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Positive Entwicklungen aber auch Handlungsbedarf – Polizei Oberfranken stellt Unfallstatistik vor
Die Verkehrsunfallstatistik 2025 für Oberfranken zeigt einen leichten Rückgang der Gesamtunfälle und weniger Verkehrstote. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Verletzten – besonders bei Senioren und Pedelec-Fahrern.
30.028 Unfälle im Jahr 2025
Das Polizeipräsidium Oberfranken hat die Verkehrsunfallstatistik 2025 vorgestellt. Insgesamt registrierte die Polizei auf oberfränkischen Straßen 30.028 Verkehrsunfälle. Damit ging die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück.
Auch die Zahl der Verkehrstoten sank auf 37. Dennoch bleibt die Lage ernst: 4.604 Menschen wurden bei Unfällen verletzt, 818 davon schwer.
Polizeivizepräsident Florian Mayer betonte:
„37 Verkehrstote im Jahr. Das bedeutet, im Schnitt stirbt alle zehn Tage ein Mensch auf Oberfränkischen Straßen.“
man sei zwar auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel. Hinter jeder Zahl stehe ein menschliches Schicksal.
Sorge um ältere Verkehrsteilnehmer
Besonders besorgniserregend ist laut Polizei die Entwicklung bei Seniorinnen und Senioren. Zwar war die Gesamtzahl der Unfälle mit älteren Beteiligten leicht rückläufig, jedoch stieg sowohl die Zahl der Verletzten als auch der Getöteten in dieser Altersgruppe deutlich an.
Mit 17 Verkehrstoten stellen Seniorinnen und Senioren einen erheblichen Anteil an der Gesamtzahl der Todesopfer in Oberfranken.
Mehr Pedelec-Unfälle
Im Radverkehr zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Zahl der getöteten Radfahrer sank auf neun. Während die Unfallzahlen mit klassischen Fahrrädern leicht um 1,3 Prozent zurückgingen, nahmen Unfälle mit motorisierten Fahrrädern (Pedelecs) um rund 33,6 Prozent deutlich zu.
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Geschwindigkeit bleibt Hauptursache
Als wesentliche Ursachen für schwere und tödliche Verkehrsunfälle nennt die Polizei weiterhin nicht angepasste Geschwindigkeit, Unachtsamkeit und Ablenkung.
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Gerade auf Landstraßen kommt es trotz geringerer Unfallzahlen häufiger zu schweren Folgen als innerorts. Geschwindigkeit bleibt damit ein zentraler Risikofaktor im Straßenverkehr.
Verkehrssicherheit geht uns alle an
Sachbereichsleiterin Verkehr, Camilla Bäuerle, unterstrich das Ziel, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer durch Prävention, Aufklärung und Kontrollen weiter zu erhöhen. Aufmerksamkeit, angepasste Geschwindigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme seien entscheidend.
Polizeivizepräsident Florian Mayer erinnerte noch daran, das Verkehrssicherheit nicht allein mit der Arbeit der Polizei zu gewährleisten sei. Verkehrssicherheit geht uns alle an. Jeder hat daran Anteil. Was die Verkehrsinfrastruktur angeht, so könne die Polizei nur in beratender Funktion tätig sein. Schilder, Ampeln oder Geschwindigkeitsbegrenzungen aufzustellen und festzulegen sei letztendlich die Aufgabe der entsprechenden Behörden.
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Für 2026 kündigt die Polizei an, ihre Verkehrssicherheitsarbeit konsequent fortzuführen. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Sicherheit auf Landstraßen liegen. Weitere Details zur Verkehrsunfallstatistik der Polizei Oberfranken finden sie hier.











Archivbild Kunstmuseum. Bild: Michael Kind
Eine Aktion von Demokratie leben: Lange Nacht der Demokratie Foto: bt-Redaktion