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Betrug

„So bin ich in die Falle getappt“: Eine Betroffene warnt vor Telefonbetrügern

Die Polizei Oberfranken hat ein Video zur Prävention von Callcenterbetrug veröffentlicht und geht damit neue Wege in der Aufklärungsarbeit. Nun wird auch in den Bayreuther Stadtbussen für die Gefahr sensibilisiert. 

Bayreuth geht neue Wege im Kampf gegen den grassierenden Callcenterbetrug. In einer gemeinsamen Initiative haben das Polizeipräsidium Oberfranken und die Stadtwerke Bayreuth ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, um die Bevölkerung gezielt zu schützen. Ab sofort wird die landesweite Präventionskampagne #NMMO (NichtMitMeinerOma) sichtbar in allen Stadtbussen präsent sein – mit Plakaten und Kurzvideos auf den Infoscreens.

Warum Callcenterbetrug eine ernsthafte Bedrohung darstellt

Callcenterbetrug gehört zu den häufigsten und perfidesten Betrugsformen. Kriminelle geben sich am Telefon als Polizeibeamte, vermeintliche Mitarbeiter von Unternehmen oder Behörden aus, um ihre Opfer zu täuschen. Ihr Ziel: an sensible Daten oder im schlimmsten Fall an das gesamte Ersparte der Betroffenen zu gelangen. Besonders ältere Menschen geraten durch geschickte Manipulation und massiven Druck in eine Lage, in der sie oft hilflos ihr Vermögen verlieren. Die psychische Belastung für die Opfer ist enorm.

#NMMO-Kampagne: Prävention im öffentlichen Nahverkehr

Die Kampagne #NMMO nutzt nun den öffentlichen Nahverkehr in Bayreuth als effektive Plattform für die polizeiliche Präventionsarbeit. Die prominent platzierten Plakate und das Kurzvideo auf den Infoscreens greifen das brisante Thema auf. Sie verweisen zudem auf ein kürzlich veröffentlichtes Präventionsvideo des Polizeipräsidiums Oberfranken. Das Video der Polizei Oberfranken setzt auf eine authentische Darstellung. Eine Geschädigte schildert eindrucksvoll, wie sie Opfer eines solchen Anrufs wurde. Gleichzeitig werden die Originalstimmen der Täter eingeblendet – ein Gänsehautmoment, der die perfide Vorgehensweise der Betrüger offenlegt. Der Clip soll nicht nur ältere Menschen, sondern auch deren Angehörige, Jugendliche und Erwachsene für das Thema sensibilisieren.

Eine Initiative für alle Altersgruppen: Von Taxis bis zu Stadtbussen

Die aktuelle Initiative in den Stadtbussen richtet sich explizit an Fahrgäste aller Altersgruppen. Sie baut auf einer bereits etablierten Kampagne aus Oberfranken auf, bei der Taxifahrer mit speziellen Flyern ausgestattet wurden, um potenzielle Opfer während der Fahrt gezielt zu informieren. Dank der wertvollen Unterstützung der Stadtwerke Bayreuth kann die Präventionskampagne nun signifikant erweitert werden. Der Startschuss fällt in Bayreuth, doch eine Ausweitung auf weitere Städte ist bereits in Planung.

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Polizei appelliert an alle Altersgruppen

“Neun Minuten, die euch, euren Großeltern und Eltern helfen können, sich vor Betrug zu schützen”, lautet der eindringliche Appell der Polizei Oberfranken. Sie empfiehlt, bei unbekannten Anrufen stets wachsam zu sein, keine persönlichen Informationen preiszugeben und niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte zu übergeben. Im Zweifelsfall sollte immer die örtliche Polizei kontaktiert werden.