Furiose Aufholjagd: medi bayreuth dreht Spiel gegen Jena

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medi bayreuth besiegt Science City Jena mit 103:78. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte kämpften sich die Heroes of Tomorrow in die Partie und triumphierten am Ende deutlich. Den VIP-Talk mit Raoul Korner finden Sie über dem Video.

Schon zwanzig Minuten vor dem Anpfiff machten die mitgereisten Fans aus Jena ordentlich Stimmung. In dem mit schwarz-orangenen Schals bestückten Gästeblock stimmten sich die Science City Anhänger mit Trommeln, Liedern und Sprechchören auf die Partie ein. Vor dem Spiel gab es einen extra Applaus für Bastian Doreth, der zum 250. Mal für medi bayreuth auf dem Platz steht.

Jena zu Beginn sicherer

Beim Nachholspiel des zweiten Spieltags gingen die Heroes of Tomorrow mit Adonis Thomas, Kyan Anderson, Eric Mika, Kassius Robertson und De’Mon Brooks ins Spiel. Vom Start an signalisierten die Fans in der Oberfrankenhalle ihre Unterstützung für die Heroes of Tomorrow. Von Frust nach den letzten sechs Spielen ohne Sieg war auf den Rängen nichts zu spüren. Auf dem Platz kam Bayreuth durch Martin zu den ersten Punkten. Doch Jena hielt dagegen. Besonders Reggie Williams, der alle drei seiner Dreierversuche im Korb versenkte, machte der Bayreuther Defensive zu schaffen. Die wohl sehenswerteste Szene des ersten Viertels war ein raffinierter Pass von De’Mon Brooks, den Robertson in einem Fluss per Korbleger vollendete. Dennoch stand es zur Viertelpause 17:28 aus Bayreuther Sicht. Auffällig war dabei insbesondere die unterschiedlichen Wurfquoten. Während Jena 86 Prozent seiner Dreier traf, waren es bei Bayreuth nur 25 Prozent.

Adonis Thomas unter dem Korb. Foto: Redaktion.

Bayreuth kämpft sich ran

Auch im zweiten Viertel feuerten die Jenaer ihr Team ohne Pause an. Selbst in der Auszeit trommelten und peitschten die Fans aus Thüringen ihre Mannen nach vorne. Das zahlte sich für die Gäste aus. Während Bayreuth in Teilen zu zögerlich agierte, profitierten die routinierten Gäste von ihrer Erfahrung und spielten sich in der Offensive wiederholt geduldig frei. So konnten die Jenaer im Angriff häufig freie Würfe nehmen oder den Ball sogar mehrfach per Dunking im Korb unterbringen. Bayreuth war dabei oft einen Schritt zu langsam. Zudem leisteten sich die Heroes of Tomorrow in der Offensive zu viele leichte Ballverluste. Jena konnte so zwischenzeitlich eine Führung von 14 Punkten herausspielen. Doch das Team von Raoul Korner kämpfte sich heran. Zur Pause führten die Gäste mit 45:39, da Adonis Thomas einen Dreier mit der Halbzeitsirene versenkte.

Kyan Anderson für medi in der Defensive. Foto: Redaktion.

Fulminanter Start in Halbzeit zwei

Viertel Nummer drei begann genauso wie das zweite Viertel geendet hatte: mit einem Dreier für Bayreuth. Dieses Mal war es De’Mon Brooks, der den Ball im Korb versenkte und die Oberfrankenhalle zum explodieren brachte. Als im Gegenzug Martin den Angriff der Gäste stoppte und Robertson einen weiteren Drei-Punkte-Wurf nachlegte, gelang den Heroes of Tomorrow der umjubelte Ausgleich. Wenig später gingen die Bayreuther zum ersten Mal seit Spielbeginn in Führung. Plötzlich schien alles zu klappen. Nach zwei weiteren erfolgreichen Dreiern führte das Team von Raoul Korner mit 53:47. Und die Bayreuther bauten ihren Vorsprung aus. Lautstark feierten die Fans in der Halle die Leistung ihres Teams. Nach einem umjubelten Dreier von Adonis Thomas zum 65:53 nahm Jena-Coach Björn Harmsen eine Auszeit um seine Mannen neu auszurichten. Die Bayreuther konnten ihre Führung dennoch ausbauen. Am Ende stand es 71:58 für medi.

Souveränes Finish

Am Ende ließen sich die Heroes of Tomorrow die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Im Gegenteil. Die Leichtigkeit war zurück in den Füßen der medi-Spieler, sodass das Team von Raoul Korner dem Gegner weiter davon ziehen konnte. Besonders im Anbetracht der zwei weiteren Heimspiele binnen einer Woche, kann dieses Erfolgserlebnis gegen Jena im Saisonendspurt noch sehr wichtig werden. Bereits eine Minute vor dem Schluss schallten die “Sieg”-Sprechchöre durch die Oberfrankenhalle.

De’Mon Brooks auf Adonis Thomas. Foto: Redaktion.