Zuletzt aktualisiert am
Neues Restaurant im alten Zollhaus: Junges Team plant Eröffnung im Frühjahr
Ein junges dreiköpfiges Team übernimmt das ehemalige Zollhaus-Restaurant in Bayreuth. Dort entsteht ein asiatisches Fusion-Restaurant. In das Gebäude zieht keine Kette ein, sondern das Herzensprojekt des Familienunternehmens „KIZUNAM“.
„Mit KIZUNAM möchten wir eine Verbindung zu unseren Gästen aufbauen. Sie sollen sich bei uns wohlfühlen, die Atmosphäre genießen und gerne wiederkommen“, sagt das KIZUNAM-Team über sein entstehendes Restaurant im ehemaligen Zollhaus IX in der Maximilianstraße 9.
Name verbindet Japan und Vietnam – und darüber hinaus
Der Restaurantname spiegelt das Konzept bewusst wider. „Kizuna“ (絆) bedeutet im Japanischen Verbundenheit, Vertrauen und langfristige Beziehungen – sowohl zwischen Menschen als auch zwischen Ländern. Diese Idee soll sich im Bayreuther Restaurant wiederfinden, im Umgang mit Gästen ebenso wie im kulinarischen Konzept.
Der zweite Namensbestandteil „Nam“ verweist auf Vietnam, das Herkunftsland von Küchenchef Long und seinem Cousin Duc. Gleichzeitig steht „Nam“ im Vietnamesischen auch für die Zahl fünf. Sie gilt als Symbol für Wohlstand, Harmonie und Balance, so das Team. Zudem erinnert die Form Vietnams auf der Landkarte an eine geschwungene Fünf.
„Ich glaube, wir haben den perfekten Namen für den Laden gefunden“, sagt Maria.
Wichtig für das Team ist ein stimmiges Gesamtkonzept für Bayreuth – vom Restaurantnamen über das Essensangebot bis hin zur Einrichtung des Lokals.
Schon gelesen? Altes Funsch, neuer Wunsch: Traditionscafé feiert Comeback in Bayreuth.
Das verbundene Trio
Hinter dem Projekt stehen Maria (Marketing und Organisation), ihr Mann Long (Chef und Küche) sowie sein Cousin Duc (Service und Personal). Kulinarisch setzt das Team auf Ramen, Bowls und weitere Fusion-Gerichte mit Einflüssen aus Japan, Vietnam sowie anderen Küchen Ost- und Südostasiens.
Long bringt rund 20 Jahre Erfahrung als Koch mit. Er entwickelt regelmäßig neue Rezepte, die bei positiver Resonanz auf die Speisekarte kommen. Das Feedback der Gäste hat daher einen hohen Stellenwert für das Team. Neben Fleisch- und Fischgerichten sind in allen Kategorien auch klar gekennzeichnete vegane Alternativen geplant.
Erfahrungen aus Nürnberg und Entscheidung für Bayreuth
Erste gastronomische Erfahrungen sammelte das Team bereits in Nürnberg mit dem Restaurant „Lucky Neko“, das derzeit eine Google-Bewertung von 4,6 Sternen hat. Das Lokal wurde inzwischen an einen Freund übergeben, während sich die Betreiber nun auf Bayreuth in der Maximilianstraße 9 konzentrieren.
„Nürnberg ist schön, aber auch groß und hektisch. Wir haben langfristig überlegt, wo unsere Familie leben soll“, sagt Maria. „Bayreuth ist von der Größe her auch wirklich super ideal.“
Sie und ihr Mann ziehen gemeinsam ihren viereinhalbjährigen Sohn groß. Bereits im Sommer hatten die Betreiber eine erste mögliche Location in Bayreuth besichtigt. Auch wenn das damalige Objekt nicht passte, blieb die Stadt im Gedächtnis.
Als sich Mitte Januar schließlich die Gelegenheit ergab, das Zollhaus IX zu übernehmen, entschieden sie sich unter anderem wegen der Größe, Atmosphäre und der guten Erreichbarkeit für Familie und Freunde, die noch in Nürnberg leben, für Bayreuth.
„Bayreuth hat eine super tolle Energie und ich kann mir wirklich vorstellen, dass es die letzte Stadt sein wird.“
Mehr Platz und Fokus auf das Restauranterlebnis
Im ehemaligen Zollhaus sind rund 90 bis 100 Sitzplätze geplant. Damit bietet das neue Lokal deutlich mehr Raum als der frühere Standort in Nürnberg.
„Uns sind größere Abstände zwischen den Tischen wichtig, damit sich die Gäste wohlfühlen und ihr Restaurantbesuch entspannt bleibt“, betont das Team.
Nach den Erfahrungen mit „Lucky Neko“ in Nürnberg will das Team in Bayreuth wieder stärker auf Erlebnisgastronomie setzen. In Nürnberg lag zuletzt ein großer Fokus auf Lieferung. Das Essen kam gut an, doch dem Team fehlte das direkte Feedback.
Vor Ort, sagt Maria, entstehe erst die echte Verbindung: Gäste erleben Atmosphäre, Service und Präsentation. Außerdem könne Long neue Ideen testen, saisonale Specials anbieten und die Karte schneller weiterentwickeln – je nachdem, was im Restaurant wirklich gut ankommt.
Eröffnung im Frühjahr geplant
Derzeit laufen Renovierungsarbeiten, Menüentwicklung und Marketing parallel. Ziel ist eine Eröffnung im April, idealerweise rund um Ostern. Spätestens im Mai soll das Restaurant starten. Bis dahin entstehen die finale Speisekarte, Foto- und Marketingmaterial sowie die letzten Arbeiten in Küche und Gastraum. Interessierte können den Fortschritt über die Social-Media-Kanäle des Teams verfolgen.











Blaulicht Symbolbild: Pixabay.
Symbolfoto: pixabay