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Spielplatz in der Äußeren Badstraße: Bauarbeiten könnten Mitte 2026 starten
von bt-Redaktion
Auf dem Kinderspielplatz Äußere Badstraße in Bayreuth wurden Schadstoffe gefunden. Die Stadt plant eine Sanierung, um die Gesundheit der Kinder zu schützen und den Spielplatz zu erhalten. Nach neuesten Angaben könnte der Umbau im nächsten Jahr beginnen.
Auf dem Kinderspielplatz Äußere Badstraße wurden im Jahr 2018 Schadstoffe wie Arsen, Barium und Benzo(a)pyren im Boden gefunden. Beide Stoffe sind für Menschen und Umwelt hochgefährlich: Arsen und Benzo(a)pyren können Krebs verursachen, während Barium Muskellähmung und Herzprobleme auslösen kann.
Update vom 16. Juli 2025
Die Ergebnisse der Grundwasseruntersuchung sind ausgewertet. Das teilt die Stadt Bayreuth in einer Bekanntmachung vom 15. Juli 2025 mit. Nach der Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamts Hof, das das Wasser untersucht hat, geht es nun folgendermaßen weiter:
Ein Fachbüro soll eine weitere Grundwassermesstelle einrichten, um zu prüfen, wie die Arsen-Schadstofffahne ausgerichtet ist, das heißt, bis wohin sich das Arsen von der Quelle verbreitet.
Außerdem will die Stadt die Benzo(a)pyren-belastete Fläche von 1.000 Quadratmetern weiter eingrenzen, damit der Bodenaustausch in einer Stärke von 30 Zentimetern auf die notwendige Fläche beschränkt werden kann.
Die bauliche Umgestaltung des Spielplatzes könnte dann im zweiten Quartal 2026 beginnen, wenn benötigte Fördermittel gewährt werden, heißt es in der Bekanntgabe weiter. Ein Vorentwurf für die Sanierung des Kinderspielplatzes soll demnächst Thema im Stadtentwicklungsausschuss sein. Wir berichten.
Artikel vom 31. Oktober 2024
Die Stadt Bayreuth plant, den Spielplatz zu sanieren. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger betont, dass zunächst genaue Untersuchungen durchgeführt werden müssen, um betroffene Bodenbereiche eindeutig zu identifizieren. „Die Gesundheit unserer Kinder und Bürger hat höchste Priorität. Eine Sanierung kommt erst in Frage, wenn die genauen Schadstoffbereiche im Boden bekannt sind“.
Beliebter Spielplatz soll sicher bleiben
Das Ziel der Stadt Bayreuth ist es, den Kinderspielplatz am Volksfestplatz zu erhalten und sicher zu gestalten. Dennoch erfordert der Umgang mit den giftigen Stoffen sorgfältiges Abwägen. Die Stadt will nicht nur die Gesundheit der Bürger, sondern auch die Natur schützen und verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgehen. Daher werden derzeit weitere Ergebnisse von Boden- und Grundwassermessungen abgewartet, bevor ein Sanierungskonzept erstellt wird.
Ursache der Bodenbelastung: Verfüllungen der 1960er-Jahre
Die Bodenkontaminierung geht auf Verfüllungen zwischen 1968 und 1973 zurück. Neben Arsen und Barium wurden weitere gefährliche Stoffe wie Quecksilber, Cyanid und Blei sowie krebserregendes Benzo(a)pyren nachgewiesen. Dieser Stoff entsteht bei unvollständiger Verbrennung und steht ebenfalls im Verdacht, krebserregend zu sein. Das Umweltamt hat daher auch das Wasserwirtschaftsamt Hof und das Gesundheitsamt hinzugezogen, um eine mögliche Grundwassergefährdung auszuschließen.
Kosten und Herausforderungen bei der Sanierung
Annegret Läkamp, stellvertretende Leiterin des Stadtgartenamts, erklärt die Herausforderung: „Jede zusätzliche Bodenuntersuchung bringt neue Prüfungen und Abstimmungen mit dem Wasserwirtschaftsamt mit sich“. Ein kompletter Bodenaustausch wäre immens kostspielig, da die verunreinigten Ablagerungen bis zu 1,8 Meter tief reichen und das Abtragen belasteter Böden hohe Kosten verursacht. Stattdessen konzentriert sich die Stadt auf die betroffenen Stellen und plant gezielte Maßnahmen.
Spielplatz soll wieder geöffnet werden
Baureferentin Urte Kelm betont die Dringlichkeit, den Spielplatz wieder sicher nutzbar zu machen. „Unser Ziel ist, den beliebten und weitläufigen Spielplatz für die Familien in Bayreuth bald wieder öffnen zu können“.












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Demokratie leben! - Kommentar @Katharina Müller-Sanke