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„Nicht einschüchtern lassen“: Queer Bayreuth hält vor dem CSD zusammen
Die Ereignisse vom vergangenen Samstag am CSD in Berlin sorgen auch in Bayreuth für Betroffenheit. Dennoch machen Organisatoren, Stadt und Polizei deutlich: Der Christopher Street Day soll sicher stattfinden – und ein sichtbares Zeichen für Vielfalt setzen.
Betroffenheit in der queeren Community
Der Anschlag auf den CSD in Berlin, bei dem ein Mann mit einem Transporter in eine Menschenmenge fuhr und dabei eine Person getötet und 29 weitere verletzt hat, hat viele Menschen erschüttert. Besonders in der queeren Community ist die Verunsicherung spürbar. Auch die Organisatoren des Bayreuther Christopher Street Day beobachten die Entwicklung mit großer Sorge.
„Die haben uns natürlich sehr betroffen gemacht. Nach wie vor wahrscheinlich die komplette queere Community. Wir sehen es definitiv als gezielten Anschlag auf queere Menschen.“
Nach Einschätzung der Organisatoren betreffen solche Taten nicht nur die direkt Betroffenen vor Ort. Sie würden auch bei vielen queeren Menschen deutschlandweit Ängste auslösen und Fragen nach der eigenen Sicherheit aufwerfen.
CSD als politisches Zeichen
Trotz der Verunsicherung will die Bayreuther Community den geplanten Christopher Street Day nicht infrage stellen. Für die Organisatoren ist gerade jetzt wichtig, sichtbar zu bleiben und für Gleichberechtigung einzutreten.
„Deswegen ist es aber wichtig, dass man sich jetzt nicht einschüchtern lässt und nicht zurücktritt, sondern eben Widerstand leistet.“
Der CSD sei schon immer mehr gewesen als ein Straßenfest. Laut Brodmerkel handelt es sich um eine politische Demonstration, bei der es darum gehe, für die Rechte queerer Menschen einzustehen und gesellschaftliche Teilhabe sichtbar zu machen.
„Der CSD war schon immer eine politische Demo und ich glaube, gerade jetzt ist es umso wichtiger, unsere Rechte zu verteidigen.“
Sicherheitskonzept wird erneut überprüft
Parallel zur Vorbereitung der Veranstaltung läuft die Abstimmung mit den Behörden. Nach Angaben der Organisatoren besteht bereits ein Sicherheitskonzept, das nun noch einmal überprüft wird. Dabei soll geklärt werden, ob zusätzliche Anpassungen notwendig sind.
Auch die Stadt Bayreuth verweist auf die Bedeutung umfassender Schutzmaßnahmen. Die Verantwortlichen betonen, dass sowohl die Demonstrationsstrecke als auch die Abschlussveranstaltung im Ehrenhof – wie bereits im vergangenen Jahr – gegen mögliche Überfahrtaten gesichert werden.
Stadt, Polizei und Veranstalter im Austausch
In den kommenden Tagen soll ein Kooperationsgespräch zwischen Stadt, Polizei und Veranstaltern stattfinden. Dabei werden weitere organisatorische und sicherheitsrelevante Details abgestimmt.
„Die jüngste Tragödie in Berlin hat einmal mehr aufgezeigt, wie wichtig es für Veranstalter und Sicherheitsbehörden ist, weiterhin verantwortungsvoll mit Schutzmaßnahmen umzugehen.“
Polizei sieht sich gut vorbereitet
Die Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt erklärt, dass die Sicherheit der Teilnehmenden sowie die Ausübung der Versammlungsfreiheit oberste Priorität hätten. Die Einsatzplanung erfolge auf Grundlage einer individuellen Lage- und Gefährdungsbewertung.
„Die Ereignisse in Berlin nehmen wir sehr ernst – aktuelle Erkenntnisse fließen grundsätzlich und fortlaufend in unsere Überlegungen und Planungen ein.“
Konkrete Sicherheitsmaßnahmen werden aus einsatztaktischen Gründen nicht öffentlich gemacht. Die Behörde betont jedoch, dass sie gemeinsam mit der Stadt Bayreuth die Voraussetzungen für einen sicheren Verlauf der Versammlung schaffen will.
„Wir sehen uns gut vorbereitet, um gemeinsam mit der Versammlungsbehörde einen sicheren Versammlungsverlauf zu gewährleisten.“
FAQ
Findet der CSD in Bayreuth wie geplant statt?
Ja. Nach aktuellem Stand laufen die Vorbereitungen regulär weiter.
Wird das Sicherheitskonzept angepasst?
Das bestehende Konzept wird gemeinsam von Veranstaltern, Stadt und Polizei überprüft. Ob Nachschärfungen nötig sind, wird in einem Kooperationsgespräch geklärt.
Wie bewertet die Polizei die Sicherheitslage?
Die Polizei nimmt die aktuellen Ereignisse sehr ernst, sieht sich aber gut vorbereitet, um einen sicheren Ablauf des CSD in Bayreuth zu gewährleisten.












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