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Radweg Pottenstein–Pegnitz: Lückenschluss geht voran
Der Landkreis Bayreuth treibt den Ausbau der Kreisstraße BT 41 zwischen Pottenstein und Pegnitz weiter voran. Jetzt beginnt der dritte Bauabschnitt zwischen den Pegnitzer Gemeindeteilen Willenreuth und Willenberg.
Mit jedem Bauabschnitt wächst die Verbindung zwischen Pegnitz und Pottenstein. Am Ende entsteht eine durchgängige, sichere Achse für den Auto- und Radverkehr – ein Projekt, das nach 20 Jahren Planung nun Schritt für Schritt Realität wird.
Neben mehr Verkehrssicherheit geht es darum, eine Lücke im regionalen Radwegenetz zu schließen. „Diese Maßnahme ist ganz, ganz wichtig, insbesondere für den südlichen Landkreis“, betont Landrat Florian Wiedemann. Der Ausbau der BT 41 zählt zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten des Landkreises.
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„Der Alltagsradverkehr wird hier auch noch mal gestartet“, sagt Radwegebeauftragter Peter Findeklee vom Landratsamt Bayreuth. Ziel ist eine sichere und durchgängige Verbindung zwischen Pottenstein und Pegnitz – für Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Touristen.
Bürgermeister Nierhoff brachte das Projekt voran
Für die Stadt Pegnitz ist die Maßnahme auch aus Sicherheitsgründen zentral. Bürgermeister Wolfgang Nierhoff erklärt, im hinteren Abschnitt mit Gefälle Richtung Innenstadt hätten bislang Fußgänger und Radfahrer die Fahrbahn nutzen müssen.
Die Planungen reichen rund 20 Jahre zurück. Lange lagen die Konzepte in der Schublade, so Nierhoff. Erst Ende 2023 wurde das Projekt neu priorisiert.
Für Nierhoff war das Projekt von großer Bedeutung. Er organisierte Bürgerversammlungen, führte Gespräche mit Anwohnern und half, Widerstände auszuräumen.
„Rund 90 Prozent der Leute waren wirklich sehr kooperativ von Anfang an“, so Nierhoff.
In Gesprächen mit Landrat Florian Wiedemann wurde deutlich, dass das Projekt auch für den Landkreis Priorität haben muss.
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Zwei von vier Bauabschnitte sind bereits fertig
Die Hälfte des Projekts ist bereits umgesetzt:
- Bauabschnitt 1: von der B 470 bis Elbersberg
- Bauabschnitt 2: von Elbersberg bis Willenreuth
Insgesamt wurden rund acht Kilometer ausgebaut. Die Fahrbahn wurde auf den heutigen Standard verbreitert, zusätzlich entstand ein 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg.
Bauabschnitt 3: Was jetzt konkret passiert
Der dritte Bauabschnitt ist 1,823 Kilometer lang und wurde von BAURCONSULT Architekten und Ingenieuren in Pegnitz geplant. Die reinen Baukosten liegen bei rund 4 Millionen Euro. Die Förderung soll etwa 80 Prozent der förderfähigen Kosten betragen.
Die Rodungsarbeiten für die Strecke zwischen Willenreuth und Willenberg haben bereits begonnen. „Sobald wir das Fördersignal erhalten haben, [werden] unverzüglich die nächsten Schritte eingeleitet“, so Wiedemann. Nach dem Förderbescheid folgt die Ausschreibung. Mitte 2026 soll ein Auftragnehmer feststehen.
Fachbereichsleiter Tiefbau Frank Pfaffenberger erklärt:
„Dann wird die vorhandene Straße abgebrochen, der regelgerechte Aufbau gemacht, seitlich der Gehweg, Entwässerungsleitungen für die neue Straße gebaut.“
Die bisher rund fünf Meter breite Fahrbahn wird auf sechs Meter erweitert. Der neue Radweg wird 2,50 Meter breit und asphaltiert ausgeführt. Die Fertigstellung ist für Anfang 2027 geplant.
Was Anlieger jetzt wissen müssen
Während der Bauzeit wird es eine Vollsperrung geben.
Wichtig:
- Anlieger können ihre Grundstücke weiterhin erreichen.
- Der überörtliche Verkehr wird umgeleitet.
- Die Umleitungsstrecken werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Blick nach vorn: Bauabschnitt 4 Richtung Pegnitz
Parallel zur Umsetzung von Bauabschnitt 3 wird Bauabschnitt 4 weiter geplant. Ziel ist die vollständige, straßenbegleitende Verbindung bis Pegnitz. Insgesamt soll die Strecke rund 14 Kilometer umfassen.
Der vierte Abschnitt gilt als technisch anspruchsvoll. Herausforderungen sind:
- der Bereich am Diana-Felsen
- starke Geländeneigungen
- die Querung im Umfeld der Autobahnbrücke (A9)
Die Machbarkeit ist grundsätzlich geklärt, die Detailplanung läuft. Es dürfte daher nicht mehr lange dauern, bis eine durchgehende und sichere Radverbindung von Pottenstein nach Pegnitz in der Fränkischen Schweiz Realität wird.











Fahrradzähler Ecke Schulstraße zeigt 200.000 ©Bayreuther Tagblatt
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