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Zuletzt aktualisiert am 22. Januar 2026 | 12:42

Kommunalwahl

Bürgermeister-Wahl 2026 in Ahorntal – das sind die Kandidaten

Katharina Müller-Sanke

Die Kommunalwahl am 8. März 2026 rückt näher. In Ahorntal stellen sich zwei Kandidaten zur Wahl. Florian Questel von den GRÜNEN ist amtierender Bürgermeister und tritt erneut an. Max Sebald von der CSU fordert ihn heraus. 

Bürgermeister Wahlkampf in Ahorntal ©BT Redaktion mit Canva

Florian Questel

Florian Questel - will Bürgermeister von Ahorntal bleiben. ©Questel
Florian Questel - will Bürgermeister von Ahorntal bleiben. ©Questel
  • Name des Kandidaten: Florian Questel
  • Alter: 44 Jahre
  • Wohnort: Ahorntal
  • Bisherige politische Ämter: 1. BGM Gemeinde Ahorntal, Fraktionsvorsitzender GU, Kreisrat Landkreis Bayreuth, Aufsichtsratsmitglied der Klinikum Bayreuth GmbH
  • Beruf: Fachkrankenpfleger für den OP-Dienst
  • Partei/Liste auf der kandidiert wird: Bündnis 90/Die Grünen

Was motiviert Sie dazu Bürgermeister sein zu wollen?

Wir haben in den letzten Jahren unglaublich viel umgesetzt und neu gestaltet. Viele Projekte sind weiter angestoßen worden oder stehen bereits in den Startlöchern. Die Gemeinde Ahorntal hat sich insgesamt zu einer extrem lebenswerten und familienfreundlichen Gemeinde entwickelt. Ich bin unglaublich stolz auf unsere Ahorntalerinnen und Ahorntaler, dass sie durch ihr ehrenamtliches Engagement einen maßgeblichen Teil dazu beigetragen haben. Bürgermeister dieser Gemeinde zu sein ist das Schönste, was man sich vorstellen kann.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Ich bin sehr viel bei den Menschen in der Gemeinde unterwegs und höre zu. Diese Gespräche und der Wille der Menschen die einzelnen Ortschaften mit ihren Ideen weiter zu gestalten ist der Motor in mir, mich nochmals um dieses schöne Amt zu bewerben.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Ich bin inzwischen seit sieben Jahren 1. Bürgermeister der Gemeinde Ahorntal. Als ich 2019 dieses Amt übernommen habe, stand ich vor riesigen Herausforderungen. Keinen Geschäftsleiter, eine Verwaltung die hart gebeutelt wurde, einen Gemeinderat, der dabei war das Vertrauen der Menschen zu verlieren. Investitionsstau in Millionenhöhe und Berge an liegengebliebenen Dingen. Dann kam zu allem Überfluss noch die Coronakrise, bei der wir alle extrem gefordert waren. Hierbei haben wir in der Verwaltung und auch im Gemeinderat bewiesen, dass wir mit viel Kraftanstrengung und Zusammenhalt die Gemeinde wieder ins richtige Fahrwasser steuern konnten. In diesen Jahren habe ich sehr viel lernen dürfen. Diese Erfahrungen würde ich gerne weiter für meine Heimat einbringen.

Was sind die größten Herausforderung in Ihrer Gemeinde?

Unser Schuldenstand und die Aufgaben, die trotzdem umgesetzt werden müssen.

Wie wollen Sie diese angehen?

Wir brauchen alle Geduld und Verständnis dafür, dass gewissen Dinge Zeit brauchen. Wir sind endlich in der Lage von hohen Fördersätzen zu profitieren. Jahrelang wurden wir auf Grund unserer Sparsamkeit fälschlicherweise als “finanzstarke Kommune” geführt. In der Vergangenheit konnten wir dadurch lediglich die Mindestfördersätze zugesichert bekommen und mussten riesige Summen selbst aufwenden. Dieses Geld fehlt uns jetzt bei der Realisierung wichtiger Projekte. Durch die Beantragung der Stabihilfen können wir mittelfristig damit rechnen, hohe Summen zur Schuldentilgung zu erhalten. Der Weg dorthin ist allerdings langwierig und frustrierend. Fast alle freiwilligen Leistungen mussten wir aus diesem Grund streichen.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

  • HLF10 für die Feuerwehr Körzendorf
  • Dorferneuerung in Oberailsfeld
  • Straßenneubau der Strecke Reizendorf nach Vordergreuth

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Viele große Aufgaben haben wir bereits abgeschlossen. Sei es der Rathausneubau, die Kinderbetreuung, Breitbandausbau, Baugebiete, Straßensanierungen usw. Daher haben wir bereits große Brocken geschultert und können hier einen Haken setzen. Wir müssen weiterhin genau darauf schauen, dass wir unser Geld für Dinge ausgeben, die notwendig sind! Dennoch dürfen wir nicht den Fehler machen und uns zu Tode sparen. Nur wenn eine Gemeinde in ihre Zukunft investiert, kann man sich auch weiter entwickeln. Neue Einnahmequellen, mit entsprechender Bürgerbeteiligung, wie z.B. die geplanten Windkraftanlagen sind zwingend notwendig um unsere Pflichtaufgaben zu erfüllen. Wir haben viel zu wenig Einnahmen um auf dem herkömmlichen Weg weiter zumachen. Die Zeiten sind vorbei! Sparen alleine langt nicht mehr. Dazu werden uns von “oben” viel zu viele Pflichtaufgaben aufgedrückt.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Ich werde ganz viel Zeit mit meiner Familie und meinen Kindern verbringen, die mich in den ganzen Jahren wirklich sehr wenig zu Gesicht bekommen haben.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Mein Garten von dem ich einen großen Teil der Gemeinde Ahorntal überblicken kann. Hier kann ich wirklich entspannen.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Ja, als die “Kärwa” bei mir im Garten vergraben war und ich es ein Jahr lang nicht gemerkt habe.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Ganz persönlich freue ich mich wirklich darauf, mit meinen Freunden im Oktober, über meinen Geburtstag, zum Segeln nach Kroatien zu fahren.

Auf welche drei Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

  • Meine Kinder
  • Mein Team im Rathaus
  • Meine Sauna

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Ich bin sehr stolz darauf, dass wir in Rekordzeit unsere Kinderbetreuung in der Gemeinde mit Krippe und Hort implementieren konnten. Das soll uns so mal jemand nachmachen.

Was fällt Ihnen schwer?

Es fällt mir tatsächlich schwer auf das Handy zu verzichten.

Was ist Ihr großes Talent?

Ich glaube, dass ich ganz gut kochen kann. Ich lehn mich jetzt
mal aus dem Fenster und behaupte, dass ich wohl das weltbeste Schäufele mit Kraut und Klöß kochen kann. 

Max Sebald

  • Name des Kandidaten: Max Sebald
  • Alter: 33 Jahre
  • Wohnort: Weiher, Ahorntal
  • Bisherige politische Ämter: Marktgemeinderat in Gößweinstein von 2020 bis 2023 (danach Wegzug aus der Gemeinde)
  • Beruf: Verwaltungsbeamter am Landratsamt Forchheim
  • Partei/Liste auf der kandidiert wird: CSU

Was motiviert Sie dazu Bürgermeister sein zu wollen?

Verantwortung für die Zukunft der Gemeinde zu übernehmen und möchte mich weiter dafür einsetzen, dass man gut und gerne im Ahorntal lebt. Außerdem sind mir die Abläufe in einem Rathaus aufgrund meiner 17-jährigen Verwaltungstätigkeit vertraut.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Nein. Dies hat sich über Jahre entwickelt. Sowohl in Gößweinstein, im Ahorntal als auch im Forchheimer Landratsamt wurde mir die Eignung für diese Aufgabe von verschiedenen Personen aus der Politik zugetraut. Der Entschluss ist somit über einen längeren Zeitraum gereift.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

eine berufliche Vorbildung,  mein Anspruch, Lösungen zu finden sowie mein Umgang mit Menschen: höflich und stets auf Augenhöhe.

Was sind die größten Herausforderung in Ihrer Gemeinde?

Die hohe Verschuldung wieder zurückzufahren und gleichzeitig notwendige Investitionen durchzuführen.

Wie wollen Sie diese angehen?

Zum einen sind wir hierfür auf Gelder von Bund und Freistaat angewiesen. Auf der anderen Seite müssen wir selbst unsere Einnahmen insbesondere durch die Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe erhöhen. Hier muss unser Fokus meiner Meinung nach auf den Branchen Handwerk, Forschung und Technologie liegen.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

  • Einen Überblick über alle bereits laufenden und demnächst anstehende Projekte verschaffen
  • Neue Impulse im Tourismusbereich setzen
  • Schaffung von Baumöglichkeiten

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

siehe zwei Fragen weiter oben.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Das Wahlergebnis akzeptieren, den Gewinner beglückwünschen und mich im Anschluss weiterhin kommunalpolitisch einbringen.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Unsere Gartenterasse.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Nachdem ich bisher nur positive Zeiten im Ahorntal erlebt habe, habe ich nur die positiven Dinge abgespeichert. Ein bestimmtes Ereignis kann ich hier nicht hervorheben.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Es gibt sowohl im privaten als auch im gesellschaftlichen Leben viele Highlights im Jahresablauf.

Auf welche drei Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

  • Meine Familie
  • Fränkisches Bier
  • Gute Gespräche

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Dass ich nicht nur die Dinge sage, die gehört werden wollen, sondern immer offen und ehrlich meine eigene Auffassung kommunizieren kann. Ich kann es auch akzeptieren, wenn ich eine Mindermeinung vertrete.

Was fällt Ihnen schwer?

Vorgeschobene Ausreden zu akzeptieren, denn wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe! (Ich hake zu gerne nach, um vielleicht doch noch eine Lösung zu finden)

Was ist Ihr großes Talent?

Ich kann mir viele Dinge merken und diese anschließend miteinander verknüpfen und kombinieren. So öffnen sich manchmal Türen, die andere gar nicht sehen.

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