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Kommunalwahl

Bürgermeister-Wahl 2026 in Gesees – das sind die Kandidaten

Die Kommunalwahl am 8. März 2026 rückt näher. In Gesees stellen sich zwei Kandidaten zur Wahl. Harald Feulner von den Freien Wählern ist amtierender Bürgermeister und tritt erneut an. Claus Hofmann von der UBB fordert ihn heraus. 

Claus Hofmann

  • Name des Kandidaten: Claus Hofmann
  • Alter: 55 Jahre
  • Wohnort: Gesees
  • Bisherige politische Ämter:18 Jahre Mitglied des Gemeinderats, 2008–2014: Dritter Bürgermeister, Seit 2014: Zweiter Bürgermeister, Mitglied des Verwaltungsrats des gKU „Pettendorfer Rangen“, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, Klimaschutzbeauftragter der Gemeinde Gesees
  • Beruf: Inspektor im Justizvollzugsdienst
  • Partei/Liste auf der kandidiert wird:UBB – Unabhängige Bürgerinnen und Bürger Gesees

Was motiviert Sie dazu Bürgermeister sein zu wollen?

Ich möchte gemeinsam mit dem „Team“ Gemeinderat die Gemeinde Gesees aktiv gestalten – weniger verwalten. Dabei geht es mir darum, eigene Ideen einzubringen sowie Vorschläge aus dem Gemeinderat und der Bürgerschaft aufzunehmen, offen zu diskutieren und gemeinsam umzusetzen.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Nein. Ausschlaggebend sind die Freude an dieser Aufgabe und mein großes Interesse am Amt. Diese Motivation hat mich bereits in den vergangenen Jahren als stellvertretender Bürgermeister begleitet.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Meine 18-jährige kommunalpolitische Erfahrung sowie 35 Jahre im Justizvollzugsdienst. In dieser Zeit habe ich gelernt, unterschiedlichste Meinungen, Erwartungen und Charaktere zusammenzuführen und auch unter Druck tragfähige Lösungen zu finden.

Was sind die größten Herausforderung in Ihrer Gemeinde?

Der Umbau der Ortsmitte von Gesees – ein Projekt mit einem Zeithorizont von 10 bis 15 Jahren

Die Gewinnung von Baugrund nach dem Prinzip „Innen statt Außen“

Die Weiterentwicklung des kommunalen Klimaschutzes

Wie wollen Sie diese angehen?

Mit großem persönlichem Einsatz und Engagement – im wahrsten Sinne des Wortes rund um die Uhr. Entscheidend sind für mich persönliche Gespräche, Teamarbeit, Transparenz bei Entscheidungen und ein gesunder Pragmatismus

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

  • Den Umbau der Ortsmitte im Rahmen der Städtebauförderung eng, kontinuierlich und persönlich begleiten.

  • Die umfassende Aufarbeitung des Projekts „Feuerwehrgerätehaus“. Hier wurden von uns Fehler gemacht – diese müssen klar benannt werden, damit sie sich nicht wiederholen.

  • Den Austausch mit Schulleitung und Lehrkräften suchen. Ich möchte im Unterricht die Aufgaben von Bürgermeister und Gemeinderat erläutern, um Demokratie vor Ort für Kinder und Jugendliche greifbar zu machen.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Derzeit steht unsere Gemeinde finanziell gut da. Das kann sich jedoch in den kommenden Jahren ändern, etwa durch steigende Umlagen. Deshalb wird es notwendig sein, klare Prioritäten zu setzen. Nicht jeder Wunsch wird erfüllbar sein – solide Gemeindefinanzen haben Vorrang.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Darüber mache ich mir Gedanken, wenn dieser Fall eintreten sollte.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Einen einzelnen Lieblingsplatz habe ich nicht. Als Kind und Jugendlicher waren es die Wälder rund um Gesees. Heute fasziniert mich besonders der Rundumblick von unserer Kirche.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Ich bin in Gesees aufgewachsen. Besonders gerne denke ich an meine unbeschwerte Kinder- und Jugendzeit hier zurück.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Die Kommunalwahl am 8. März, der Start des Umbaus der Ortsmitte Gesees – und als Sportbegeisterter natürlich der Super Bowl LX sowie die FIFA-Weltmeisterschaft der Männer.

Auf welche Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

Dinge sind ersetzbar – deshalb nenne ich Menschen

  • Meine Frau Uschi
  • Meine beiden Söhne Miro und Timo

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Auf meine Hartnäckigkeit und Durchsetzungsfähigkeit, etwa bei der Änderung der Wasserabgabesatzung oder der Bildung einer gemeinsamen Liste für die Kommunalwahl. Beides hat jahrelanges Engagement erfordert.

Was fällt Ihnen schwer?

Ehrlich gesagt: Nein zu sagen.

Was ist Ihr großes Talent?

Ich kann unterschiedliche Meinungen gut zusammenführen und tragfähige Kompromisse erarbeiten, da ich Themen unvoreingenommen angehe.

Harald Feulner

  • Name des Kandidaten: Harald Feulner
  • Alter: 65 Jahre
  • Wohnort: Gesees
  • Bisherige politische Ämter: Seit 2002 Gemeinderat, von 2002 bis 2008 2. Bürgermeister, seit 2014 1. Bürgermeister der Gemeinde Gesees und Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Mistelbach, stellvertretender Vorsitzender des Schulverbands Hummeltal, Verwaltungsrat des Windparks „Pettendorfer Rangen gKU“, Revisor der ILE Neubürg und des Landschaftspflegeverbands, seit 2024 Schöffe am Amtsgericht Bayreuth.
  • Beruf: Personalleiter im Ruhestand, ehrenamtlicher 1. Bürgermeister der Gemeinde Gesees
  • Partei/Liste auf der kandidiert wird: Freie Wähler Gesees

Was motiviert Sie dazu Bürgermeister werden zu wollen?

Die Möglichkeit, meine Heimatgemeinde aktiv zu gestalten.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Die Chance, noch einmal etwas Neues zu machen.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Ich bringe 12 Jahre Erfahrung als 1. Bürgermeister, 6 Jahre als 2. Bürgermeister und insgesamt 24 Jahre Gemeindepolitik mit. Als Bürgermeister der kleinsten Gemeinde bin ich seit 12 Jahren Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft. Zudem bin ich bestens vernetzt in Wirtschaft und Behörden und habe als Mitglied der Freien Wähler direkten Kontakt zu einer bayerischen Regierungspartei. Durch den Eintritt in den Ruhestand kann ich mich voll auf Gesees konzentrieren.

Was sind die größten Herausforderungen in Ihrer Gemeinde?

Die begonnenen Großprojekte fertigzustellen und weiterhin für eine solide Finanzausstattung zu sorgen.

Wie wollen Sie diese angehen?

Unter anderem durch einen Architektenwettbewerb für die Dorfmitte sowie durch eine konsequente Prüfung von Finanzierbarkeit und Machbarkeit aller Maßnahmen.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

Die laufenden Projekte weiterführen, insbesondere die Sanierung des Gemeindehauses, die Dorfkernerneuerung sowie den Erhalt der Infrastruktur und der Bildungseinrichtungen.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Durch Unterstützung der örtlichen Unternehmen zur Sicherung der Gewerbesteuereinnahmen sowie durch die gezielte Nutzung von Förderprogrammen und Zuschüssen.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Ich würde die gewonnene freie Zeit genießen und mich weiterhin intensiv ehrenamtlich engagieren.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Neben meinem Zuhause ist es der Kirchberg mit seinem weiten Blick in den Hummelgau, insbesondere seit der Einrichtung des neuen Standesamts im Glockenhaus.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Ich wurde in Gesees als Hausgeburt geboren, habe dort meine Lehre beim ortsansässigen Steuerberater absolviert und war über 30 Jahre als Personalleiter beim größten Unternehmen am Ort tätig. Einzelne Erinnerungen herauszugreifen fällt daher schwer.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Der Start der Umbaumaßnahme am Gemeindehaus sowie der Beginn des Architektenwettbewerbs für die Dorfmitte Gesees.

Auf welche drei Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

Familie, Freunde und mein E-Bike.

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Darauf, in meinem Leben einige Hürden gemeistert zu haben und ein glücklicher sowie zufriedener Mensch zu sein.

Was fällt Ihnen schwer?

Geduld zu haben.

Was ist Ihr großes Talent?

Kompromisse zu schließen.