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Innenstadt im Realitätscheck: Diese Probleme beschäftigen Bayreuther Betriebe
Das IHK-Gremium Bayreuth hat gemeinsam mit dem Oberbürgermeister und Vertretern der Stadtverwaltung sechs Geschäfte und Gaststätten in der Innenstadt besucht. Was sie gehört haben, zeigt vor allem eines: Der persönliche Kontakt fehlt.
Das IHK-Gremium Bayreuth hat beim City Walk durch die Bayreuther Innenstadt den direkten Austausch mit Einzelhändlern und Gastronomen gesucht. „Wir wollten nicht über die Innenstadt reden, sondern in der Innenstadt“, sagt Jörg Lichtenegger, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bayreuth.
Für die Verantwortlichen aus Wirtschaft und Verwaltung war der Rundgang vor allem eine Chance, sich einen realen Überblick zu verschaffen. Welche Alltagsprobleme beschäftigen die Betriebe wirklich? Was bremst neue Ideen aus? Und wo hakt es im Kontakt mit der Stadtverwaltung?
Was Händler und Gastronomen wirklich brauchen
Die Betriebe wünschen sich keinen anderen Kontakt zur Verwaltung, sondern einen einfacheren. „Dass sich Händler und Gastronomen eine schnelle und offene Kommunikation mit dem Rathaus und den zuständigen Mitarbeitern wünschen, um große und kleine Probleme rasch zu lösen, kam immer wieder zur Sprache“, berichtet Oberbürgermeister Andreas Zippel.
Nicht die Regeln selbst stehen in der Kritik, sondern das Gefühl, dass der Weg ins Rathaus zu lang und zu unflexibel ist, auch für kleinere Anliegen oder neue Ideen.
Stefan Cordes, Geschäftsführer des IHK-Gremiums Bayreuth, fasst den Wunsch der Betriebe so zusammen: „Was sie sich wünschen, ist eine Verwaltung, die ermöglicht, statt nur genehmigt.“
Gerade wenn neue Ideen aufkommen, sei Offenheit und Beratung gefragt. „Das wollen wir noch mehr verwaltungsseitig intensivieren“, sagt Zippel.
Persönliches Gespräch schlägt digitalen Kanal
Digitale Erreichbarkeit wird von den Betrieben zwar als nützlich anerkannt, was sie sich aber noch stärker wünschen, sei der persönliche Anruf oder das Gespräch vor Ort, so Zippel weiter.
„Es ist letztlich für alle wichtig, dass keine Hemmschwelle zur Verwaltung besteht, sondern klar ist: Ich kann jederzeit anrufen, eine Idee einbringen und mich beraten lassen“, so Zippel.
Dahinter steckt mehr als eine Präferenz für ein bestimmtes Medium. Es geht um das Gefühl, direkt und unkompliziert gehört zu werden.
„Treffen zwei solche Welten aufeinander, wird das Miteinander schnell als Hürdenlauf erlebt“, sagt Wolfram Brehm, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth. „Der Schlüssel zum Erfolg ist die Kommunikation.“
Große und kleine Probleme direkt ansprechen
Wie viel ein direktes Gespräch bewegen kann, zeigte sich beim City Walk ganz konkret. Mehrere Betriebe wünschen sich feste Fahrradständer vor der Tür und wären bereit, sich daran zu beteiligen, berichtet die IHK. Da die zuständigen Ansprechpartner beim Rundgang direkt dabei waren, konnten erste Vorschläge noch vor Ort geklärt werden.
Lichtenegger kommentierte das schlicht mit: „Das ist mal echte Entbürokratisierung!“
Auch die Höchstparkdauer von 30 Minuten rund um die Kanzleistraße, die mehrere Betriebe als zu kurz empfinden, wurde direkt angesprochen.
Nächste Schritte: Verwaltung will zugänglicher werden
Die Regeln werden mehr, die Kunden anspruchsvoller, erklärt die IHK. Gleichzeitig kämpfe auch die Verwaltung mit eigenen Herausforderungen, etwa durch steigende Sicherheitsauflagen bei Veranstaltungen und Freischankflächen sowie durch knappe Kassen.
„Dass verwaltungsseitig natürlich nicht alles genehmigungsfähig ist und zu einer lebendigen, sicheren und modernen Innenstadt auch die Einhaltung von Regeln gehört, versteht sich von selbst und wurde von niemandem grundsätzlich kritisiert“, so der Oberbürgermeister.
Zippel kündigte nach dem City Walk an, den Austausch mit Wirtschaftsförderung, Ordnungsamt, Straßenverkehrsamt und Stadtplanungsamt zu suchen, um den Innenstadtprozess weiterzuführen. Das Ziel dabei sei eine Verwaltung, die für Betriebe erreichbar, beratend und flexibel genug ist, um auch kleinere Anliegen ernst zu nehmen.
„Wer eine lebendige Innenstadt will, muss gemeinsam Brücken bauen,“ sagt Jörg Lichtenegger.












Leonce und Lena in der ganz besonderen Atmosphäre des Ruinentheaters in der Eremitage, wunderbar eingefangen von Thomas Eberlein für die Studiobühne Bayreuth
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