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Prüfung bestanden! Bayreuth bleibt fahrradfreundliche Kommune
Mehr Radwege, neue Fahrradstraßen und ein klares Mobilitätskonzept: Bayreuth bleibt auch künftig als fahrradfreundliche Kommune ausgezeichnet. Bei der Rezertifizierung zog die Stadt Bilanz und zeigte, welche Fortschritte in den vergangenen Jahren erreicht wurden – und wo noch Baustellen bestehen.
Das Prädikat „Fahrradfreundliche Kommune“ wird von der AGFK, der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. für Städte vergeben, die das Fahrrad als Fortbewegungsmittel fördern, und das Fahrradfahren gezielt sicherer und angenehmer machen. Bayreuth trägt diese Auszeichnung seit dem Jahr 2019. Jetzt wurde der Status nach einer eingehenden Prüfung verlängert.
Ohne Handlungsempfehlungen wurde die Anerkennung aber nicht ausgesprochen. Hannah Thiemann, vom AGFK Bewertungs-Gremium gemahnte die Stadt nicht nachzulassen. Eine fahrradfreundliche Kommune zu sein, sei kein Status ,der einmal erreicht, von selbst erhalten bleibt. Zum erhalt des Prädikats bedarf es kontinuierlicher systematischer Wartung, Selbstreflexion und den Willen, sich stetig weiterzuentwickeln. Für all das, seien aber in Bayreuth gute Ansätze vorhanden.
Radverkehr ist fester Bestandteil der Mobilität
Für die Stadt Bayreuth ist die Förderung des Radverkehrs längst kein Einzelprojekt mehr. Seit der ersten Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune“ im Jahr 2019 verfolgt die Verwaltung das Ziel, das Fahrrad dauerhaft als gleichwertiges Verkehrsmittel neben Auto, Bus und Bahn zu etablieren.
Grundlage dafür sind mehrere strategische Konzepte, die in den vergangenen Jahren entwickelt oder fortgeschrieben wurden. Besonders wichtig ist dabei das neue gesamtstädtische Mobilitätskonzept, das Ende 2024 unter dem Leitbild „Sicher für die Menschen und die Umwelt“ beschlossen wurde. Es soll die Richtung für die Verkehrsentwicklung der kommenden Jahre vorgeben.
Immer mehr Wege werden zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt
Nach Angaben der Stadt zeigen aktuelle Zahlen, dass sich die Entwicklung bereits bemerkbar macht. Laut einer repräsentativen Haushaltsbefragung aus dem Jahr 2023 werden inzwischen 46 Prozent aller werktäglichen Wege in Bayreuth entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt.
Gegenüber der letzten Erhebung aus dem Jahr 2015 entspricht das einem Plus von vier Prozentpunkten. Sowohl der Fußverkehr als auch der Radverkehr erreichen dabei jeweils einen Anteil von 23 Prozent. Aus Sicht der Stadt ist das ein positives Signal, gleichzeitig sehen die Verantwortlichen weiterhin Potenzial für Verbesserungen.
Gemeinsame Planung mit dem Landkreis
Pendlerstrecken stehen besonders im Fokus
Ein zentraler Baustein der aktuellen Strategie ist die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Bayreuth. Gemeinsam wurde ein Radverkehrskonzept für Pendlerstrecken entwickelt, das die Verbindungen zwischen Bayreuth und dem Umland verbessern soll.
Im Mittelpunkt stehen sichere Routen, bessere Querungsmöglichkeiten und eine leistungsfähige Infrastruktur für Menschen, die regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit oder Ausbildung fahren. Das Konzept dient zugleich als Grundlage für zukünftige Investitionen und Förderanträge.
Auch eine einheitliche Wegweisung spielt dabei eine wichtige Rolle. Nach Ansicht der Verantwortlichen steigt die Bereitschaft, neue Strecken mit dem Fahrrad zu nutzen, wenn die Routen klar ausgeschildert und einfach verständlich sind.
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Neue Infrastruktur für mehr Sicherheit
Seit der Erstzertifizierung wurden in Bayreuth zahlreiche Maßnahmen für den Radverkehr umgesetzt. Dazu gehören Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Fahrradstraßen, Fahrradschleusen und neue Querungshilfen. Darüber hinaus wurden verschiedene Kreuzungen und Straßenabschnitte überarbeitet, um das Radfahren sicherer zu machen.
Besonderes Augenmerk legt die Stadt auf sogenannte Konfliktpunkte. Gemeint sind Bereiche, die ursprünglich vor allem für den Autoverkehr geplant wurden und heute als problematisch für Radfahrer gelten. Wo größere Umbauten nicht sofort möglich sind, setzt die Stadt zunächst kleinere Verbesserungen um. Langfristig sollen jedoch umfassendere Lösungen folgen.
Mehr Stellplätze und bessere Bedingungen im Winter
Neben dem Ausbau der Infrastruktur investiert die Stadt auch in Serviceangebote. Mittlerweile wurden rund 950 Fahrradbügel und mehr als 1.100 öffentliche Fahrradstellplätze in einem digitalen Kataster erfasst. Ziel ist es, bei Neubauten und Umgestaltungen einheitliche Qualitätsstandards zu schaffen.
Auch die ganzjährige Nutzbarkeit des Radwegenetzes soll verbessert werden. Dafür wurden Konzepte entwickelt, wie wichtige „Fahrradhighways“ im Winter besser geräumt und unterhalten werden können.
Noch ist nicht alles geschafft
Trotz der sichtbaren Fortschritte macht die Stadt deutlich, dass die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen ist. Einige Projekte konnten unter anderem während der Corona-Pandemie nicht wie geplant umgesetzt werden. Gleichzeitig stehen weitere Aufgaben an, darunter die Weiterentwicklung bestehender Konzepte, zusätzliche Verbesserungen für Pendlerstrecken und die Beseitigung weiterer Schwachstellen im Netz.
Die Verantwortlichen sehen die Förderung des Radverkehrs deshalb als dauerhaften Prozess. Hinweise und Anregungen aus der Bevölkerung sollen weiterhin in die Planungen einfließen.
FAQ
Was bedeutet die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“?
Mit dem Prädikat werden Städte und Gemeinden ausgezeichnet, die den Radverkehr gezielt fördern und entsprechende Maßnahmen dauerhaft umsetzen.
Wie viele Wege werden in Bayreuth bereits nachhaltig zurückgelegt?
Laut einer Haushaltsbefragung aus dem Jahr 2023 werden 46 Prozent aller werktäglichen Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt.
Welche Maßnahmen hat Bayreuth zuletzt umgesetzt?
Dazu zählen unter anderem neue Fahrradstraßen, Schutz- und Radfahrstreifen, Querungshilfen, zusätzliche Fahrradstellplätze sowie Konzepte für Pendlerstrecken und den Winterdienst auf Radwegen.












Laut Informationen von News5 könnten Flex-Arbeiten der Grund für den Brand gewesen sein. Die Polizei bestätigt diese Information nicht. © NEWS5 / Ferdinand Merzbach
Michael Heindl mit Karl Lappe (links, Vorstandsvorsitzender) und Hans Schirmer (rechts, Aufsichtsratsvorsitzender). © Käserei Bayreuth eG