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Politik

Luftreiniger an Schulen: So kontert die Stadt den Vorwurf der Bayreuther Gemeinschaft

Die Stadt Bayreuth hat zu Luftreinigern an Schulen Stellung genommen. Vorausgegangen war ein Vorwurf der Bayreuther Gemeinschaft.

Die Stadt Bayreuth hat sich zur aktuellen Situation der Luftreiniger für Bayreuther Schulen geäußert.

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Damit reagiert sie auf einen Vorwurf der Bayreuther Gemeinschaft.

Luftreiniger an Schulen in Bayreuth ausgeschrieben

Das städtische Schulreferat hat am Freitag vergangener Woche die Ausschreibung von Luftreinigungsgeräten für Bayreuths Schulen veröffentlicht. Ziel der Ausschreibung ist es, möglichst viele Geräte für eine Gesamtsumme von 200.000 Euro (netto) zu beschaffen. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstag (24. August) mit. Über die Pläne von Stadt und Regierung bezüglich Luftfiltern diskutierte der Stadtrat erst am 21. Juli länger.

Vorausgegangen war dem ein Offener Brief der Bayreuther Gemeinschaft. Die sieht es mit Sorge, „dass die Stadt Bayreuth es nicht schafft, rechtzeitig zum Ferienende geeignete Luftreiniger für die Bayreuther Schulen zu stellen.“

Die Stadtverwaltung setzt laut Mitteilung damit einen entsprechenden Beschluss des Stadtrats vom 21. Juli um. Eine flächendeckende Ausstattung aller Klassenzimmer in Bayreuth war nicht gewünscht und wäre mit dem beschlossenen Budget auch nicht möglich.

Ebersberger: Bayreuther Gemeinschaft hat für das aktuelle Vorgehen gestimmt

Die Stadt schreibt von einem wiederholten Vorwurf der BG. Und den lässt sie nicht auf sich sitzen. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger sagt: „Der Beschluss des Stadtrats von Ende Juli erfolgte einstimmig, also auch mit den Stimmen der Bayreuther Gemeinschaft. Es war völlig klar, dass mit dem damals beschlossenen Budget eine flächendeckende Ausstattung aller 500 Klassenzimmer in Bayreuth nicht möglich sein wird.“ Entsprechend nimmt man im Rathaus den Offenen Brief der BG mit Verwunderung zur Kenntnis.

Die erforderlichen Ausschreibungen für Schulen und Kitas wurden in den vergangenen Wochen im Rathaus mit Hochdruck erarbeitet. Die Angebotsfrist für die Luftreinigungsgeräte an Bayreuther Schulen endet am 13. September. Erst dann wird klar sein, wie viele Geräte für das vom Stadtrat beschlossene Budget tatsächlich angeschafft werden können.

Selbst bei einer einfachen Ausschreibung, wie im vorliegenden Fall, ist aber nicht vor Jahresende mit den Lieferungen zu rechnen. „Hierauf haben wir wiederholt hingewiesen“, so Ebersberger weiter. „Es ist daher unredlich, den Eindruck zu erwecken, als könnten Bayreuths Schulen flächendeckend zum Beginn des neuen Schuljahres mit Luftreinigungsgeräten ausgestatten werden und als scheitere dies an der Arbeit der Verwaltung.“ Auch das Landratsamt beschäftigt sich aktuell mit Luftreinigern. Landrat Wiedemann sagte am Montag: „Den Eltern der Schüler ist egal, wer die zahlt.“