Haufer: medi bayreuth will Kampf um Playoff-Plätze aufnehmen

Kurz vor dem Saisonstart äußert sich der sportliche Leiter von medi bayreuth, Matt Haufer, zur neuen Saison der Heroes of Tomorrow.

Matt Haufer über…

…Raoul Korners Doppelrolle als medi- und Österreich-Coach

Ich glaube nicht, dass es so schwierig wird, wie vielleicht teilweise von einigen gedacht wurde. Ich bin mir sicher, dass es machbar sein wird. Wir können Raoul Korner als Person und Trainer gut einschätzen und wissen, was er für ein akribischer und gewissenhafter Arbeiter ist, der Basketball buchstäblich 24 Stunden am Tag lebt. Da ja das erste Nationalmannschaftsfenster wegfällt, wird sich das auch zudem noch etwas entzerren.

Raoul-Korner

Foto: Ochsenfoto

…die Rückkehr von James Robinson

Die ersten Zeichen sehen schon ganz gut aus. Man kann bereits jetzt erkennen, dass es ein anderer James Robinson ist, als noch bei seinem ersten Auftritt. Er war ja schon ein guter Spieler, aber jetzt scheint es, als hätte er erkannt, was er tun muss, um ein sehr guter Akteur zu werden. (…) Vor und nach dem Training ist James noch lange in der Halle, um eben an seinen bisherigen Schwächen, was unter anderem der Wurf von außen war, zu arbeiten. Er scheint auch körperlich fitter zu sein und ich glaube, er hat gemerkt, was er an Bayreuth hat. Deswegen hat James sich wohl auch dazu entschieden zurückzukommen und mit einem Jahr Pause genau das jetzt macht, was wir hier wollen, nämlich Spieler zuentwickeln und weiterzubringen, so dass sie das nächste Level erreichen können.

James Robinson am Ball. Foto: Susanne Jagodzik

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…die Verpflichtung von Reid Travis

Was Reid Travis angeht, ist er mit Sicherheit ein Spieler, der große Möglichkeiten hat, eine richtig gute Karriere hinzulegen. Alleine schon durch die Tatsache, dass er ein moderner Fünfer ist und durchaus auch einen guten Mitteldistanzwurf hat, aber auch die Physis besitzt in der Zone zu agieren, macht sein Paket an Fertigkeiten sehr interessant. Ich glaube, dass er ein sehr reflektierter Typ ist. Das zeigt schon die Tatsache, dass er sich eben für Europa entschieden hat, auch wenn es durchaus ein paar kritische Stimmen inden USA gab, die der Meinung waren, er hätte nach seiner Zeit an den Unis von Stanford und Kentucky in die NBA gehen sollen.

Reid Travis mit dem Blick nach oben. Für medi trägt er die Nr. 22. Foto: Frederik Eichstädt.

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…die Struktur des medi-Teams

Wir haben nicht das athletischste Team der Liga, wir werden vielleicht auch nicht die talentierteste Mannschaft in der easyCredit BBL haben, aber wir werden im Endeffekt Spieler haben, die Basketball verstehen und die entsprechend als Mannschaft zusammen Interesse daran haben, dass es funktioniert. Am Ende kann das eventuell sogar wichtiger sein.

Das Team für die Saison 2019/2020. Foto: Susanne Jagodzik

…das Saisonziel

Naja, das Saisonziel ergibt sich immer aus der Konstellation der Liga. Man hat vier Teams, wenn alles normal läuft, die einen Playoff Platz relativ sicher haben. Es bleiben also vier Plätze übrig. Genau um diese schlägt sich dann die komplette Liga. Es gibt eigentlich niemanden, der ernsthaft das Saisonziel „nicht absteigen“ ausgegeben hätte. Selbst Hamburg, als Aufsteiger, hat sofort selbstbewusst formuliert, dass sie mit den Playoffs was zu tun haben möchten. Wenn ich mir die Kader anschaue ist es tatsächlich so, dass man keine ernsthaften Prognosen tätigen kann oder Teams findet, die deutlich über oder unter den anderen sind. Nach den bekannten vier Mannschaften, schlägt sich alles um die weiteren vier Plätze. Unser Saisonziel musses also sein, dass wir den Kampf um die verbleibenden vier Playoff Spots mit aufnehmen können.

Wohin führt der Weg im FIBA Europe Cup? Foto: Susanne Jagodzik.

…die Ziele im FIBA Europe Cup

Wir wollen die Gruppenphase überstehen und schauen, wie weit man kommt. Die Chance, in einem europäischen Wettbewerb weit vorzustoßen, hat man selten, deshalb sollte dies auch ein wichtiges Ziel sein, hier weit zu kommen undein wenig Selbstvertrauen für die BBL zu tanken.