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Landrats-Wahl 2026 – Kandidat Lars Peetz
Die Kommunalwahl am 8. März 2026 rückt näher. In unserer Interviewreihe mit den Bayreuther Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt der/des Landrätin/Landrates stellen wir alle sechs Personen vor, die sich um das Amt bewerben. Kandidat Lars Peetz spricht im Interview über Handlungsfähigkeit, solide Finanzen und ein Landratsamt, das Prioritäten setzt.
Name des Kandidaten: Dr. Lars Peetz
Alter: 43
Wohnort: Seybothenreuth
Bisherige politische Ämter: keine
Partei/Liste auf der kandidiert wird: CSU
Was motiviert Sie dazu, Landrat werden zu wollen?
Ich habe erlebt, was Verwaltung leisten kann und wo sie Menschen konkret hilft, aber auch, wo sie ihnen das Leben unnötig schwer macht. Mich motiviert der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass der Landkreis Bayreuth auch in Zukunft ein verlässlicher Lebens- und Arbeitsort bleibt.
Gab es einen bestimmten Auslöser, der Sie bewogen hat, sich zu bewerben?
Es war kein einzelner Moment, sondern die wachsende Überzeugung, dass meine Verantwortung nicht damit enden kann, gute Verwaltung nur zu lehren. Irgendwann habe ich verstanden: Wenn man etwas besser machen will, muss man bereit sein, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Was qualifiziert Sie für die Aufgabe?
Als ehemaliger Abteilungsleiter in einem Landratsamt, als Rechtsanwalt, der Bürger und Kommunen vertreten hat, und nun als Hochschullehrer an einer Hochschule für öffentliche Verwaltung weiß ich, wie Behörden denken und wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Entscheidend ist für mich, diese Erfahrung in klare Prioritäten, nachvollziehbare Entscheidungen und verlässliche Führung umzusetzen.
Was sind die größten Herausforderungen des Landkreises?
Die größte Herausforderung ist, den Landkreis finanziell handlungsfähig zu halten. Davon hängt ab, welche Mittel für Investitionen, Infrastruktur und verlässliche Angebote, zum Beispiel beim ÖPNV oder bei der Abfallbeseitigung, zur Verfügung stehen.
Wie wollen Sie diese angehen
Indem wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: solide Finanzen und ein Landratsamt, das Prioritäten setzt und den Landkreis klar steuert. Dazu gehört, bestehende Strukturen zu überprüfen, Ziele zu definieren und Mittel wirtschaftlich einzusetzen, damit Aufwand und Wirkung in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
Welche drei Dinge wollen Sie in Ihrer Amtszeit als erstes anpacken?
Erstens eine klare Bestandsaufnahme der Finanzen und der Beteiligungen des Landkreises. Zweitens eine verlässliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Städten, Märkten und Gemeinden. Drittens Strukturen im Landratsamt, die Entscheidungen vorbereiten und zügiger ermöglichen.
Wie wollen Sie die finanzielle Situation des Landkreises stabilisieren?
Durch Ausgabendisziplin, realistische Planung und das klare Ziel, die finanzielle Belastung der Gemeinden zu begrenzen. Entscheidend ist, die verfügbaren Mittel gezielt einzusetzen und so den größtmöglichen Nutzen für den Landkreis zu erzielen.
Was tun Sie, wenn Sie nicht gewählt werden?
Dann akzeptiere ich das Wahlergebnis, gratuliere dem oder der Siegerin und setze meinen beruflichen Weg fort. Unabhängig davon werde ich mich auch künftig in der CSU für meine Heimatgemeinde Seybothenreuth und den Landkreis engagieren.
Was ist Ihr Lieblingsplatz im Landkreis?
Einen einzelnen Lieblingsplatz habe ich nicht. Am liebsten bin ich dort, wo Familie und Freunde zusammenkommen, ob zu Hause, draußen oder im Wirtshaus.
Gibt es spezielle Erinnerungen an Ihren Heimatort, an die Sie gerne denken?
Keine einzelne Erinnerung an einen Ort, aber viele an die Menschen, die wir hier kennenlernen durften, mit denen wir gute Zeiten geteilt haben und die ein Stück unseres Lebens begleitet haben.
Was ist für Sie das Highlight des Jahres?
Neben der Wahl ist für mich ganz sicher die Schuleinführung unseres Jüngsten eines der Highlights des Jahres, ein besonderer Moment, den wir als Familie groß feiern werden.
Auf welche drei Dinge wollen Sie nie mehr verzichten?
Familie, Freunde und das Recht. Jura ist für mich mehr als ein Beruf, es ist ein echtes Interesse, das mir Orientierung gibt und hilft, Dinge einzuordnen.
Worauf sind Sie persönlich stolz?
Auf meine Familie, auf unsere Kinder und auf meine Frau, die unserer Familie den nötigen Rückhalt gibt. Dieser Zusammenhalt ist mir persönlich sehr wichtig.
Was fällt Ihnen schwer?
Mir fällt es schwer, mit Stillstand und fehlender Veränderungsbereitschaft umzugehen. Ich bin überzeugt, dass gute Arbeit Offenheit, Einsatz und Lernbereitschaft voraussetzt.
Was ist Ihr großes Talent?
Zuhören, Menschen zusammenbringen und komplexe Zusammenhänge so erklären, dass daraus tragfähige Entscheidungen werden können.











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