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Bürgermeister-Wahl 2026 in Waischenfeld – das ist der Kandidat
Felix Gradl
Die Kommunalwahl am 8. März 2026 rückt näher. In Waischenfeld stellt sich ein Kandidat zur Wahl. Thomas Thiem von der CSU ist amtierender Bürgermeister und tritt erneut an.
Thomas Thiem
- Name des Kandidaten: Thomas Thiem
- Alter: 54 Jahre
- Wohnort: Waischenfeld
- Bisherige politische Ämter: Seit 2020 1. Bürgermeister der Stadt Waischenfeld (hauptamtlich),
davor: 4 Jahre Stadtrat in Pottenstein (1996 – 2000), 18 Jahre Stadtrat in
Waischenfeld (2002 – 2020) und 6 Jahre davon 2. Bürgermeister (2014 – 2020), 24 Jahre Kreisrat des Landkreises Bayreuth – 6 Jahre davon weiterer Stellvertreter des Landrates in der Zeit von 2008 bis 2014, seit 2001 Ortsvorsitzender der CSU Waischenfeld, seit 2019 stv. Kreisvorsitzender der CSU Bayreuth-Land - Beruf: 1. Bürgermeister (hauptamtlich seit 2020); davor Sparkassenbetriebswirt
- Partei/Liste auf der kandidiert wird: CSU (als Bürgermeister und auch als Kreisrat)
Was motiviert Sie dazu Bürgermeister sein zu wollen?
Die Menschen in meiner Gemeinde, die gemeinsamen Erfolge der letztenJahre, die sachliche Zusammenarbeit im Stadtrat und die Aussicht begonneneProjekte aus meiner 1. Amtszeit weiter erfolgreich voranzubringen und beenden zu können. Zudem ist kommunalpolitisches Wirken schon immer eine Leidenschaft von mir gewesen. Bürgermeister zu sein ist eine anspruchsvolle und sinngebende Aufgabe. Es ist für mich mehr als ein Beruf. Zum Erfolg braucht es eben eine gewisse Leidenschaft.
Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat sich zu bewerben?
Es war letztendlich fast die logische Entwicklung nach 22 Jahren vorheriger Tätigkeit in zwei verschiedenen Stadträten, die mich dazu motiviert hat, diesen Schritt 2020 zu gehen. Für die Heimat auch beruflich aktiv zu sein, ist etwas ganz besonderes für mich.
Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?
Ein Bürgermeister sollte nach meiner Meinung gut zuhören können, die richtigen Schlüsse ziehen, Chancen erkennen und teamfähig sein, sowie zielorientiert in der Gemeinde vorangehen. Ich denke, dass ich vieles davon einbringen kann. Eine gewisse Lebenserfahrung und eine fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung, sowie eine vorherige Führungsposition in einer oberfränkischen Sparkasse, bilden für mich zudem eine
gute Grundlage für die nicht unerheblichen Herausforderungen als Bürgermeister.
Was sind die größten Herausforderung in Ihrer Gemeinde?
Es wir sicher nicht einfacher die kommenden nicht unerheblichen Herausforderungen in unserer Gemeinde bei einem immer enger werdenden finanziellen Korsett zu meistern. Durch äußere Einflüsse, wie zum Beispiel eine seit Jahren stetig steigende Kreisumlage, wird unser finanzieller Spielraum immer enger. In den nächsten Jahren stehen einige große Infrastrukturbaumaßnahmen wie z. B. die Sanierung des Freibades und der Kläranlage, sowie der Unterhalt unseres umfassenden gemeindlichen Straßennetzes an. Dies wir erhebliche Kosten verursachen.
Wie wollen Sie diese angehen?
Wir werden wie bisher versuchen, durch intelligente Konzepte mit einer möglichst hohen Förderung gute Ergebnisse zu erzielen. Ein breiter bürgerschaftlicher Konsens bei den verschiedenen Projekten und eine zielgerichtete, offene Zusammenarbeit im Stadtrat sind hierbei wertvolle Grundlagen für eine weiterhin erfolgreiche Arbeit an unseren gemeindlichen Projekten der Zukunft.
Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?
- Begonnene Projekte aus der aktuellen Amtszeit erfolgreich zu Ende bringen.
- Ein möglichst bürgerfreundliches Konzept zur Sanierung der Kläranlage erarbeiten.
- Eine Teilsanierung des Freibades starten, sofern wir hierfür Fördermittel vom Bund erhalten (sind beantragt).
Wie wollen Sie die finanzielle Situation der Gemeinde stabilisieren?
- Weiterhin wirtschaftlich investieren und laufende Kosten auf Notwendigkeit stetig hinterfragen (enge Haushaltsführung)
- So viele Fördermittel generieren wie möglich, bzw. wie auch wirtschaftlich sinnvoll ist
- Dinge, die mit gemeindlicher Eigenleistung (Bauhof) günstiger und einfacher umzusetzen sind
- Weiterhin bürgerschaftliches Engagement und Hilfe fördern und würdigen – dies entlastet die Stadtgemeinde sehr!
Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?
Ich gehe wieder nahtlos in meinen alten Beruf als Sparkassenbetriebswirt zurück und mache dann nur noch ehrenamtlich Kommunalpolitik.
Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?
Da gibt es viele.
Grundsätzlich bin ich gerne in unserer wunderschönen Natur und genieße es auch mal in einem Biergarten zu sitzen.
Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?
Es sind viel sehr positive Erinnerungen, Begegnungen und Erfahrungen, die meine Heimatgemeinde Waischenfeld so einzigartig für mich machen.
Spontan fallen mir viele schöne Erlebnisse aus unserem Jubiläumsjahr ‚900-Jahre-Waischenfeld‘ ein, welches wir im Jahr 2022 umfangreich gefeiert haben.
Was ist für Sie das Highlight des Jahres?
Auch hier gibt es mehrere. Es sind viele kulturelle, sportliche, kirchliche, gesellschaftliche und förmliche Highlights, die mich als Bürgermeister das Jahr über sehr positiv begleiten. Beispiele sind – neben vielen anderen – die Kerwa‘s, die Wiesentchallenge, Fronleichnamsprozessionen, Wallfahrten, der Weihnachtsmarkt oder auch immer wieder mal eine Trauung, die ich als Bürgermeister durchführen darf.
Auf welche Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?
- Familie
- Heimat
- Natur
Worauf sind Sie persönlich stolz?
Das uns als Gemeinschaft vieles gelungen ist und wir gut zusammenhalten.
Was fällt Ihnen schwer?
Unsachliche und unfaire Verhaltensweisen hinzunehmen, sowie zusehen zu müssen, dass es viel Ungerechtigkeit in der Welt und immer weniger Frieden gibt.
Was ist Ihr großes Talent?
Menschen zusammenzubringen, zuzuhören, geduldig sein, sowie Dinge mutig und strategisch umzusetzen.











Ugur Nisan, Mert Dervisler, Dilara Nisan, Mutter Serap Nisan und der Eigentümer des Café Funsch Oliver Funsch. ©Dirk Ellmer
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