Nach Verlängerung: medi kämpft Bonn nieder

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Am Ostersonntag empfing medi bayreuth die Telekom Baskets Bonn. Für medi war heute ein Sieg Pflicht, wenn noch etwas in Richtung der Playoffs gehen sollte, die Partie war ein so genanntes “Do or die”-Spiel. Und die Heroes of Tomorrow kämpften für den Sieg in einer dramatischen Partie: nach Verlängerung besiegte medi bayreuth die Gäste mit 84:75. Den VIP-Talk mit Raoul Korner finden Sie im Anschluss an die Partie auf unserer Facebookseite sowie hier über dem Text.

Ausgangslage

Die Heroes of Tomorrow gingen mit Eric Mika, Adonis Thomas, Kassius Robertson, Bastian Doreth und De’Mon Brooks ins Spiel. Vor dem Spiel war klar, dass Bayreuth, sofern sie sich nicht gänzlich aus dem Rennen um die Playoffs verabschieden wollen, heute gewinnen müssten. Durch den Sieg Eintracht Braunschweigs am Vortag gegen Bremerhaven, konnte ein weiterer Konkurrent medis weitere Punkte im Rennen um die Playoffs sammeln. Die Bayreuther standen vor dem Spiel nach wie vor auf Platz elf der Tabelle und waren so sechs Punkte hinter Rang 8, dem ersten Playoff-Platz.

Bayreuth gegen Bonn. Ein umkämpftes Spiel. Foto: Redaktion

Aufholjagd von Beginn an

Das Spiel gegen Bonn begann für das Team von Raoul Korner alles andere als gut. Nach 90 Sekunden führten die Gäste bereits mit 7:0. Wenig später gelang dann Kassius Robertson auch der erste Korb für Bayreuth. Richtig rund lief es auf beiden Seiten nicht, doch anfangs schien es, als hätten die Bonner immer das glücklichere Ende für sich. Doch die Heroes of Tomorrow kämpften sich langsam ins Spiel. Die Bayreuther machten aus einem Rückstand von zehn Punkten (3:13) dann zum Anfang des zweiten Viertels einen Gleichstand (19:19).

Brooks verteilt den Ball. Foto: Redaktion.

Auf Augenhöhe

Fortan bewegten sich beide Teams auf Augenhöhe. Im Gleichschritt marschierten die beiden Mannschaften zum 28:28. Bei Bonn bestimmte zu diesem Zeitpunkt Charles Jackson mit 13 Punkten die Partie, bei den Heroes of Tomorrow konnte sich Andreas Seiferth mit 8 Punkten am häufigsten auf dem Scoreboard eintragen. Als sich Bonn dann wieder etwas absetzte, legte Bastian Doreth einen Dreier nach und brachte Bayreuth wieder näher an die Gäste heran. Es blieb ein Spiel mit vielen Offensivrebounds und zweiten bzw. dritten und sogar vierten Wurfchancen auf beiden Seiten. Kurz vor der Pause kam Bayreuth durch Lukas Meisner zum 39:39-Ausgleich.

Doreth mit dem Pass. Foto: Redaktion.

Offener Schlagabtausch

Das Spiel blieb offen. Auch in der zweiten Hälfte blieb das Spiel heiß umkämpft und keine der beiden Mannschaften konnte sich wirklich von ihren Gegnern absetzen. Auf Bayreuther Seite kam Gregor Hrovat immer besser ins Spiel und bescherte den Heroes of Tomorrow wichtige Steals sowie Punkte. Auch Bastian Doreth versenkte wichtige Dreier im Korb der Gäste. Der Ex-Bayreuther im Kader von Bonn, Nate Linhart, spielte im Aufeinandertreffen mit seinen einstigen Mannschaftskollegen kaum eine Rolle. Zwei Minuten vor dem Ende stand es in der Oberfrankenhalle 70:70. 75 Sekunden vor dem Ende versenkte dann De’Mon Brooks einen Drei-Punkte-Wurf. Die Fans jubelten frenetisch.

Brooks ist fokussiert. Foto: Redaktion

Herzschlagfinale

Doch direkt im Gegenzug legte Bonn mit einem Dreier nach und ließ die Fans in der Halle vorerst verstummen. Ein Bayreuther Angriff fand seinen Weg ins Ziel nicht. Bonn konnte Sekunden vor Schluss davonziehen. Doch die Bonner legten den Ball ebenfalls daneben. 16 Sekunden vor dem Ende bekam dann Kassius Robertson den Ball. Er hatte die Chance im letzten Angriff alles klar zu machen und den Sieg für die Heroes of Tomorrow einzutüten. Doch der Ball sprang wieder aus dem Korb heraus. Es blieb beim 73:73. Es gab Verlängerung.

In der Overtime hatte Bayreuth den besseren Beginn auf seiner Seite. Während bei Bonn nicht mehr viel zusammenzukommen schien, machten die Bayreuther zwei Punkte hintereinander und führten nach drei Minuten mit 77:73. Selbst von der Freiwurflinie gelang den Bonnern keine Punkte. Der Bayreuther Korb schien wie vernagelt. Eine Minute vor dem Ende gelangen den Bonnern dann doch per Freiwurf die ersten beiden Punkte der Overtime. Im Gegenzug versenkte Robertson allerdings dann einen Dreier zum 80:75, bei 36 zu spielenden Sekunden. Die Vorentscheidung.

So feierten die Heroes of Tomorrow den Sieg