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Frau stürzt von Eisenbahnbrücke in Bayreuth auf fahrendes Auto Galeria Insolvenz: Was jetzt aus dem Bayreuther Kaufhaus wird Halloween: Wo die Partys in Bayreuth steigen

Zuletzt aktualisiert am 13. Februar 2026 | 20:29

Kommunalwahl

Bürgermeister-Wahl 2026 in Goldkronach  – das sind die Kandidat/inn/en

Katharina Müller-Sanke

Die Kommunalwahl am 8. März 2026 rückt näher. In Goldkronach stellen sich zwei Kandidat/inn/en zur Wahl. Holger Bär von den Freien Wählern u.a. ist amtierender Bürgermeister und tritt erneut an. Sabine Heyder von der Frauenliste fordert ihn heraus. 

Holger Bär

©Holger Bär
©Holger Bär
  • Name des Kandidaten: Holger Bär
  • Alter: 47
  • Wohnort: Goldkronach
  • Bisherige politische Ämter: 1. Bürgermeister seit 2014, Kreisrat seit 2014
  • Beruf: 1.Bürgermeister oder vorher: Dipl. Verwaltungswirt (FH)
  • Partei/Liste auf der kandidiert wird: Gemeinsamer Kandidat Freie Wähler Goldkronach, Bürgerblock Nemmersdorf und Wahlgemeinschaft Dressendorf

Was motiviert Sie dazu Bürgermeister werden zu wollen?

Die Arbeit mit Menschen und mit ihnen gemeinsam unsere Heimat zu gestalten und die Lebensqualität in Goldkronach und seinen Ortsteilen zu verbessern macht mir sehr große Freude. Für mich gibt es fast kein Projekt und keine Idee, die nicht umgesetzt oder an der zumindest intensiv gearbeitet werden kann.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Der Wille zu gestalten und Projekte umzusetzen war bei mir eigentlich schon immer vorhanden. Einen einzelnen Auslöser gibt es nicht.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Ich arbeite sehr gerne für und mit Menschen – gemeinsam lassen sich viele Ideen und Visionen umsetzen. Und ein offenes Ohr für jede/jeden habe ich ohnehin.

Und auf einen gewissen Erfahrungsschatz aus den letzten 12 Jahren kann ich ebenso wie auf ein geschaffenes Netzwerk zurückgreifen. Für mich gibt es nur ein Denken in Lösungen, nicht in Problemen.

Was sind die größten Herausforderung in Ihrer Gemeinde?

In den nächsten Jahren sicherlich die verändernde finanzielle Situation, die viele Kommunen betrifft. Hier gilt es sinnvoll zu investieren und möglichst viele Fördermittel abzurufen. Vor allem aber auch das ehrenamtliche Engagement muss dauerhaft gefördert werden, viele Projekte und Verbesserungen für unsere Menschen vor Ort, können auch mit geringen finanziellen Mitteln umgesetzt werden. Daneben müssen wir aber auch unsere Einwohnerzahl konstant halten bzw. nach oben  entwickeln – dies sichert langfristig unsere Infrastruktur mit Schule, Kitas, Ärzten und unseren Handwerks- und Gewerbebetriebe.

Wie wollen Sie diese angehen?

Gemeinsam mit dem Stadtrat sind wir uns der finanziellen Situation durchaus bewusst. Wir werden unsere Investitionen wie bisher mit Weitblick und unter Beachtung der finanziellen Möglichkeiten durchführen. Dazu gilt es natürlich unsere Vereine weiterhin zu fördern und zu unterstützen – dies ist auch für junge Familien von großer Bedeutung. Ebenfalls wird es mittelfristig in unserem Gemeinschaftshaus interessante Möglichkeiten geben, die unser gesellschaftliches Miteinander fördern.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

Es gibt viele laufende Projekte, die wir anpacken werden bzw. bereits angeschoben haben. Dies lässt sich nicht auf eine Anzahl beschränken. Wir werden einen Hort in unserer Alexander-von-Humboldt Grundschule einrichten sowie unsere Kläranlage ertüchtigen und auch in die Trinkwasserversorgung investieren. Hier ist die Sanierung des Hochbehälters in Brandholz hervorzuheben.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Erst in der letzten Sitzung haben wir einstimmig beschlossen ein Konzept für einen Antrag auf Stabilisierungshilfe zu erarbeiten. Dies kann hierfür ein Grundstein werden.

Aber auch die Entwicklung unserer Gewerbebetriebe müssen wir unterstützen und auch Neuansiedlungen ermöglichen. Ebenso müssen wir für Familien attraktiv bleiben – mit unserem Baugebiet in der Peuntgasse haben wir den Grundstein hierfür gelegt. Insgesamt werden wir natürlich alle unsere Investitionen im Hinblick auf die finanziellen Möglichkeiten beurteilen.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Hierüber hatte ich noch keine Zeit, mir Gedanken zu machen.

Das Leben wird aber weitergehen.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Einen einzigen Lieblingsplatz zu benennen ist sehr schwer. Die Ausblicke von unseren Höhenlagen beispielsweise am Fürstenstein oder am Goldenen Hirsch sind einzigartige Genussmomente, die ich gerne mit Südtirol vergleiche. Aber auch unser Marktplatz ist wunderschön. Vielleicht ist ein Lieblingsplatz auch dort, wo wir gemeinsam mit den Menschen Feste feiern – und das machen wir ja in allen Ortsteilen

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Da ich hier aufgewachsen bin ist auch diese Antwort sehr breit gefächert. Persönlich sind es natürlich die Höhepunkte im Leben, die hervorzuheben sind. Erlebnisse in der Kindheit und Jugend, die Hochzeit und vieles mehr. Im städtischen Alltag war sicherlich die 650 Jahrfeier im Jahr 2015 etwas Besonderes.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Ein Highlight jagt das nächste – so ist es ja bei vielen Menschen im Jahresablauf. Für mich ganz persönlich wird es vermutlich die Einschulung meines jüngsten Sohnes sein. Im Stadtleben ist die diesjährige Internationale Goldwaschmeisterschaft sicherlich ein Highlight. Aber es gibt so viele kleine Dinge, die man auch als Highlight bezeichnen kann, nur eben kleine Highlights. Diese möchte ich nicht vermissen.

Auf welche drei Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

Auf meine Familie, Freunde und auf den Humor auch mal über sich selbst lachen zu können.

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Auf meine Familie mit drei Kindern und auf das eine oder andere umgesetzte Projekt.

Was fällt Ihnen schwer?

Häufiger mal „nein“ zu sagen

Was ist Ihr großes Talent?

Soweit ich das selbst beurteilen kann, kann ich in wichtigen Punkten schon auch hartnäckig sein, vor allem wenn es um Herzensprojekte geht

Sabine Heyder

©Sabine Heyder
©Sabine Heyder
  • Name der Kandidatin: Sabine Heyder
  • Alter: 50
  • Wohnort: Goldkronach
  • Bisherige politische Ämter: keine
  • Beruf: Verwaltungsangestellte
  • Partei/Liste auf der kandidiert wird: Frauenliste Goldkronach e. V. 

Was motiviert Sie dazu BürgermeisterIn werden zu wollen?

Es sollten viel mehr Frauen in der Politik vertreten sein. Immerhin stellen wir 50% der Bevölkerung, was sich aber auf keiner politischen Ebene widerspiegelt. Ich möchte zeigen, dass durch Ehrlichkeit und durch das Einbeziehen der Bürgerinnen und Bürger viel mehr erreicht werden kann als bisher. Es ist eine Herausforderung, die ich gerne angehen möchte.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Es waren eher viele kleine Auslöser, ein schleichender Prozess: 

Ich bin seit ca. 20 Jahren aktives Mitglied in der Frauenliste Goldkronach e. V. und verfolge die Entscheidungen im Stadtrat seitdem mit. Es gab viele Entscheidungen, mit denen ich persönlich nicht einverstanden war. Ich war 10 Jahre im Bürgeramt der Stadt beschäftigt. Dadurch habe einen sehr guten Einblick in die Stadtverwaltung bekommen. Auch hier gibt es Verbesserungspotenzial. 

So eine Chance bietet sich nur einmal im Leben, die habe ich genutzt. 

Mit den Frauen der Frauenliste habe ich ein tolles Team, das mich unterstützt.

„Soziales und Klimaschutz sind uns(er) MEHR WERT“ dafür stehe ich und die Frauenliste Goldkronach.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Ich habe Führungserfahrung und -qualitäten, kann Menschen motivieren, kann sparen, Gesetze lesen, organisieren und delegieren. Klar-deutlich-machen ist mein Motto.

Was sind die größten Herausforderung in Ihrer Gemeinde?

  1. Die angespannte Haushaltslage und die noch anstehenden Investitionen. 
  2. Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Nutzung von Leerständen
  3. Klimaschutz vor Ort: Stadtrat, Bevölkerung und Verwaltung müssen erkennen, dass die Weichen für eine lebenswerte Zukunft für alle jetzt vor Ort gestellt werden müssen. 

Wie wollen Sie diese angehen?

Zu 1. Langfristige Finanzierungspläne, und Investitionspläne aufstellen 

Zu 2. Ein Konzept erarbeiten, wie mehr bezahlbare Wohnungen geschaffen werden können, z. B. generationenübergreifendes Wohnen oder Seniorenwohnen.

Zu 3. Einen Klimacheck verbindlich für alle Beschlüsse einführen.

Die Bevölkerung soll die Angelegenheit ihrer Stadt aktiv mitgestalten können. Über kommunalpolitische Planungen und Veranstaltungen muss deshalb umfassend, klar und frühzeitig informiert werden.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

1. Die Zusammenarbeit im Stadtrat, in der Stadt und mit Nachbargemeinden stärken.

2. Bezahlbares Wohnen möglich machen.

3. Ein Konzept für die Nutzung des Gemeinschaftshauses erarbeiten.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Mit einer langfristigen und rechtzeitigen Finanzplanung und mit Prioritätenlisten für anstehende Investitionen. Die zum Verkauf stehenden gemeindeeigenen Bauplätze mehr bewerben, damit das Geld schnell zur Verfügung steht. 

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Dann werde ich weiterhin in der Frauenliste politisch aktiv bleiben, mich dort einbringen und die Arbeit im Stadtrat verfolgen.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Der Wald, weil ich da gut durchatmen und zur Ruhe kommen kann.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Als kleines Kind bin ich mit meiner Oma täglich durch die Laube (ein Waldweg) zum Friedhof oder in den Garten gelaufen, oder ich bin mit ihr Schwarzbeeren im Wald suchen gegangen.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Der erste warme Tag im Frühling.

Auf welche drei Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

Freunde/Freundinnen, Bücher, Wohnmobil

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Auf meine bisherige berufliche Leistung, auf mein ehrenamtliches Engagement, auf meinen Mut, immer mal wieder etwas Neues zu wagen.

Was fällt Ihnen schwer?

In manchen Situationen die Ruhe zu bewahren.

Was ist Ihr großes Talent?

Ich traue mir vieles zu und vertraue immer darauf, dass alles gut wird (wenn ich das als Talent bezeichnen darf)

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