Bayreuther Tagblatt
Ein alter Schriftzug vom Bayreuther Tagblatt
  • Startseite
  • Nachrichten
    • Nachrichten aus Bayreuth
    • Nachrichten aus dem Landkreis Bayreuth
    • Nachrichten aus Kulmbach
    • Überregionale Nachrichten
    • Blaulicht
    • Wirtschaft
    • Politik in Stadt und Landkreis Bayreuth
  • Freizeit
    • Ausflüge
    • Bier
    • Essen & Ausgehen
    • Veranstaltungen
    • Shopping
    • Richard-Wagner-Festspiele
    • Faszination Franken
    • Theater
  • Sport
    • BBC Bayreuth / Basketball
    • Bayreuth Tigers / Eishockey
    • SpVgg Bayreuth / Fußball
    • HaSpo Bayreuth / Handball
    • Bayreuther Sportvereine
  • Ratgeber
    • Bauen und Wohnen
      • Wohnen, Einrichten & Lifestyle
      • Haus & Garten
    • Gesund und Fit
      • Sport
      • Wintersport
    • Serien & Kolumnen
      • bt-Lifestyle-Kolumne
      • bt-Immobilien-Kolumne
      • bt-Kultur-Kolumne
      • Hopfen & Malz – die bt-Bier-Kolumne
      • bt-Swutz-Kolumne
      • bt-Reise-Kolumne
      • bt-Technikexperten-Kolumne
      • bt-Metallexperten-Kolumne
      • bt-Finanz-Kolumne
      • Lost Places – Spuren des Umbruchs
      • Expedition Region
      • Gessn werd dahaam!
      • Bayreuth Historisch
        • Die Stadtteile
        • Die Bürgermeister
        • Historisch Allgemein
    • Arbeit & Ausbildung
      • Arbeit & Beruf
      • Ausbildung
      • Universität
    • Auto & Verkehr
    • Bildung, Wissenschaft & Technik
      • Bildung & Wissenschaft
      • Technik
      • Computer & Elektronik
    • Games & Spiele
  • Jobs
  • Firmenforum
  • Werben
  • bt-GastroGuide
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Rohrbruch am Hohenzollernring: Vollsperrung bis Anfang September verlängertTigers-Insolvenz: Stadt will wichtiges Inventar kaufenUmstrittenes Solarpark-Projekt in Bayreuth: Jetzt sind die Bürger gefragt

Zuletzt aktualisiert am 31. Juli 2026 | 14:09

Mehr zu: Umwelt & Nachhaltigkeit in Bayreuth

Fantaisie überrascht: Schlosspark ist ökologisches Kraftpaket

von Katharina Müller-Sanke

Wer im Schlosspark Fantaisie zwischen Rokoko-Pavillon und Neptunbrunnen spazieren geht, sieht vor allem Gartenkunst. Was dort unter der Erde, in alten Baumhöhlen und auf den Wiesen lebt, hat jetzt eine mehrjährige Bestandserhebung ans Licht gebracht – und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 146 Moosarten, 29 Wiesenpilz-Arten und 14 Fledermausarten wurden im Park bei Eckersdorf/Donndorf nachgewiesen, viele davon auf der Roten Liste.

Artenvielfalt im Gartendenkmal mit Heimatstaatssekretär Martin Schöffel und dem Grünen-Landtagsabgeordneten Tim Pargent ©StMFH
Artenvielfalt im Gartendenkmal mit Heimatstaatssekretär Martin Schöffel und dem Grünen-Landtagsabgeordneten Tim Pargent ©StMFH

Der Park bei Eckersdorf zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen rund um die Stadt und ist längst Teil von Bayreuths grüner Freizeitkulisse – jetzt zeigt sich, dass er ökologisch mindestens genauso viel zu bieten hat wie gartenhistorisch.

Was die Kartierung im Schlosspark Fantaisie ergeben hat

Besonders bemerkenswert: Im Park wurde ein Vorkommen der französischen Erdkastanie nachgewiesen – bayernweit ist das einzigartig. Die unscheinbare, weiß blühende Pflanze aus der Familie der Doldenblütler gilt als selten und wächst meist auf nährstoffreichen, mageren Böden. Dass sie ausgerechnet in Fantaisie einen Rückzugsort gefunden hat, unterstreicht die besondere Qualität der Wiesenflächen im Park.

Auch die Wiesentäler des Parks selbst stechen heraus: Wegen ihrer Pilzvielfalt gelten sie als international bedeutsam. Zusammen mit den nachgewiesenen Fledermausarten und der hohen Zahl an Moosarten ergibt sich ein Bild, das den Schlosspark weit über seinen Ruf als hübsche Gartenanlage hinaushebt.

„Der Schlosspark Fantaisie ist ein außergewöhnliches Gartendenkmal und ein echtes Aushängeschild für Oberfranken. Er vereint auf einzigartige Weise historische Gartenarchitektur mit lebendiger Natur.“
— Martin Schöffel, Finanz- und Heimatstaatssekretär, anlässlich der Vorstellung des Bestandsberichts

Schöffel dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bayerischen Schlösserverwaltung sowie allen Projektbeteiligten für ihren Einsatz. Ziel sei es, den Park „in all seiner Schönheit und Vielfalt“ für kommende Generationen zu bewahren.

Naturschutz und Gartenkunst: ein gemeinsames Projekt

Die Erhebung ist Teil des Kooperationsprojekts „Artenvielfalt im Gartendenkmal“ von Bayerns Umweltministerium und der Bayerischen Schlösserverwaltung. Ins Leben gerufen wurde es bereits vor acht Jahren, mit dem Ziel, besonders gefährdete Tier- und Pflanzenarten in ausgewählten Schlossparks systematisch zu erfassen. Los ging es 2018 mit dem Schlosspark Nymphenburg, dem Park Rosenau bei Coburg und dem Hofgarten Eremitage in Bayreuth – die Eremitage war also schon einmal Bayreuther Vorreiterin für das Projekt, lange bevor Fantaisie an der Reihe war.

Danach folgten Schönbusch in Aschaffenburg, Seehof bei Bamberg und Linderhof, bis das Projekt inzwischen bei Fantaisie sowie dem Englischen Garten in München und dem Hofgarten Veitshöchheim angekommen ist.

Warum sich der Aufwand lohnt, erklärte Christian Barth, Amtschef des Bayerischen Umweltministeriums:

„Der Erhalt der historischen Gartenanlagen schafft Erholungsraum für die Menschen und gleichzeitig ökologisch wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Mit dem neuen Wissen schaffen wir die Grundlage für ein Miteinander und für die Vereinbarkeit von gartenhistorischen und naturschutzfachlichen Zielsetzungen.“
— Christian Barth, Amtschef des Bayerischen Umweltministeriums

Konkret sollen die Kartierungsergebnisse künftig direkt in die Pflege der Parkanlagen einfließen – etwa bei der Frage, welche Wiesenflächen seltener gemäht oder welche Bäume besonders lange stehen gelassen werden, damit Fledermäuse dort Quartier finden.

Ein Park mit drei Gesichtern: die Geschichte von Fantaisie

Dass der Park heute so viele unterschiedliche Lebensräume bietet, hängt eng mit seiner wechselvollen Geschichte zusammen. Angelegt wurde er ab 1763 von Herzogin Elisabeth Friederike Sophie von Württemberg zunächst als spätbarocker Rokokogarten. Ende des 18. Jahrhunderts kam die Umgestaltung im Stil des sentimentalen Landschaftsgartens hinzu, im 19. Jahrhundert erweiterte Herzog Alexander von Württemberg die Anlage schließlich um weitläufige Parkräume mit zahlreichen fremdländischen Gehölzen. Rokoko, Empfindsamkeit und Historismus treffen in Fantaisie also unmittelbar aufeinander – und genau diese unterschiedlichen Gartenschichten sorgen für die Vielfalt an Strukturen, die heute so viele Arten anzieht: alte Baumbestände neben offenen Wiesen, schattige Taleinschnitte neben sonnigen Terrassen.

Seit dem Jahr 2000 beherbergt das Schloss zudem das erste Gartenkunst-Museum Deutschlands. Wie eng Naturerlebnis und Gartendenkmal im Park inzwischen zusammengedacht werden, zeigte sich auch beim Bayreuther Programm „Ordentlich schlampig“, bei dem eine artenreiche Blühwiese im Schlosspark Fantaisie im Mittelpunkt einer Führung zu naturnahen Lebensräumen stand.

Was die Ergebnisse für Bayreuth und die Region bedeuten

Für Besucherinnen und Besucher ändert sich durch die Bestandserhebung erst einmal wenig – der Park bleibt frei zugänglich und ein beliebtes Ausflugsziel. Langfristig dürfte sich aber die Pflege einzelner Bereiche verändern, wenn Naturschutzaspekte stärker einfließen. Für Oberfranken ist der Nachweis der Erdkastanie und der hohen Pilz- und Moosvielfalt zudem ein Prestigegewinn: Fantaisie reiht sich damit neben die Eremitage als zweite Bayreuther Anlage ein, deren ökologischer Wert wissenschaftlich belegt ist.

Unser Versprechen

News sind für alle da.

Das ist unsere Überzeugung. Deshalb sind alle Artikel und Videos beim Bayreuther Tagblatt kostenlos für alle zugänglich. Du willst unsere Arbeit unterstützen? Dann freuen wir uns über eine Bewertung oder eine Spende.

Schreibe eine Bewertung

Schick uns eine Spende

Danke, dass du lokalen Journalismus unterstützt.

Häufige Fragen

Wo liegt der Schlosspark Fantaisie?

Der Schlosspark Fantaisie liegt im Eckersdorfer Ortsteil Donndorf, wenige Autominuten westlich von Bayreuth. Er gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen der Region und beherbergt seit dem Jahr 2000 das erste Gartenkunst-Museum Deutschlands.

Welche Tier- und Pflanzenarten wurden im Schlosspark Fantaisie nachgewiesen?

Die aktuelle Bestandserhebung weist unter anderem 146 Moosarten, 29 Wiesenpilz-Arten und 14 Fledermausarten nach, viele davon auf der Roten Liste. Zudem wurde die französische Erdkastanie gefunden – ein bayernweit einzigartiges Vorkommen.

Was ist das Projekt „Artenvielfalt im Gartendenkmal“?

Es handelt sich um eine Kooperation des Bayerischen Umweltministeriums mit der Bayerischen Schlösserverwaltung, die seit acht Jahren gefährdete Arten in historischen Gartenanlagen erfasst. Bereits untersucht wurden unter anderem der Schlosspark Nymphenburg und der Hofgarten Eremitage in Bayreuth.

Warum ist der Schlosspark Fantaisie ökologisch so bedeutsam?

Die Kombination aus historischen Wiesen, altem Baumbestand und unterschiedlichen Gartenstilen aus drei Jahrhunderten schafft vielfältige Lebensräume. Die Wiesentäler des Parks gelten wegen ihrer Pilzvielfalt sogar als international bedeutsam.

Ändert sich durch die Ergebnisse etwas für Besucherinnen und Besucher?

Der Park bleibt frei zugänglich. Langfristig sollen die naturschutzfachlichen Erkenntnisse aber gezielter in die Pflege der Anlage einfließen, etwa bei Mahd und Baumpflege.

  • Teilen auf WhatsApp
  • Facebook Facebook Teilen auf Facebook
  • X-twitter X-twitter Teilen auf X
  • Whatsapp Whatsapp Teilen auf WhatsApp
  • Linkedin Linkedin Teilen auf LinkedIn
  • Mail Mail Per E-Mail teilen


Direkter Kontakt:

Bayreuther Tagblatt
Tunnelstraße 15
95448 Bayreuth

Die Redaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 45
E-Mail: redaktion@bayreuther-tagblatt.de

Das Kunden- & Verkaufsmanagement
Telefon: +49 921 / 99 00 99 47
E-Mail:verkauf@bayreuther-tagblatt.de

Die Magazinredaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 48
E-Mail: magazin@bayreuther-tagblatt.de

Die Webseite des Bayreuther Tagblatt Schreiben Sie ein Email an das Bayreuther Tagblatt Hier finden Sie das Bayreuther Tagblatt bei LinkedIn

Der Facebook-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Instagram-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Tiktok-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der X-Kanal des Bayreuther Tagblatt

Der Whatsapp-Kanal des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den Newsletter des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den RSS-Feed des Bayreuther Tagblatt

Unser bt-Newsletter

bt-Newsletter bestellen

bt-Newsletter abbestellen

Über uns:
  • Entstehung des bt
  • Das bt-Team
  • Das inhaltliche bt-Konzept
  • Das Bayreuther Tagblatt ist „Unternehmen der Zukunft“
  • Hohe Auszeichnung für das bt: „Arbeitgeber der Zukunft“
  • Bayreuther Tagblatt gewinnt renommierten Service-Preis
10 Gründe, warum Werbung beim bt Print und Radio schlägt:
bt Logo vor Zeitung und Radio ©erstellt mit KI
So viel Reichweite hat das bt:Das sind unsere bt-Kanäle ©bt
So macht das bt Sie sichtbar:
Leuchtturm-Marketing mit dem bt:
Leuchtturm-Marketing in Bayreuth mit dem Bayreuther Tagblatt
Unsere Partner:
Hier geht es zu Oberfranken Offensiv e.V.Hier geht es zu www.electricpulse.dewagnermuseum.debayerische-medienakademien.de
© Copyright - 2020 Bayreuther Tagblatt
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
  • Link zu X
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Wir über uns
Link to: Rohrbruch am Hohenzollernring: Warum die Sperrung länger dauert Link to: Rohrbruch am Hohenzollernring: Warum die Sperrung länger dauert Rohrbruch am Hohenzollernring: Warum die Sperrung länger dauertDer gesperrte Bereich am Hohenzollernring. © Stefanie SchweinstetterDer gesperrte Bereich am Hohenzollernring. © Stefanie Schweinstetter Link to: Festival150-App bringt Audiowalk „Auf Wagners Spuren“ Link to: Festival150-App bringt Audiowalk „Auf Wagners Spuren“ "Auf Wagners Spuren" in der Festival150-App. © bt-Redaktion"Auf Wagners Spuren" in der Festival150-App. © bt-RedaktionFestival150-App bringt Audiowalk „Auf Wagners Spuren“
Nach oben scrollen
Barrierefreiheits-Anpassungen

Unterstützt von OneTap

Wie lange möchten Sie die Barrierefreiheits-Symbolleiste ausblenden?
Symbolleiste-Ausblenddauer
Wählen Sie Ihr Barrierefreiheitsprofil
Sehbehinderten-Modus
Verbessert die visuellen Elemente der Website
Anfallssicheres Profil
Entfernt Blitze und reduziert Farben
ADHD-freundlicher Modus
Fokussiertes Browsing, ablenkungsfrei
Blinden-Modus
Reduziert Ablenkungen, verbessert den Fokus
Epilepsie-sicherer Modus
Dämpft Farben und stoppt Blinken
Inhaltsmodule
Schriftgröße

Standard

Zeilenhöhe

Standard

Farbmodule
Orientierungsmodule