Zuletzt aktualisiert am
Bergung des abgeknickten Autokrans in der Erlanger Straße
Der Autokran ist weg, der zweite folgt nächste Woche: In Bayreuth läuft die Bergung nach dem Kranunfall – während die Staatsanwaltschaft weiter ermittelt, wer schuld ist.
Gut zwei Wochen nach dem Kranunfall in der Erlanger Straße in Bayreuth – gegenüber des Friedhofs – ist der abgeknickte Autokran und mittlerweile auch der Baukran geborgen worden. Spezialisten der Firma Barth, die in der Region regelmäßig für Bergungen mit schwerem Gerät zuständig ist, haben den Autokran in mühsamer Kleinarbeit zunächst abgelegt, dann zerlegt und schließlich schrittweise abtransportiert.
Verhakte Kräne – eine verzwickte Lage
Die Bergungsarbeiten gestalteten sich alles andere als einfach. Die beiden Kräne hatten sich teils ineinander verhakt. Der Autokran war abgeknickt, weil ein anderer Kran umgestürzt war und ihn mit sich gerissen hatte. Die Kräne landeten in einem angrenzenden Garten – zwischen den Hochbeeten der Nachbarn. Erst nachdem die Bergungsfirma den Autokran vorsichtig ablegen konnte, war eine kontrollierte Zerlegung möglich.
Autokran zerlegt
Der Autokran ist zerlegt und abtransportiert. Auch der zweite Kran wurde mittlerweile geborgen. Jetzt können die Bauarbeiten auf dem Gelände wieder aufgenommen werden.
Kranfirma und Bauunternehmer trifft keine Schuld
Eines ist den Verantwortlichen besonders wichtig klarzustellen: Die Firma, deren Autokran auf der Baustelle eingesetzt war, hat mit dem Unfall nichts zu tun. Auch der Bauunternehmer und seine Mitarbeiter waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht auf der Baustelle. Ob und welcher Subunternehmer Verantwortung trägt, ist Gegenstand laufender Ermittlungen durch Staatsanwaltschaft und Polizei. Mögliche Ursachen – darunter fehlende Bodenverdichtung oder menschliches Versagen – werden derzeit geprüft.
Fertigstellung 2027 bleibt das Ziel
An der Baustelle selbst entsteht ein Wohnhaus mit 21 Wohneinheiten. Trotz des Unfalls und der aufwendigen Bergungsarbeiten hält Bauunternehmer Ziegler an der Zielvorgabe fest: Sommer 2027 soll das Gebäude fertig sein. Der Kranunfall ändere daran nichts, sagt er im persönlichen Gespräch vor Ort.
Schon gelesen? Neubau in der Lisztstraße: Zerrissenes Haus, zerrissenes Verhältnis
FAQ
Was ist bei dem Kranunfall passiert?
Ein Kran war auf der Baustelle in der Erlanger Straße umgestürzt und hatte dabei einen Autokran der Firma Schlagbauer zum Abknicken gebracht. Beide Kräne stürzten in einen angrenzenden Garten.
Wer ist für den Unfall verantwortlich?
Das ermitteln derzeit Staatsanwaltschaft und Polizei. Fest steht: Weder die Firma Schlagbauer noch Bauunternehmer Ziegler tragen eine Mitschuld. Der Fokus der Ermittlungen liegt auf möglichen Subunternehmern.
Wie läuft die Bergung ab?
Die Firma Barth hat den Autokran zunächst abgelegt, dann zerlegt und schrittweise abtransportiert. Der zweite Kran wird untersucht und soll nächste Woche geborgen werden.
Wann können die Bauarbeiten weitergehen?
Sobald auch der zweite Kran geborgen ist – voraussichtlich Ende nächster Woche – können die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.
Wird das Gebäude noch rechtzeitig fertig?
Ja. Bauunternehmer Ziegler hält trotz des Unfalls am Ziel fest: Das Wohnhaus mit 21 Einheiten soll im Sommer 2027 fertiggestellt sein.
Der vorfahrtsberechtigte silberne VW kollidierte frontal mit der Seite des links einbiegenden Mercedes. © bt-Redaktion Unfall am Wittelsbacherring: Vorfahrt missachtet, Seniorin leicht verletzt
Artikel lesen
Bild: Michael Kind 










Symbolbild ©News5/Stephan Fricke
Jörg Lichtenegger ©ochsenfoto.de