Shuttle-Bus zum Bayreuther Hauptbahnhof
Einfache Fahrt: 5 Euro – die genauen Zeiten entnehmen Sie dem Ticket-Shop
Besondere Investition in Naturschutz
Trotz des finanziellen Risikos, das durch diesen späten Termin entsteht, haben sich die Veranstalter entschieden, den Naturschutz dem Profit vorzuziehen:
„September ist wegen des Wetters halt auch ein großes Risiko, wenn’s schlecht wird kommt keiner, dann verlieren wir einen Haufen Geld, mit dem wir in Vorleistung gegangen sind“
Damit die umgebende Natur nicht beeinträchtigt wird, haben die Veranstalter eng mit den Naturschutzbehörden zusammengearbeitet um die „Bewohner“ der Location nicht zu stören.
Das Festival wurde gezielt in den September gelegt, denn die Echsen, Salamander, Bienen und Brutvögel, die vor Ort leben, sind zu dem Zeitpunkt schon mit ihren Brutzyklen am Ende und werden darin nicht gestört.
Auch das angrenzende Biotop wird besonders ausgiebig gesichert und wir gehen selbst in massive finanzielle Vorleistung, um Feuerwehr, THW und ein übermäßig großes Team von Sicherheitskräften zu engagieren, damit die umliegenden geschützten Flächen nicht von Festivalgängern betreten oder verunreinigt werden.
– die Veranstaltenden
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Mit großem Einsatz dabei
Man setzt auf Nachhaltigkeit, Rücksichtnahme und Transparenz.
„Wir haben ein umfassendes Müllkonzept, ein Pfandsystem, geben Taschenaschenbecher aus, achten auf Sensibilisierung der Gäste, was aufräumen angeht. Es gibt freiwillige Clean-Up-Teams.“
Die Veranstaltenden arbeiten nach eigener Aussage auf ehrenamtlicher Basis. Was sie vor allem mit dem Festival erreichen wollen, ist nicht Profit, sondern im ländlichen Raum ein Angebot für Kreativität und Gemeinschaft für alle Altersgruppen zu schaffen. Im Gespräch wurde uns erzählt:
„Bisher sind in den Aufbau der Location bereits 800 Arbeitsstunden geflossen und wir haben 25.000 Euro investiert. Beim Abbau brauchen wir dann wohl nochmal so viel Zeit. Das machen wir alles neben Beruf und Familie.“
Kritik zurückgewiesen
Nach Aussage der Veranstaltenden wurden in der Gemeinde Wirsberg Stimmen laut, die das Festival nahe des Landschaftsschutzgebietes heftig kritisieren. Die Natur werde gestört und die Idylle vor Ort durch Müll zerstört. Laut den Veranstaltern, die auch Naturschutzbehörden und den Wirsberger Gemeinderat auf ihrer Seite wissen, ist diese Kritik aber unbegründet, da akribisch auf den Schutz der Umgebung geachtet wird.











Symbolbild: Pixabay
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