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Hammerstatt vor Umbau: Bayreuth plant neues Stadtquartier
Für die Hammerstatt beginnt die nächste Phase ihrer Entwicklung. Der Stadtrat hat Ende Juni die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Ziel ist es, rund um den Hammerstätter Hof mehr Wohnraum zu schaffen, Wege zu verbessern und das Quartier an die heutigen Anforderungen anzupassen.
Die Hammerstatt steht vor einer umfassenden städtebaulichen Weiterentwicklung. Mit dem Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans hat der Stadtrat den Startschuss für das Planverfahren gegeben. Unter dem Titel „Urbanes Quartier Hammerstatt“ soll das Gebiet in den kommenden Jahren schrittweise neu geordnet werden.
Im Mittelpunkt stehen der Hammerstätter Hof und die angrenzenden Bereiche entlang der Friedrich-Ebert-Straße. Nach Angaben der Stadt besteht dort unter anderem Handlungsbedarf beim Wohnungsbau, den Wegeverbindungen und der Klimaanpassung. Mit einer aktuellen Mitteilung weist die Stadt auf den Beginn des Bebauungsplanverfahrens hin. Bürgerinnen und Bürger mit Fragen können sich an das Stadtplanungsamt wenden.
Warum die Stadt neu plant
Die bisher geltenden Bebauungspläne stammen teilweise noch aus den 1960er Jahren und gelten aus Sicht der Verwaltung als nicht mehr zeitgemäß. Gleichzeitig habe sich das Umfeld mit dem Hans-Walter-Wild-Stadion, dem Christian-Ernestinum und den angrenzenden Wohngebieten in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert.
Mit dem neuen Bebauungsplan soll deshalb die Grundlage für eine langfristige Entwicklung geschaffen werden.
Mehr Wohnungen, bessere Wege und mehr Grün
Die Stadt verfolgt mit dem Projekt mehrere Ziele. Rund um den Hammerstätter Hof soll zusätzlicher Wohnraum entstehen, ohne den Charakter des Quartiers grundlegend zu verändern. Gleichzeitig sollen Grün- und Freiflächen erhalten und aufgewertet sowie Fuß- und Radwege verbessert werden. Auch die Verkehrsführung im Quartier wird im Rahmen der Planungen überprüft.
Grundlage dafür ist der bereits 2024 entschiedene städtebauliche Wettbewerb. Der Siegerentwurf des Münchner Büros zillerplus sieht eine behutsame Nachverdichtung mit neuen Wohngebäuden und Freiräumen vor.
Sanierungsgebiet bleibt länger Thema
Parallel zum Bebauungsplan überprüft die Stadt auch die Ziele des bestehenden Sanierungsgebiets. Dieses war ursprünglich bis 2028 angelegt. Da die geplanten Maßnahmen voraussichtlich mehr Zeit benötigen, soll geprüft werden, ob der Zeitraum verlängert wird. Dadurch könnten auch künftig Fördermittel aus der Städtebauförderung genutzt werden.
FAQ zum Quartier Hammerstatt
Was hat der Stadtrat beschlossen?
Der Stadtrat hat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das „Urbane Quartier Hammerstatt“ beschlossen. Damit startet das offizielle Planverfahren für die städtebauliche Weiterentwicklung des Gebiets rund um den Hammerstätter Hof.
Wo liegt das Plangebiet?
Das rund neun Hektar große Gebiet umfasst den Hammerstätter Hof, Teile der Friedrich-Ebert-Straße sowie angrenzende Bereiche rund um das Hans-Walter-Wild-Stadion, das Gymnasium Christian-Ernestinum und bestehende Wohngebiete.
Warum ist ein neuer Bebauungsplan notwendig?
Die bisherigen Bebauungspläne stammen teilweise noch aus den 1960er Jahren und entsprechen nach Angaben der Stadt nicht mehr den heutigen Anforderungen. Mit dem neuen Plan sollen künftige Entwicklungen rechtlich ermöglicht und gesteuert werden.
Was soll sich in der Hammerstatt ändern?
Geplant sind unter anderem zusätzlicher Wohnraum, attraktivere Grün- und Freiflächen, bessere Fuß- und Radwege sowie eine Neuordnung einzelner Verkehrs- und Parkflächen. Ziel ist ein lebendiges Quartier, in dem Wohnen, Freizeit, Schule und Sport gut miteinander verbunden sind.
Wann wird in der Hammerstatt gebaut?
Das ist noch nicht klar. Mit dem Aufstellungsbeschluss beginnt zunächst das Bebauungsplanverfahren. Bevor gebaut werden kann, müssen die Planungen konkretisiert, Behörden beteiligt und die Öffentlichkeit einbezogen werden. Erst nach Abschluss des Verfahrens schafft der Bebauungsplan die Grundlage für spätere Bauprojekte.
Was bedeutet „Urbanes Quartier“?
Mit einem urbanen Quartier ist ein Stadtviertel gemeint, in dem verschiedene Nutzungen eng zusammenkommen. Neben Wohnungen können dort beispielsweise auch Dienstleistungen, kleinere Geschäfte, Gastronomie oder soziale Einrichtungen Platz finden – sofern sie das Wohnen nicht wesentlich beeinträchtigen.
Wird die Hammerstatt in Zukunft ganz anders aussehen?
Die Stadt betont, dass der Charakter des Stadtteils erhalten bleiben soll. Ziel ist eine behutsame Weiterentwicklung. Grundlage ist der Siegerentwurf eines städtebaulichen Wettbewerbs, der eine Nachverdichtung vorsieht, ohne den gewachsenen Charakter des Quartiers aufzugeben.
Können sich Bürger beteiligen?
Ja. Im Bebauungsplanverfahren sind gesetzlich Beteiligungen der Öffentlichkeit vorgesehen. Wenn es soweit ist, informieren wir gesondert darüber. Die Stadt weist aber auch jetzt scho darauf hin, dass Fragen zum Verfahren an das Stadtplanungsamt gerichtet werden können.












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