Kampfgeist nicht belohnt: medi bayreuth unterliegt Brose Bamberg

Am Dienstagabend ist medi bayreuth mit dem 79. Oberfrankenderby gegen Brose Bamberg in die neue Saison der easyCredit Basketball Bundesliga gestartet. Dabei unterlagen die Bayreuther den Bambergern mit 75:88. Den VIP-Talk mit Raoul Korner finden Sie über dem Text als Video.

Vom Ende zum Anfang

Die neue Saison in der Oberfrankenhalle startet für medi bayreuth so, wie die alte Spielzeit aufgehört hatte: mit einem Heimspiel gegen Bamberg. Dabei schickte Raoul Korner zu Beginn mit James Robinson, Lucious Jones, James Woodard, Reid Travis und Evan Bruinsma eine völlig neue Mannschaft aufs Feld. Auch im Kader der Bamberger hat sich seit Mai einiges getan. Insbesondere in Form des Ex-Bayreuthers Assem Marei, der fortan für das Brose-Team aufläuft.

Beim Einzug der Teams herrscht ordentlich Stimmung. Foto: Frederik Eichstädt.

Die Halle kocht

Schon vor dem Spielbeginn duellierten sich die Bamberger und Bayreuther Fans mit lauten Sprechchören für ihr jeweiliges Team. Auf Seiten der Bayreuther war besonders hinter dem Korb, wo die Fangruppen Bayreuth Bats und Bayreuth X stehen, einiges los. Während die alteingesessenen Bats allesamt blaue Bats-Schals nach oben streckten, zeigte die neue Fangruppe mit einem Fahnenmeer und weißen Shirts mit einem schwarzen X auf der Vorderseite Einigkeit. In der anderen Ecke der Halle peitschten die Gästefans ihr Team nach vorne. Man spürte deutlich, dass die über 3.000 Zuschauer in der Oberfrankenhalle Lust auf eine ordentliche Portion Basketball hatten.

Bryce Alford kämpft sich durch die Bamberger Defensive. Foto: Frederik Eichstädt.

Hochgeschwindigkeit auf dem Feld

Auf dem Parkett ging es gleich voll zur Sache. Die Gäste kamen dabei besser ins Spiel. Während den Heroes of Tomorrow anfangs das Glück bei den Würfen fehlte, zogen die Bamberger souverän davon. Angeführt von Neuzugang Christian Sengfelder sowie Bryce und Kameron Taylor erarbeitete Brose sich bis zur ersten Viertelpause eine 26:15-Führung.

Begeisterte Gästefans

Auch danach blieben die Bamberger in ihren Würfen glücklicher. Während die Offensivbemühungen der Bayreuther häufig am Ring scheiterten, fackelten die Gäste unter dem Korb nicht lange. Als Taylor kurz vor der Pause zum 43:23 für die Domstädter traf, skandierten die Gästefans begeistert: “Hier regieren die Bamberger!”

Justin Raffington schirmt seinen Gegner ab. Foto: Frederik Eichstädt.

Aktivposten Alford

Dagegen hatte besonders ein Bayreuther etwas: Bryce Alford. Mit zwei Drei-Punkte-Würfen aus der Bedrängnis in Serie, brachte er medi wieder näher an den Rivalen heran. Besonders der erste seiner beiden Würfe war beachtlich, stand der Guard dabei zwar zentral vom Korb, doch deutlich hinter den Dreierlinie. Den letzten Versuch vor der Pause legte Bayreuths engagierte Nummer 20 dann doch daneben. Stand zur Halbzeit: 29:47 aus medi-Sicht.

Kampfgeist

In Durchgang zwei wurde medi aggressiver. Und das zahlte sich aus. Langsam aber sicher kamen die Heroes of Tomorrow immer näher an die Bamberger ran. Durch Alford, Robinson und Co. verkürzten die Bayreuther den Rückstand wenige Minuten vor dem Ende auf acht Punkte. Näher kam das Team von Raoul Korner nicht mehr an ihre Gegner heran. Am Ende entführten die Domstädter die Punkte aus Bayreuth.

Duell der Spielmacher: Bastian Doreth und Paris Lee. Foto: Frederik Eichstädt.