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Millionenförderung für Schulhof-Sanierung an der Jean-Paul-Schule in Aussicht
Rund 1,3 Millionen Euro Fördergeld könnte die Stadt Bayreuth für die Neugestaltung des Schulhofs der Jean-Paul-Schule erhalten. Dafür muss sie allerdings einige Vorgaben erfüllen – und mehr Zeit einplanen.
Die Stadt Bayreuth hofft auf einen millionenschweren Zuschuss aus Berlin für die Neugestaltung des Schulhofs der Jean-Paul-Schule. Dafür muss sie allerdings eine Bedingung erfüllen: Das Gelände soll künftig zeitweise auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Zudem wird sich die bereits beschlossene Sanierung voraussichtlich um mindestens ein Jahr verzögern.
Schulhofsanierung aus dem Klimafonds
Bereits Anfang 2025 hatte der Stadtrat die Sanierung der Entwässerung und der Freianlagen an der Jean-Paul-Schule mit Kosten von rund 1,4 Millionen Euro beschlossen. Inzwischen hat die Verwaltung nach Fördermöglichkeiten gesucht – und ist beim Klima- und Transformationsfonds des Bundes fündig geworden.
„Wir haben nichts unversucht gelassen, um den Eigenanteil der Stadt möglichst gering zu halten“, sagte Stadtbaureferentin Urte Kelm im Stadtrat am 25. Juni 2026. Das Förderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ biete die Chance auf eine außergewöhnlich hohe Förderung. Bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten könnten übernommen werden.
Asphalt soll verschwinden
Im Rahmen der Sanierung soll die Hälfte der asphaltierten Pausenhoffläche entsiegelt werden und so an steigende Temperaturen angepasst werde. Gleichzeitig müssen marode Entwässerungsleitungen erneuert werden.
Künftig sollen rund 75 Prozent des anfallenden Oberflächenwassers direkt auf dem Gelände versickern, statt in den städtischen Kanal geleitet zu werden. Damit soll die Neue Heimat besser auf Starkregen und Hitzeperioden vorbereitet sein.
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Aus 1,4 werden 1,6 Millionen Euro
Inzwischen liegen auch genauere Berechnungen vor. Die Verwaltung schätzt die Gesamtkosten nun auf rund 1,645 Millionen Euro. Sollte die Förderung bewilligt werden, müsste die Stadt davon nur 329.060 Euro selbst tragen. Der Rest würde vom Bund übernommen.
Für Oberbürgermeister Andreas Zippel eine große Chance. Er sprach von einer „fantastischen Möglichkeit“, an erhebliche Fördermittel zu gelangen.
Schulhof soll für alle nutzbar werden
Rückfragen gab es zu einer Bedingung des Förderprogramms: Der Schulhof muss zumindest zeitweise öffentlich zugänglich sein.
Grünen-Stadträtin Gabriele Hemmer verwies darauf, dass viele Schulgelände in den vergangenen Jahren aus Sicherheitsgründen eingezäunt wurden. Wie lasse sich das mit der Vorgabe vereinbaren?
Die Antwort der Verwaltung: Es sei geplant, den Schulhof an Wochenenden zeitweise für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Stadt sieht darin auch eine Chance für Familien im Stadtteil Neue Heimat, wo Spiel- und Aufenthaltsflächen für Kinder knapp sind.
Förderantrag bis Ende Juni
Damit die Stadt überhaupt eine Chance auf die Förderung hat, muss es jetzt schnell gehen: Bis zum 30. Juni muss eine Projektskizze beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung eingereicht werden. Urte Kelm zeigte sich zuversichtlich. Für die Einreichung fehle nur noch der Stadtratsbeschluss. Den fassten die Stadträte anschließend einstimmig.












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