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Hochbrücke

Stauchaos in Laineck: SPD fordert schnelle Hilfe für Anwohner und Schulkinder

am 17. November von Katharina Müller-Sanke, Update am 19. November von Stefanie Schweinstetter

Seit der Sperrung der Hochbrücke wälzt sich der Verkehr durch Laineck – mit täglichen Staus, gefährlichen Situationen für Schulkinder und massivem Ärger bei den Anwohnern. Jetzt fordert die SPD kurzfristige Maßnahmen, um Anwohner zu entlasten. 

Wer aus dem Bayreuther Osten in die Innenstadt will, braucht aktuell vor allem eins: Geduld. Der Verkehr staute sich am Montagmorgen ab der Bernecker Straße über mehrere hundert Meter zurück bis zur Kreuzung Warmensteinacher Straße/Lainecker Straße und bis zur Christian-Ritter-von-Popp-Straße. Der Grund ist die Sperrung der Hochbrücke in stadteinwärtiger Richtung. Mit der Sperrung des Allersdorfer Kreisels könnte sich die Situation ab dem 20. November noch weiter verschärfen.

Mittlerweile ist die Warmensteinacher Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Darauf weist die Beschilderung am Straßenrand hin. Nur Anlieger, Liefer- und Linienverkehr dürfen die Straße noch nutzen.

Update vom 19. November 2025: SPD-Antrag fordert Sofort-Maßnahmen für Laineck

Die SPD-Fraktion reagiert inzwischen auf die anhaltende Belastung im Bayreuther Osten. In einem Antrag an die Stadt fordert sie kurzfristige Verbesserungen für den Verkehr in Laineck. Hintergrund ist, dass trotz der offiziellen Umleitung über die Bindlacher Allee weiterhin viele Autofahrer den Weg über die Warmensteinacher und Bernecker Straße nutzen – Straßen, die für dieses Verkehrsaufkommen nicht ausgelegt sind. Besonders betroffen seien die Anwohner in Laineck und die Schützenstraße, die inzwischen als Schleichweg dient. Mehr zu den Bedingungen für die Anwohner in Laineck lesen Sie unten im Artikel vom 17. November.

Um die Situation zu entschärfen, schlägt die SPD zwei Sofortmaßnahmen vor:

Eine angepasste Ampelschaltung an der Bernecker Straße, damit der Verkehr aus der Warmensteinacher Straße schneller abfließen kann.
Eine Lösung für den Schulweg, etwa eine kurz geschaltete Bedarfsampel zu den Stoßzeiten, damit Schulkinder sicher zur stadteinwärtigen Bushaltestelle gelangen können.

Zwar verursachten solche Eingriffe Kosten und Aufwand, schreiben die Antragsteller Jörg Grieshammer und Zweiter Bürgermeister Andreas Zippel. Außerdem wolle man die Strecke durch die Maßnahmen nicht noch attraktiver machen. Sie seien aber notwendig, um Anwohner und Schulkinder während der Zeit der Hochbrückensanierung zu entlasten.

Artikel vom 17. November: Stau am Ortseingang

Wie ein Polizeisprecher, der selbst vor Ort war, bestätigt, kam es über zwei Stunden hinweg zu Behinderungen. Und auch die Anwohner aus Laineck, die ja keine andere Wahl haben als auf diesem Weg in die Stadt zu kommen, sind sauer:

„Wir haben heute früh fast eine halbe Stunde verloren, bevor wir überhaupt in Richtung Innenstadt abbiegen konnten“, schildert ein Lainecker Pendler. Besonders ärgerlich: Viele Autofahrer meiden offenbar weiterhin die offizielle Umleitung über Bindlach und nutzen den Weg durch Laineck als Abkürzung.

„Die offizielle Umleitung über die Weiherstraße ist zwar von der Strecke her weiter,“ sagt der Polizeisprecher, „aber der Verkehr fließt und man kommt schneller in die Stadt als über die vermeintlichen Schleichwege.

Schulkinder minutenlang blockiert

Für die Lainecker Schulkinder, die in die weiterführenden Schulen nach Bayreuth wollten, wird der morgendliche Schulweg dank des Verkehrsaufkommens zur Geduldsprobe und zur Gefahr. Rund um den Bereich Warmensteinacher Straße berichten Eltern von chaotischen Szenen. Die Kinder müssten hier normalerweise die Straße überqueren, um anschließend den Weg entlang der Bahnlinie bis zur Kirche zu nehmen.

Mehrere Kinder berichten jedoch kaum über die Straße gelassen worden zu sein. Auch der Schulbusverkehr war betroffen: Fahrzeuge kamen teils deutlich verspätet an den Haltestellen an oder standen im Stau fest.

Schon gelesen? Auch auf der Autobahn kommt es aktuell zu Behinderungen. Das betrifft das Dreieck Bayreuth/Kulmbach

Anwohner frustriert: „Wir sind komplett eingekesselt“

Nicht nur Eltern, auch die Anwohner sind wütend. Viele berichten, dass sie ihre Einfahrten kaum verlassen konnten. Stoßstange an Stoßstange schoben sich Autos durch die Warmensteinacher Straße, die nicht für so viel Verkehr ausgelegt ist.

Behörden bleiben wachsam

Auch in den nächsten Tagen und Wochen rechnet die Polizei noch mit größeren Behinderungen. Sollte sich die Lage bis nächste Woche nicht entspannt haben, wird gemeinsam mit den entsprechenden Verkehrsbehörden über mögliche weitere Maßnahmen beraten.