medi bayreuth vs. Brose Bamberg

Heißer Kampf: medi verliert Oberfrankenderby

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Am Freitagabend empfing medi bayreuth Lokalrivalen Brose Bamberg zum Derby in der Oberfrankenhalle. Im letzten Heimspiel der Saison musste sich Bayreuth dem Rivalen mit 79:90 geschlagen geben. Den VIP-Talk mit Roaul Korner finden Sie nach dem Spiel auf unserer Facebookseite sowie etwas später hier über dem Text.

Wachalskis emotionaler Abschied

Einen echten Gänsehautmoment gab es vor der Partie, als Hallensprecher Christian Höreth bei der Vorstellung der Spieler den verletzten Steve Wachalski präsentierte. Der Publikumsliebling der Heroes of Tomorrow wird nächste Saison höchstwahrscheinlich nicht mehr im Kader medi bayreuths stehen. Nach dem Spiel richtete Wachalski seine Worte an die Bayreuther Fans.

Von Anfang an hellwach

Die Gäste aus Bamberg starteten mit Tyrese Rice, Nikos Zisis, Maurice Stuckey, Cliff Alexander und Louis Olinde. medi hielt mit Eric Mika, Kassius Robertson, Bastian Doreth, De’Mon Brooks und Nik Ravio dagegen. Unter dem Jubel der stimmgewaltigen mitgereisten Fans gingen die Gäste früh durch Cliff Alexander und Tyrese Rice in Führung, ehe De’Mon Brooks medi bayreuth mit einem Wurf aus kurzer Distanz in die Partie brachte. Und auch danach hielt medi gut mit dem amtierenden BBL-Pokalsieger mit. Anders als zuletzt häufig, als die Heroes of Tomorrow im ersten Viertel häufig hohen Rückständen hinterherrennen mussten, spielten sie heute direkt von Anfang an mit dem Gegner auf Augenhöhe.

medi bayreuth vs. Brose Bamberg

Stockton behauptet den Ball gegen Maurice Stuckey. Foto: Frederik Eichstädt.

Motivierte Bayreuther

Im Vergleich zum letzten Spiel gegen Würzburg zeigten die Heroes of Tomorrow ein gänzlich verändertes Gesicht. Durch drei verwandelte Freiwürfe von Kassius Robertson gingen die Heroes of Tomorrow im ersten Viertel in Führung. Lautstarker Jubel der medi-Fans begleitete jede Aktion der Bayreuther, die weiter dran blieben und nach rund sechs Minuten auf 13:7 davonziehen konnten, sodass Bamberg-Coach Perego eine Auszeit nahm. Doch die Heroes of Tomorrow blieben besser im Spiel. Während De’Mon Brooks und Co. in der Offensive um jeden Korb kämpften, leisteten sich die Gäste viele Fehlwürfe. Mit 19:13 für Bayreuth ging es in die erste Viertelpause.

medi bayreuth vs. Brose Bamberg

Der Bamberger Nikolaos Zisis ist frustriert. Foto: Frederik Eichstädt.

Bamberg dreht auf

Zum Start des zweiten Abschnitts kam Bamberg zurück. Mit einem 7:0-Lauf kam der einstige Serienmeister zurück ins Spiel. Doch Bayreuth hatte etwas dagegen. Das medi-Team stemmte sich gegen die Angriffe des Gastes. Dabei war es immer wieder De’Mon Brooks, der die Spielzüge des Lokalrivalen mit Rebounds und Blocks zum erliegen brachte. Dennoch fiel es medi schwerer, mit dem Champions League Top Four Teilnehmer mitzuhalten. Besonders, weil die Bamberger ihre Drei-Punkte-Würfe versenkten. Egal ob Rice, Taylor oder Kubolka – der Ball fand von hinter der Linie seinen Weg in den Bayreuther Korb.

medi bayreuth vs. Brose Bamberg

Hassan Martin an der Freiwurflinie. Foto: Frederik Eichstädt.

Kampf bis zum Ende

Zur Pause führten die Bamberger mit 43:31. Doch Bayreuth hielt auch danach dagegen. Obwohl Center Eric Mika kurz nach der Halbzeit mit fünf Fouls vom Feld gestellt wurde, lieferten die Heroes of Tomorrow dem Lokalrivalen einen großen Kampf. Langsam kämpfte sich das Team von Bayreuth an den Gegner heran. Drei Minuten vor Schluss betrug die Bamberger Führung nur noch acht Punkte. Nach ähnlichem Spielverlauf konnte medi bayreuth erst kürzlich gegen ALBA BERLIN gewinnen. Doch die Bamberger Schlüsselspieler hatten etwas dagegen. Zisis und der bis dahin für seine Verhältnisse unauffällige Tyrese Rice nahmen in den Schlussminute wichtige Punkte für Brose und zeigten sich dabei treffsicher. Am Ende der Partie kassierten sowohl De’Mon Brooks als auch Bastian Doreth noch unsportliche Fouls durch den Schiedsrichter.

medi bayreuth vs. Brose Bamberg

Bastian Doreth treibt den Ball nach vorne. Foto: Frederik Eichstädt.