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Bayreuth

„Mit Migranten für Migranten“: fünf neue Mediatoren für Bayreuth

Fünf neue MiMi-Mediatorinnen und -Mediatoren sorgen in Bayreuth dafür, dass Gesundheit keine Frage der Sprache ist.

Das Projekts „Mit Migranten für Migranten (MiMi) – Interkulturelle Gesundheit in Bayern“ hat fünf neue Mediatoren. Sie haben am Freitag, den 21. November 2025, im Neuen Rathaus ihre Zertifikate erhalten. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger übergab die Urkunden und würdigte das Engagement der Mediatoren.

Brückenbauer zum Gesundheitssystem

Mit der abgeschlossenen Ausbildung organisieren die Mediatoren eigenständig Veranstaltungen und informieren Menschen mit Migrationsgeschichte in ihrer Muttersprache über Gesundheitsfragen – von gesunder Lebensweise bis hin zum deutschen Gesundheitssystem oder der Müttergesundheit. Besonders wichtig ist dabei der kultursensible Ansatz des Projekts: Die geschulten Frauen und Männer sind wichtige Brückenbauer zwischen Gesundheitsangeboten und der Community.

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Was ist MiMi?

Das Gesundheitsprojekt „Mit Migranten für Migranten (MiMi) – Interkulturelle Gesundheit in Bayern“ wird vom Bayerischen Gesundheitsministerium gefördert und vom Ethno-Medizinischen Zentrum e. V. (EMZ) umgesetzt. Seit 2008 ist MiMi bayernweit aktiv und verfolgt ein klares Ziel: Menschen mit Migrationsgeschichte dabei zu unterstützen, sich besser im deutschen Gesundheitssystem zurechtzufinden – und so gesundheitliche Ungleichheiten zu reduzieren.

Herzstück des Projekts ist die Ausbildung von interkulturellen Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren. In einer 50-stündigen Schulung werden Inhalte wie Vorsorge, Impfschutz, Diabetes, Schwangerschaft, Kindergesundheit, Pflege oder psychische Gesundheit vermittelt. Anschließend geben die geschulten Mediatorinnen ihr Wissen kultursensibel und mehrsprachig in ihren Communities weiter. So sind in Bayern bereits 765 Mediatorinnen aktiv geworden.