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Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026 | 08:16

Kommunalwahl

Bürgermeister-Wahl 2026 in Kirchenpingarten – das ist der Kandidat

Felix Gradl

Die Kommunalwahl am 8. März 2026 rückt näher. In Kirchenpingrten stellt sich ein Kandidat zur Wahl. Markus Brauner ist der amtierende Bürgermeister und tritt erneut an.

Markus Brauner

©Markus Brauner
©Markus Brauner

Name des Kandidaten: Markus Brauner

Alter: 59

Wohnort: Kirchenpingarten

Bisherige politische Ämter:
Erster Bürgermeister Gemeinde Kirchenpingarten, 1. Vorstand Wahlgemeinschaft Kirchenpingarten, Kassier der Wahlgemeinschaft Landkreis Bayreuth

Beruf: Finanzwirt

Partei/Liste auf der kandidiert wird:
Wahlgemeinschaft Kirchenpingarten
und für den Kreistag, Wahlgemeinschaft Landkreis Bayreuth

Was motiviert Sie dazu Bürgermeister werden zu wollen?

Mich motiviert nach wie vor die Verantwortung für unsere Gemeinde und die Menschen, die hier leben. Wir haben in den vergangenen Jahren viel angestoßen, und ich möchte diesen Weg konsequent weitergehen.

Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?

Viele Gespräche mit Menschen aus unserer Gemeinde haben mir gezeigt, dass Vertrauen da ist und dass Kontinuität gewünscht wird. Das hat mich bestärkt, erneut zu kandidieren.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?

Mich qualifizieren vor allem meine zwölf Jahre kommunaler Erfahrung, sechs Jahre im Gemeinderat und sechs Jahre als Erster Bürgermeister. Ich kenne die Abläufe, die finanziellen Rahmenbedingungen und die Herausforderungen unserer Gemeinde genau und weiß, wie man Projekte von der Idee bis zur Umsetzung führt.

Was sind die größte Herausforderung in Ihrer Gemeinde?

Unsere Gemeinde ist lebens- und liebenswert. Die Herausforderung liegt darin, mit begrenzten finanziellen Mitteln das hohe Niveau zu halten und gleichzeitig klug in die Zukunft zu investieren.

Wie wollen Sie diese angehen?

Die Gemeinde ist finanziell konsolidiert, alle realistischen Einsparpotenziale sind ausgeschöpft. Deshalb konzentrieren wir uns heute vor allem darauf, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen – was gerade im ländlichen Raum keine leichte Aufgabe ist.

Entscheidend ist dabei unser Zukunftsplan für Kirchenpingarten, den wir Schritt für Schritt umsetzen. Am Ende der letzten Wahlperiode konnten wir bereits erste konkrete Erfolge sehen: Durch die Erschließung des Baugebiets Stockäcker und weiterer Bauflächen in den Ortsteilen haben wir neue Wohnmöglichkeiten geschaffen.

Gleichzeitig haben wir mit dem Neubau des Kindergartens ein umfassendes Betreuungsangebot aufgebaut, von der Krippe über Kita und Hort bis zur Grundschule. Das stärkt die Attraktivität unserer Gemeinde spürbar.

Diese Maßnahmen zeigen Wirkung: Nach Jahren des Bevölkerungsrückgangs konnten wir erstmals wieder einen Zuwachs verzeichnen. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen.

Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?

Erstens die Erneuerung des Pausenhofs, weil gute Lern- und Aufenthaltsräume für Kinder ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität sind.

Zweitens das Gigabit-Projekt, also Glasfaser bis in jedes Haus und jeden Gewerbebetrieb, um unsere Gemeinde digital zukunftsfähig aufzustellen.

Drittens die Sanierung der Mehrzweckhalle als zentralem Treffpunkt für Vereine, Sport und Veranstaltungen.

Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?

Wir wollen die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren, indem wir den konsequenten Sparkurs verantwortungsvoll fortführen, ohne dabei einen Stillstand zu erzeugen. Gleichzeitig arbeiten wir daran, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen, etwa durch Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?

Zunächst einmal vertraue ich auf die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger. Sollte es anders kommen, würde ich das Votum selbstverständlich respektieren und weiterhin Verantwortung für unsere Gemeinde übernehmen – in welcher Form auch immer.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?

Mein Lieblingsplatz in der Gemeinde ist zuhause bei meiner Familie. Hier tanke ich Kraft, um mich voller Energie für unsere Gemeinde einsetzen zu können.

Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?

Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, ist der starke Zusammenhalt, ob bei Corona oder nach dem Tornado im Juli 2022, der Vereinsarbeit oder Nachbarschaftshilfe. Daraus habe ich gelernt, wie viel eine funktionierende Gemeinschaft leisten kann.

Was ist für Sie das Highlight des Jahres?

Das Highlight des Jahres ist für mich das Bulldogtreffen 2026, ein tolles Ereignis, das unsere Gemeinde lebendig und erlebbar macht.

Auf welche drei Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?

Auf das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, auf den offenen Dialog, auch bei schwierigen Themen und auf den festen Willen, unsere Gemeinde jeden Tag ein Stück besser zu machen.“

Auf meine Familie als Rückhalt, auf ehrliche Gespräche mit den Menschen vor Ort und auf den Mut, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen.

Worauf sind Sie persönlich stolz?

Ich bin stolz darauf, dass wir in der vergangenen Legislaturperiode trotz herausfordernder Rahmenbedingungen Pandemie, steigende Energiekosten, Lieferengpässe und Preissteigerungen – wichtige Schritte für die Zukunft unserer Gemeinde umsetzen konnten.

So wurde das Baugebiet Stockäcker erschlossen und ist schon fast zur Hälfte verkauft, unsere neue Kita mit Krippe und Hort geplant und gebaut, die Kläranlage modernisiert und zwei Tiefbrunnen regeneriert. Zudem konnten wir den Brückenneubau in Muckenreuth realisieren und Straßen sowie Wege sanieren und pflegen. Diese Projekte machen unsere Gemeinde lebenswerter und stärken sie für die Zukunft.

Was fällt Ihnen schwer?

Schwer fällt mir vor allem, Entscheidungen zu treffen, bei denen es keine perfekte Lösung gibt und Menschen enttäuscht werden. Aber genau diese Verantwortung gehört zum Amt.

Was ist Ihr großes Talent?

Ich arbeite gern im Team und schaffe es, Menschen für gemeinsame Ziele zu gewinnen. Allein erreicht man in diesem Amt wenig.

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