medi: Sieg über die Eisbären ist Pflicht

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Der Spielplan in der easyCredit Basketball Bundesliga führt die Burschen von Head Coach Raoul Korner an diesem Wochenende in den hohen Norden zum Tabellenletzten.

Am Samstag gastieren Bastian Doreth & Co. um 20:30 Uhr bei den Eisbären Bremerhaven. Für beide Mannschaften stellt die Partie ein Schlüsselspiel dar, denn eine Niederlage kann sich keines der beiden Team leisten. Allerdings könnten die Vorzeichen für beide Mannschaften dabei nicht unterschiedlicher sein. Während das Team des neuen Head Coaches Michael Mai im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler braucht, muss auch medi bayreuth im Saisonendspurt alles an Punkten einsammeln, um den Sprung in die Playoffs noch schaffen zu können.

Der dritte Trainer in dieser Saison

Schon jetzt haben die Eisbären aus Bremerhaven eine turbulente Saison hinter sich. Drei Trainer standen bisher an der Seitenlinie. Nachdem Arne Woltmann, direkt nach dem Hinspiel in Bayreuth Mitte Dezember, von Dan Panaggio abgelöst wurde, trat der US-Amerikaner Ende Februar nach der 15. Niederlage in Folge zurück und Assistenztrainer Michael Mai übernahm die Führung in Bremerhaven. Ihm gelang im Heimspiel gegen Science City Jena nach langer Durststrecke dann auch wieder mal ein Sieg. Nach der erwarteten Niederlage in Bamberg (74:100), setzte es im darauffolgende Auswärtsspiel gegen den direkten Abstiegs-Konkurrenten, die HAKRO Merlins Crailsheim, einen herben Rückschlag. Nach guter erster Halbzeit verlor man am Ende mit 80:86.

Erstes Spiel für Armani Moore

Und auch im Hinblick auf den Kader schlugen die Wellen bei den Eisbären hoch. Kris Jenkins, Jordan Brangers und Gilbert Brown verließen die Eisbären im Laufe der Saison. Dafür wurden Durrell Summers, Darious Moten und zuletzt Armani Moore nachverpflichtet. Letzterer wird gegen medi sein erstes Spiel im Trikot der Nordseestädter bestreiten.

Top-Performer der Bremerhavener sind zwei US-Amerikaner. Chris Warren führt seine Mannschaft bei Punkten (16,3) und Assists (5,3) an, während Keith Benson das Rebounding dominiert. Im Schnitt holt er sich 7,4 abprallende Bälle. Er war auch, zusammen mit Elston Turner, der auffälligste Spieler im Hinspiel in der Oberfrankenhalle. Komplettiert wird das Aufgebot der Eisbären Bremerhaven von Darnell Jackson, Jan Niklas Wimberg, Adrian Breitlauch, Anthony Canty und Mannschaftskapitän Fabian Bleck.

Das sagt Head Coach Raoul Korner:

„Zum einen werden wir in Bremerhaven auf ein Team treffen, das ums Überleben spielt. Zum anderen ist es dort traditionell nie wirklich einfach, da die Halle von der Atmosphäre und auch von der Stimmung her einfach anders ist als andere Hallen in der BBL. Dazu kommt, dass wir doch unter Zugzwang stehen. Wenn wir realistisch im Rennen um die Playoffs dabei bleiben wollen, dann dürfen wir keine weiteren Punkte liegen lassen.

 

Vor allem Chris Warren und Elston Turner sind Spieler, die jederzeit für 30 Punkte gut sind. Diesen beiden muss man ein wenig die Lust und Laune am Spielen nehmen, was uns im Hinspiel vor allem zum Ende des Spiels auch ganz gut gelungen war.

 

Für uns ist es jetzt wichtig, dass wir uns auf dieses Spiel  fokussieren und nicht so den Tabellenstand im Kopf haben. Das Spiel gegen die Eisbären zu gewinnen wird schwer, aber es ist machbar.”

Das Hinspiel:

Das Team von Head Coach Raoul Korner startete mit breiter Brust nach den beiden Auswärtserfolgen in Frankfurt und Ljubljana und zeigte den Eisbären aus Bremerhaven bereits im ersten Viertel, dass sie das Parkett der Oberfrankenhalle als Sieger verlassen wollten. Angeführt von einem stark aufspielenden Hassan Martin, der das komplette Viertel durchspielte und nach Ablauf des ersten Spielabschnitts bereits vier Rebounds, drei Blocks und acht Punkte aufweisen konnte, lag man schon nach zehn Minuten zweistellig in Führung. Im zweiten Viertel bekam der US-Amerikaner noch mehr Unterstützung seiner Teamkollegen, vor allem in Form von David Stockton, der eines seiner besten Spiele im Trikot von medi bayreuth absolvierte.

David Stockton überzeugte

Zur Halbzeit konnte der Point Guard bereits 17 Punkte zur 59:41 Führung beitragen. Dabei überzeugte er durch eine hundertprozentige Trefferquote sowohl in der Nahdistanz als auch jenseits der 6,75-Meter-Linie. Die beeindruckende Offensivleistung der HEROES OF TOMORROW setzte sich auch nach der Halbzeit fort. Dem Team rund um Kapitän Bastian Doreth gelang es stets, die Bremerhavener defensiv zu kontrollieren und offensiv zu dominieren. Fünf medi-Spieler konnten sich bereits nach drei Vierteln zweistellig in die Scorerliste eintragen. Auch im letzten Spielabschnitt kam kein Zweifel am verdienten Sieg für die HEROES OF TOMORROW auf. Zu abgeklärt agierten die Burschen von Head Coach Raoul Korner, wohingegen den Mannen des damaligen Trainers Arne Woltmann zu viele Fehler sowohl im Angriff, als auch in der Defensive unterliefen. Einzig Elston Turner und Keith Benson konnten bei den Eisbären überzeugen. Letztendlich verließ medi mit einem 113:85 Heimsieg das Parkett der Oberfrankenhalle.