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Kommunalwahl

Bürgermeister-Wahl 2026 in Bad Berneck – das sind die Kandidat/inn/en

Die Kommunalwahl am 8. März 2025 rückt näher. In Bad Berneck stellen sich vier Kandidat/inn/en zur Wahl. Florian Fraaß (parteilos/ SPD-Liste), Sabine Gollner (WG Bad Berneck), Christof Seidel (CSU) und Andreas Meyer (AfD).

Sabine Gollner

  • Name der Kandidatin: Sabine Gollner
  • Alter: 57 Jahre
  • Wohnort: Bad Berneck
  • Bisherige politische Ämter: keine
  • Beruf: Selbstständige Unternehmerin, tätig in Kommunikaions- & Prozessmanagement, Kultur- und Netzwerkarbeit
  • Partei/Liste auf der kandidiert wird: Wählergemeinschaft Bad Berneck (vormals Freie Wähler)

Was motiviert Sie dazu Bürgermeister sein zu wollen?

Ich will, dass Bad Berneck endlich das Potenzial entfaltet, das alle sehen. Fast jeder sagt zuerst: „Wie schön“ – Natur, Lage, Charme. Und gleich danach: „Wie schade“ – Leerstand, fehlendes Geld, Stillstand. Das darf nicht der Normalzustand bleiben.

Seit rund 15 Jahren arbeite ich an Stadtentwicklungsprojekten in und für Bad Berneck, habe Bürgerbeteiligungsprozesse begleitet und 2016 für die QR-Tour Bad Berneck den Bayerischen Tourismuspreis in die Stadt geholt. Viele gute Ideen aus der Bürgerbeteiligung sind jedoch nie umgesetzt worden. Deshalb möchte ich jetzt Verantwortung übernehmen und nicht nur Impulse geben.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Die seit Jahren blockierte Sanierung des Ölschnitzufers. Dieses lange beschlossene Projekt verbindet Hochwasserschutz mit Tourismus und wurde bereits 2018 als Wirtschaftsförderung bewertet. Ich bin überzeugt: Das Leuchtturmprojekt Ölschnitzufer ist ein Schlüsselprojekt für die Zukunft der Stadt.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Ich bringe Erfahrung in Stadtentwicklung, Projektsteuerung und Bürgerbeteiligung mit und habe eng mit Verwaltungen auf kommunaler und Landesebene gearbeitet. Kommunikation, Vernetzung und das Zusammenbringen von Menschen sind mein Beruf. Ich arbeite strukturiert, hartnäckig und lösungsorientiert – und ich denke gerne auch unkonventionell. Bad Berneck braucht jetzt genau diese Mischung.

Was sind die größten Herausforderung in Ihrer Gemeinde?

Leerstände und Wohnraummangel in der Kernstadt, eine zunehmende Nutzung als Schlafstadt und fehlende Treffpunkte. Gleichzeitig gibt es soziale Herausforderungen wie Einsamkeit und Überforderung. All das trifft auf eine finanziell angespannte Kommune.

Deshalb sehe ich die Stadt vor allem als Ermöglicher: Vieles ist möglich, wenn Beteiligung ernst genommen und Zusammenarbeit organisiert wird.

Wie wollen Sie diese angehen?

Durch frühe Beteiligung, transparente Entscheidungen und echte Vernetzung. Wirtschaft, Kultur,

Tourismus und Soziales dürfen nicht getrennt gedacht werden. Die Stadt muss stärker als Ermöglicher auftreten und private Initiativen aktiv unterstützen.
Dazu gehört der Aufbau eines tragfähigen Netzwerks aus Unternehmern, Vereinen und Einwohnern, das konkrete Projekte ermöglicht. Ziel ist es, gezielt private Investitionen anzustoßen – etwa durch Baugruppen, neue Kooperationsmodelle und Unterstützung für Eigentümerinnen und Eigentümer großer Bestandsimmobilien. Das Ölschnitzufer ist dabei ein zentrales Schlüsselprojekt.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

Erstens: eine deutlich bessere Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgerschaft– digital, direkt und transparent.

Zweitens: gemeinsam mit der Bürgerschaft eine Bestandsanalyse erarbeiten: Was funktioniert bereits, und worauf können wir aufbauen?

Drittens: niedrigschwellige nachbarschaftliche Strukturen stärken – vom Mitfahrangebot bis zur Unterstützung im Alltag . Dazu auch die Volkshochschule als sozialen und digitalen Lern- und Treffpunkt neu beleben und nutzen.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Mit Haushaltsdisziplin, kluger Fördermittelstrategie und Projekten, die Wertschöpfung in der Stadt halten. Sparen darf nicht bedeuten, Lebendigkeit abzuschaffen.

Die Sanierung des Ölschnitzufers ist eine Schlüsselinvestition. Öffentliche Investitionen ziehen nachweislich private Investitionen nach – oft weit über die ursprüngliche Summe hinaus.

Wirtschaftsförderung heißt für mich auch: Leerstände, Flächen und Kooperationen im Mittelzentrum mit Himmelkron und Gefrees strategisch zu betrachten und Chancen konsequent zu nutzen.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Dann feiere ich im Herbst mein 30-jähriges Jubiläum als selbstständige Unternehmerin. Auch arbeite ich weiterhin für eine Stiftung in München. Gesellschaftlich werde ich mich auch weiterhin in und für Bad Berneck engagieren.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Da gibt es viele: mein Garten im Wechsel der Jahreszeiten. Das Gassenviertel im historischen Kern. Die Promenade an der Ölschnitz. Der Kurpark bis zur Entenmühle – überall spürt man den unverwechselbaren Charakter unseres Kurortes.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Sehr prägend waren für mich die Filmarbeiten zur QR-Tour. Dabei habe ich viele bekannte und unbekannte Orte entdeckt und zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger kennengelernt. Gerade als Neubürgerin merkt man, dass sich Bad Berneck nicht sofort erschließt – umso wichtiger ist Beteiligung, Austausch und gemeinsames Erzählen von Stadtgeschichte.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Der Mai. Wenn plötzlich alles aufbricht: das Grün wird dichter, die Blüten kommen, die Natur explodiert förmlich. Dieser Moment, in dem der Frühling die Hügel und Landschaften Bad Bernecks komplett verwandelt, ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend.

Auf welche Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

Tanzen, Zeichnen und mit anderen Menschen im Gespräch sein.

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Darauf, dass Projekte aus Bad Berneck bundesweit wahrgenommen und weiterentwickelt wurden – etwa im Leerstandsmanagement und in der Kreativwirtschaft. Und darauf, dass sie hier ihren Anfang genommen haben.

Was fällt Ihnen schwer?

Wenn gute Ideen an fehlender Umsetzung oder Bürokratie scheitern.

Was ist Ihr großes Talent?

Menschen und Ideen zu verbinden. Potenziale zu erkennen – in Personen, in Situationen – und daraus funtionierende Projekte zu machen, auch mit sehr begrenzten Ressourcen.

Florian Fraaß

  • Name des Kandidaten: Florian Fraaß
  • Alter: 45 Jahre
  • Wohnort: Bad Berneck
  • Bisherige politische Ämter: –
  • Beruf: Angestellter Stadt Bad Berneck. Leitung Touristinfo
  • Partei/Liste auf der kandidiert wird: parteiunabhängig auf der SPD Liste

Was motiviert Sie dazu Bürgermeister sein zu wollen?

Ich möchte in verantwortlicher Position meinen Teil dazu beitragen, dass sich Bad Berneck positiv weiterentwickelt und eine Stadt ist, in der man sich wohlfühlt, gerne wohnt und gerne Urlaub macht.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Unser amtierender Bürgermeister Jürgen Zinnert kam im Frühjahr 2025 auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, als sein Nachfolger zu kandidieren. Nach einigen Gesprächen und mehreren Wochen Bedenkzeit habe ich mich dann entschieden, diesen Schritt zu gehen.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Ich arbeite seit knapp 9 Jahren in der Touristinfo Bad Berneck und konnte in dieser Zeit viel Positives für das Image von Bad Berneck bewegen – trotz überschaubarem Budget. Der Grund dafür sind meine Leidenschaft und mein Herzblut für den Ort. Nur wer selbst begeistert ist, kann auch andere begeistern.

Was sind die größten Herausforderung in Ihrer Gemeinde?

Das sind natürlich in allererster Linie die Finanzen. Bad Berneck ist Konsolidierungsgemeinde und muss besonders verantwortungsvoll mit seinem Geld umgehen. Aber auch Großprojekte wie die Ölschnitzufersanierung und der Hochwasserschutz sind große Herausforderungen, die meiner Meinung nach nur in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren umgesetzt werden können.

Wie wollen Sie diese angehen?

Beim Thema Finanzen ist natürlich ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen Mitteln unabdingbar, wobei der Ort auch nicht tot gespart werden darf. Hier gilt es das richtige Augenmaß und Verhandlungsgeschick zu finden.

Beim Thema Ölschnitzufer ist meiner Meinung nach das Allerwichtigste ein Austausch und eine Zusammenarbeit mit allen relevanten und beteiligten Stellen. Dies gilt für Behörden, Fachfirmen, Stadtrat und natürlich die eigenen Mitarbeiter. Hier sehe ich meine Aufgabe im Organisieren, Koordinieren und Motivieren.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

  • Das Thema Ölschnitzufer muss angepackt werden, da alleine aus verkehrssichernden Gründen Handlungsbedarf besteht
  • Ich möchte Bad Berneck als familienfreundliche Stadt weiterentwickeln. Dazu gehören die Sicherung des Schulstandortes, der Ausbau der offenen Ganztagesschule oder ein Angebot von genügend Kindergartenplätzen.

  • Ich möchte eine Kultur der Wertschätzung schaffen. Dies gilt für unsere Vereine und Ehrenamtliche genauso wie für Stadtrat und Mitarbeiter. Nur gemeinsam kann man etwas bewegen. Wertschätzung sorgt für Motivation. Jeder hat seine Stärken und diese gilt es zu nutzen.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Hier gilt es auf der einen Seite unnötige Ausgaben so gut wie es geht zu vermeiden und auf der anderen Seite Förderprogramme zu nutzen, so dass der Ort nachhaltig davon profitieren kann.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Dann arbeite ich weiterhin in der Touristinfo und würde mich freuen, wenn sich der Tourismus auch unter einem anderen Bürgermeister weiterhin positiv entwickelt.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Ich liebe unser wunderschönes Ölschnitztal.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Wunderschöne Zeiten auf dem Bolzplatz in Wasserknoden, die kleinen Glücksmomente meiner schönen Fotos aus der Heimat, Spaziergänge mit der Oma durch den Dendrologischen Garten oder viele schöne Radtouren.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Das Sommerparkfest in unserem schönen Kurpark. Nicht nur weil ich das Fest im Rahmen meiner Tätigkeit in der Touristinfo organisiere, sondern auch weil es immer wieder ein Gefühl von Heimat vermittelt. Man trifft so viele Menschen die man kennt, man führt nette Gespräche und spürt einfach, was Heimat bedeutet.

Auf welche Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

  • Die Fähigkeit, dazulernen zu wollen
  • Die Fähigkeit, Menschen so zu akzeptieren wie sie sind
  • Die Fähigkeit, in schwierigen Situationen nicht aufzugeben.

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Ich bin mit 4 jüngeren Geschwistern aufgewachsen und wir haben alle untereinander inkl. deren Partnern ein super Verhältnis, obwohl wir sehr unterschiedliche Typen sind. Das macht mich schon etwas stolz, weil ich als Ältester da auch meinen Teil zu beigetragen habe.

Was fällt Ihnen schwer?

Manchmal Dinge nicht zu persönlich zu nehmen.

Was ist Ihr großes Talent?

Vielleicht die Leidenschaft, nicht so schnell aufzugeben, was sich auch im Rahmen meiner Fotografie bemerkbar macht.

Christof Seidel

  • Name des Kandidaten: Christof Seidel
  • Alter: 47 Jahre
  • Wohnort: Bad Berneck
  • Bisherige politische Ämter: Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Baureferent, CSU Ortsvorsitzender
  • Beruf: Architekt + Diplom-Ingenieur (FH)
  • Partei/Liste auf der kandidiert wird: CSU

Was motiviert Sie dazu Bürgermeister werden zu wollen?

Bad Berneck ist meine Heimat und für mich eine Herzensangelegenheit. Im Alltag höre ich oft, wo Entscheidungen fehlen und Dinge liegen bleiben. Ich kandidiere, weil unsere Stadt Klarheit, Richtung und verlässliche Umsetzung braucht und jemanden, der bereit ist Verantwortung zu übernehmen.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Es waren viele ähnliche Gespräche, nicht ein einzelner Moment. Immer wieder dieselben Themen, immer wieder Stillstand. Irgendwann entscheidet man sich anzupacken oder zu resignieren. Ich habe mich bewusst entschieden anzupacken.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Ich weiß, wie es ist, wenn etwas fertig werden muss – zu einem bestimmten Zeitpunkt und im Kostenrahmen. Diese Erfahrung bringe ich aus Beruf und Kommunalpolitik mit. Ich bin nah dran an den Menschen, ich höre zu und setze Dinge um, die vereinbart sind. Nicht zuletzt mein beruflicher Hintergrund als Architekt aber auch meine Verwaltungsausbildung, meine Tätigkeit in Behörden wie z. B. der Regierung von Oberfranken.

Was sind die größten Herausforderungen in Ihrer Gemeinde?

Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, die finanziellen Spielräume der Städte und Gemeinden sind enger geworden. Gleichzeitig stehen in Bad Berneck Investitionen von über 35 Mio. Euro in den nächsten Jahren an – von der Sanierung an der Ölschnitz bis zu Schule und Kitas. Die zentrale Frage ist, wie wir das klug und geordnet steuern.

Wie wollen Sie diese angehen?

Mit klarer Zielvorgabe, festen Prioritäten und eindeutiger Verantwortung. Entscheidungen müssen getroffen und umgesetzt werden. Stillstand ist keine Option.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

Eine klare Richtung für die Entwicklung der Stadt. Eine realistische Priorisierung der großen Vorhaben. Und verlässliche Strukturen, damit Zeit und Geld nicht an falscher Stelle verloren gehen. Konkrekt heißt das, Ölschnitzufer angehen, seit 10 Jahren ist hier Stillstand, diese Pflichtaufgabe der Kommune hat oberste Priorität, es muss gelingen hier endlich loszulegen. Sonst nehmen wird uns jede Möglichkeit weitere Projekte anzugehen und jeder Spielraum geht verloren.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Durch einen sehr genauen Blick auf das Leistbare. Nicht alles, was gut klingt, wird künftig finanzierbar sein. Umso wichtiger sind klare Zuständigkeiten, mehr Effizienz und der gezielte Einsatz von Fördermitteln.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Mein Engagement für Bad Berneck bleibt, egal wie die Wahl ausgeht. Als Bürgermeister könnte ich natürlich mehr bewegen. Deshalb trete ich an.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Die Hügel / Berge um Bad Berneck mit ihren tollen Aussichtspunkten und verschiedenen Blickwinkeln auf unsere Stadt erreichbar über die vielen Wanderwege, die ich seit meiner Kindheit kenne und aktiv nutze und pflege.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Wenn ich an meine Jugend in Bad Berneck denke, erinnere ich mich an Abende nach dem Fussballtraining, an Vereinsfeste und das Gefühl, dass man sich kennt und aufeinander verlässt. Dieses selbstverständliche Miteinander hat mich geprägt.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Ein Highlight ist für mich der Weihnachtsmarkt in unserem wunderschönen Kurpark. Aber am Ende sind es nicht die einzelnen Termine, sondern die vielen Feste und Begegnungen über das Jahr hinweg in und um Bad Berneck.

Auf welche drei Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

Auf Menschen, die mir Rückhalt geben, auf Erfahrungen aus denen man immer wieder lernt und dass man sich Dinge erarbeiten muss. Wer Verantwortung übernimmt, braucht Unterstützung und einen realistischen Blick für das Machbare.

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Auf meinen Weg vom Handwerk über den zweiten Bildungsweg bis zum abgeschlossenen Studium. Mir wurde nichts geschenkt. Diese Haltung hat mich geprägt.

Was fällt Ihnen schwer?

Wenn lange diskutiert wird, ohne dass klar ist, wer entscheidet und wie es weitergeht. Diskussionen sind wichtig, aber am Ende erwarten die Menschen Lösungen. Dafür will ich stehen.

Was ist Ihr großes Talent?

Themen zu ordnen und ins Machen zu bringen. Zuhören, entscheiden, umsetzen.

Andreas Meyer

  • Name des Kandidaten: Andreas Meyer
  • Geburtstag: 23.06.1974
  • Wohnort: Bad Berneck
  • Bisherige politische Ämter: Mitglied des Kreisvorstands der AfD Bayreuth
  • Beruf: Postbediensteter
  • Partei/Liste, auf der kandidiert wird: Alternative für Deutschland (AfD)

Was motiviert Sie dazu, Bürgermeister werden zu wollen?

Die Stadt Bad Berneck steht vor großen Herausforderungen. Die Haushaltskonsolidierung muss konsequent weitergeführt werden – dafür braucht es einen Bürgermeister, der bereit ist, auch schwere Entscheidungen zu treffen, statt nur drüber zu sprechen.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat, sich zu bewerben?

Ich mag es nicht, wenn nur über Probleme geredet wird. Das hat mich in den letzten Jahren gestört. Daher wollen wir entscheiden, anpacken und es besser machen.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Ich habe mein Leben lang im Handwerk gearbeitet. Dabei habe ich gelernt, Probleme anzugehen und Lösungen zu finden, die praxistauglich sind. Vielleicht ist auch der Blick eines Handwerkers auf die Belange der Stadt wichtig.

Was sind die größten Herausforderungen in Ihrer Gemeinde?

Wir müssen die Gemeinde zukunftsfähig machen. Dafür braucht es solide Finanzen und auch den Willen, die Haushaltskonsolidierung weiterzuführen.

Wie wollen Sie diese angehen?

Ich möchte genau prüfen, welche disponiblen Ausgabenpositionen es gibt, und bei diesen dann schauen, was aktuell notwendig ist und was nicht. Das ist notwendig, damit unsere Kinder nicht nur noch damit beschäftigt sind, unsere Schulden zu bezahlen.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

Nachdem ich mich darum bemüht habe, die Haushaltskonsolidierung voranzutreiben, möchte ich versuchen, die größten Probleme der Stadt anzugehen. Dazu gehören insbesondere städtebauliche Maßnahmen, wie etwa die Sanierung der Innenstadt – hier will ich versuchen, Fördermittel (etwa von der Oberfrankenstiftung) zum Erhalt der wunderschönen historischen Gebäude für Bad Berneck zu bekommen – für einen schönen Stadtkern.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Es muss alles, was nicht ohnehin gesetzliche Pflicht ist, auf den Prüfstand. Staatliche Infrastruktur, die keiner braucht, will ich abschaffen. Hier braucht es eine ehrliche Kosten-Nutzen-Analyse, die als Entscheidungsgrundlage genommen werden muss.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Dann mache ich hoffentlich dennoch mit einer starken AfD-Fraktion im Stadtrat solide Oppositionspolitik und versuche so, unsere Wahlversprechen in die Tat umzusetzen.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Am Weißen Main unterhalb der Kläranlage.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Die Burgruine – dort habe ich in meiner Kindheit viele schöne Stunden verbracht. Auch an die florierende Innenstadt in meiner Kindheit erinnere ich mich gern. Die Natur in Bad Berneck fasziniert mich immer wieder.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Das Sommernachtfest.

Auf welche drei Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

Sicherheit, medizinische Versorgung, Bargeld

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Meinen Handwerksberuf und die Tatsache, dass ich beim BRK vielen Menschen in schweren Lagen etwas helfen konnte. Am meisten natürlich auf meinen Sohn.

Was fällt Ihnen schwer?

Unrecht zu sehen und nichts dagegen tun zu können.

Was ist Ihr großes Talent?

Ich bin kritikfähig und lernbereit. Wenn jemand eine gute Idee hat, dann nehme ich die gern an. Es sollte immer um die Sache gehen, nicht um Egoismus.