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Nach Pferdestallbrand in Cottenbach: PETA erstattet Anzeige
Nach dem Brand in einem Pferdestall in Cottenbach hat PETA Anzeige erstattet. Die Organisation kritisiert unzureichenden Brandschutz in Ställen und fordert strengere Regeln, um Tiere künftig besser zu schützen.
Nach dem verheerenden Brand in einem Pferdestall im Heinersreuther Gemeindeteil Cottenbach hat die Tierschutzorganisation PETA am 19. September Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth erstattet. Die Stallbesitzerin konnte noch einige Tiere aus dem brennenden Stall retten, 16 der rund 45 Pferde starben jedoch in den Flammen.
PETA kritisiert unzureichenden Brandschutz
„Der Tod eines jeden Tieres, das bei einem Stallbrand aufgrund mangelnder Brandschutzmaßnahmen stirbt, wurde nach Auffassung von PETA billigend in Kauf genommen“,
sagt Julia Weibel, Fachreferentin bei PETA. Die Organisation fordert, gesetzliche Regelungen zu verschärfen, um Tiere künftig besser vor Bränden zu schützen.
Laut PETA ist unzureichender Brandschutz in Tierställen nach wie vor ein großes Problem. Viele gesetzliche Vorgaben seien unzureichend, und selbst diese würden häufig nicht umgesetzt.
Dank an die Einsatzkräfte
Insbesondere eine mangelhafte Löschwasserversorgung führe dazu, dass Rettungsmaßnahmen für die Tiere oft zu spät kämen. Die Tierschützer loben gleichzeitig den Einsatz der Feuerwehr und aller Helferinnen und Helfer. „PETA dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrleuten und allen Helfenden, die sich in dieser traumatisierenden Rettungsaktion für die Tiere eingesetzt haben“, schreibt die Tierrechtsorganisation.
Nach Angaben von PETA sterben in Deutschland jährlich zehntausende Tiere bei Stallbränden. Die Organisation sieht darin ein strukturelles Problem: Sowohl die Gesetzgebung als auch die praktische Umsetzung der Schutzmaßnahmen reichten nicht aus, um das Leid der Tiere wirksam zu verhindern.
PETA: Pferdesport bedeutet Tierleid
PETA setzt sich gegen die Ausbeutung von Tieren ein. „Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, oder sie uns unterhalten“, so PETA. Die Organisation kritisiert daher auch den Pferdesport ganz grundsätzlich. Beim Reiten würden die Bedürfnisse der Tiere zugunsten der Reiter ignoriert: Falsches Sitzen, übermäßiges Gewicht oder unnatürliche Bewegungen können Wirbelsäule, Bänder und Muskulatur schädigen. Außerdem kämen immer wieder tierquälerische Hilfsmittel oder schmerzhafte Trainingsmethoden zum Einsatz.











Andreas Zippel (Mitte) mit SPD-Stadtverbandsvorsitzendem Jörg Reutershan links und Fraktionsvorsitzendem Thomas Bauske. © Stefanie Schweinstetter
Der Stadtrat von Bayreuth im Sitzungssaal. Symbolbild: Katharina Müller-Sanke