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„Kelle, Keller, Kanapee“ – Neues Buch über das Bayreuther Nachtleben
Bayreuths Nächte hatten schon immer ihre ganz eigenen Geschichten – von Wirten mit Charakter bis zu legendären Wirtshäusern, die längst verschwunden sind. Stephan Müllers neues Buch „Kelle, Keller, Kanapee“ erzählt von unvergesslichen Orten, wilden Anekdoten und Persönlichkeiten, die das Nachtleben der Stadt geprägt haben. Ein Stück Bayreuther Kulturgeschichte zum Schmunzeln, Erinnern und Staunen.
Von der „Funzel“ bis zum „Kanapee“, vom feuchten Schmatz der Wirtin bis zur fliegenden Musikbox: Das Bayreuther Nachtleben hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Geschichten geschrieben. Autor Stephan Müller hat sie gesammelt – in seinem neuen Buch „Kelle, Keller, Kanapee – Geschichten aus dem Bayreuther Nachtleben“. Auf rund 80 Seiten zeichnet Müller ein liebevolles Porträt jener Orte und Menschen, die Bayreuths Nächte geprägt haben. Viele der Schauplätze existieren längst nicht mehr, doch in seinen Anekdoten sind sie lebendig: Lokale voller Charakter, Wirte mit Eigenheiten – und Nächte, die man so schnell nicht vergisst.
Anekdoten zwischen Kult und Katastrophe
Die „Rosenau“ ist abgebrannt, der Chef des „Old Baily“ wurde auf Korsika erschossen. Auch die Musikbox, die von einem zwei Meter großen Schlachthofmitarbeiter kurzerhand aus dem Fenster des „Eck-Schoberth“ geworfen wurde, ist einigen bestimmt im Gedächtnis geblieben. Und natürlich findet auch die „Galerie“ des Marquis Salou ihren Platz, in der seinerzeit höchst seltsame Dinge passiert sein sollen. Die Geschichten, die Müller zusammenträgt, schwanken zwischen Kultstatus und Katastrophe.
Gigi Hofer und ihr „Kanapee“ dürfen ebenso wenig fehlen wie zahlreiche Fotos, die das vergangene Bayreuther Nachtleben wieder aufleben lassen. Ergänzt wird das Buch durch ein Kapitel zur Stadt- und Kneipenkultur – ein liebevoller Blick auf vergangene wilde Nächte in Bayreuth.
Ein Erinnerungsalbum
„Kelle, Keller, Kanapee“ ist kein Kneipenführer – schon weil man in Franken von Wirtshäusern spricht. Das Buch versteht sich vielmehr als Einladung zum Erinnern: an Orte, Wirte, Gäste und Geschichten, die Bayreuths Nächte geprägt haben.










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